Belastung Holzbalken beim Carport...?

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sven1
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Re: Belastung Holzbalken beim Carport...?

Beitrag von sven1 » 3. Sep 2018

Moin,

irgendwie steht die Zeichnung Kopf, aber das sollte nichts machen. Bei der Fläche würde ich zusätzlich die erwähnten Widerlager anbauen. alternativ kannst du das auch aufwendig in dem Balken per Verzapfung lösen.
Dafür könntest du dir, wenn du die Möglichkeit hast, einen Türschloßstemmer leihen.
Die andere Lösung ist da ehr "hemdsärmelig" aber unschlagbar schnell :grin:
Und nicht die Imprägnierung vergessen :oldtimer: auch wenn es hinterher gestrichen werden sollte. Ich hatte als Farbe für meine Hütte Holzschutzfarbe von GORI genommen, die ist im ersten Augenblick recht teuer, hat bei mir aber mit dem Erstanstrich 10 Jahre Südseite ohne Probleme durchgehalten.


IMG_6209[1].JPG
Viel Erfolg

Sven

PS: sieht doch schon richtig gut aus
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IoMTT
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Re: Belastung Holzbalken beim Carport...?

Beitrag von IoMTT » 4. Sep 2018

Danke. :wink:
Ich werde reichlich von diesen "Traversen" (Schrägen: kommt vom Gerüstbau) einziehen, die bringen erfahrungsgemäß RICHTIG Stabilität.

Die Schrauben versenke ich alle mit nem entsprechenden Lochbohrer. Wie macht ihr Zimmerleute die Löcher eigentlich immer mit den runden Holzstücken zu?
Ich meine, woher habt ihr die, oder kann ich die auch selber herstellen?

Auf einen Sparren habe ich ein Richtscheid von 2m aufgelegt und habe dort eine Höhendifferenz von 2,5-3mm ermittelt -bei 7m sind das ja immerhin wieder bis zu 10,5mm...soll ich das noch ausgleichen?? :roll:
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Re: Belastung Holzbalken beim Carport...?

Beitrag von IoMTT » 4. Sep 2018

Diese meine ich:
20180828_111403.jpg
20180828_111341.jpg
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Re: Belastung Holzbalken beim Carport...?

Beitrag von sven1 » 25. Sep 2018

Moin,

hatte deinen Post irgendwie aus den Augen verloren

https://www.google.de/search?q=holzd%C3 ... 20&bih=986

Nur zur Klarstellung, ich bin nicht Zimmermann von Beruf, durfte nur in meiner beruflichen Karriere unter anderem, vollkommen jobfremd, auf dem Bau Erfahrungen sammeln.

Grüße

Sven

Zierzapfen kannst du aber auch selber aus Resten herstellen, kleinste eckige Form als Stange sägen und dann rund schnitzen.
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Re: Belastung Holzbalken beim Carport...?

Beitrag von Ratz » 26. Sep 2018


Nokit hat geschrieben:Wo kannst du am besten solche Holzbalken finden, als bei Anbietern, die solche Carports auch herstellen.
Quatsch! Holzbalken kauft man direkt beim Sägewerk.

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Re: Belastung Holzbalken beim Carport...?

Beitrag von IoMTT » 26. Sep 2018

Schön, dass nochmal nachgefragt wird: Danke. :wink:

Der Carport sieht jetzt so aus:
20180921_183503.jpg
Ich werde mir jetzt noch "jede Menge" Widerlager einbauen, weil ich die da habe.
Btw: Welche Länge sollte so ein Widerlager eigentlich haben, bzw. wie lege ich das fest?

Unsicher bin ich mir, wie weit ich die 100x160mm Sparren seitlich als Dachüberstand überstehen lassen kann...

3 Sparren kann ich mit Widerlagern von mindestens ca. 1,00m abstützen und die Anderen vielleicht mit denen dann verbinden.

Eingedeckt wird mit Lichtplatten 76/18, 3mm klar mit Wabenstruktur. Der Hersteller der Lichtplatten fordert hier maximalen Abstand der Sparren von 850mm, ich habe ca 770mm Sparrenabstand, was damit in Ordnzung sein sollte. :prost:
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Re: Belastung Holzbalken beim Carport...?

Beitrag von Rafflix » 26. Sep 2018

Hallo Marcus,

hab mich schon gewundert dass es nicht weitergeht. Deinen Beitrag vom 3.9. hab ich glatt verbummelt /übersehen.

Prinzipiell, stabil wird das Ganze erst wenn du in jede Richtung hin Stützen einbaust, und alles miteinander verbunden ist.
Also möglichst kompakt, d. h. keine Verschiebemöglichkeit mehr gegeben ist.
Stell dir einfach vor , der Wind bläst mal aus der Richtung, oder der, oder der,
und die Konstruktion will sich mal dahin neigen oder dorthin.

Um das zu verhindern werden die Streben eingebaut.

Du fragst nach Länge? Die Verstrebungen haben die Aufgabe die Neigungswilligkeit der Konstruktion zu verhindern und die Last von oben her zu stützen. Also je länger desto besser.

Daher ist ein Neigungswinkel, je nach dem, von 60° bis 45° von Vorteil. Ich würde an deiner Stelle, unter Beachtung der Kopffreiheit, mit 45° arbeiten, auch wenn dadurch sich die Länge der Streben verkürzt.

Zum Material der Streben,
du schreibst du hast noch Holz über.
Bin zwar kein Zimmerer, habe allerdings schon etwas Erfahrung mit so einer Holzkonstruktion. Mit Leimholz weis ich , dass es, eben verlegt, mehr trägt als normales Massivholz.
Inwieweit es sich als Strebe eignet??? Eventuell wegen des Schwundes sogar besser als gewachsenes Massivholz?? Längs der Maserung gibt frisches Massivholz (frisch gesägt) aber im Laufe der Jahre ca. 0,5cm nach.
Falls du also noch Bedarf an Streben hast, Massivholz eignet sich auch, würde aber nur kernloses, und aus Fichte, wegen der Rissbildung und Witterungsbeständigkeit nehmen. Ist auf alle Fälle günstiger als Leimholz.

Zum Verbinden der Balken,
auch wenn es jetzt blöd klingt, du hast ja nach einer Verblendmöglichkeit für die Schraubenköpfe gefragt,
ein Nagel hält mehr als eine Schraube. Eine Schraube ist hart, reißt deshalb gerne ab, wenn sich das Holz ausdehnt /zusammenzieht (arbeitet). Ein Nagel ist elastischer und gleicht deshalb solche Schwankungen besser aus.
Ein befreundeter Schreiner sagt immer: „Holz ist kein Beamter, Holz arbeitet!“
Inwieweit im Freien verbautes Leimholz im Beamtenstatus schon ist wird keiner sagen können.
Eventuell wechselst du vielleicht deswegen noch manche Schraube gegen einen Nagel? Kleiner Tipp dazu noch, stauch die Nagelspitze vor dem Einschlagen mit einem kurzen Hammerschlag, das Holz reißt dann nicht so. Falls noch kein Loch vorhanden ist, das obere Holz vorbohren. Und zum Einschlagen von solchen Zimmermannsnägeln, nimm ne 12-1500gr – Axt.

Eine weitere Möglichkeit Stabilität zu erzeugen ist die Verlegung eines Metallbandes auf deinen Sparren, wird im Dachbau praktiziert. Das Band wird diagonal zu den Sparren auf diesen angeschlagen. Also wie beim „Billyregal von Ikea“ wo man ein Metallkreuz anschraubt und es steht stabil.
Klar sieht man die Bänder, aber sind sie notwendig falls die Dachplatten deren Funktion nicht auch übernehmen?
Du hast jedenfalls bei deinem Bau 2 Zonen zu beachten, einmal das Dach und weiter der „aufrechte Stand des Carport´s“, sprich Streben.

Viele Grüße

Gerd
http://www.z750twin.de
Erst wenn die letzte Ölplattform versenkt, die letzte Tankstelle geschlossen ist, werdet Ihr merken, dass man bei Greenpeace nachts kein Bier kaufen kann.

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Re: Belastung Holzbalken beim Carport...?

Beitrag von IoMTT » 27. Sep 2018

Gerd, meinen herzlichen Dank für Deine ausführliche Darstellung! :!:

Die Widerlager werde ich sämtlich aus BSH (früher Leimholzbinder) in den Maßen 100x160mm bauen.

Mit den Nägeln ist ein guter Tip, jedoch werde ich -weil es BSH ist- und die oben beschriebenen Ausmaße hat, zu Schrauben greifen.

Interessant ist ebenfalls die Idee mit den Lochstreifen, die mir allerdings noch nicht ganz eingänglich ist.

Hier werde ich mich jedoch ebenfalls noch klug machen.

Thx. :prost:
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Re: Belastung Holzbalken beim Carport...?

Beitrag von sven1 » 27. Sep 2018

Moin,

das Lochband heißt Windrispenband.
Anstatt Schrauben solltest du, unabhängig vom Holz, Nägel nehmen. Die Gründe wurden ja bereits gut dargelegt.
Für deine Konstruktion würde das Windrispenband als "Andreaskreuz" aufgeschlagen werden.
Die Streben würde ich von den Pfosten jeweils an die oberen Sparren anschlagen, also min. 6 Stck auf die Länge (mehr schadet auch nicht, mußt du halt nach außen abstützen) und 8 Stck. auf die Breite.
Die Länge der Streben ergibt sich aus dem 90 Grad Winkel zwischen der Horizontalen und Vertikalen und der Optimalen Kraftableitung eines gleichschenkligen Dreiecks. Je länger die Strebe wird, desto dicker muß sie sein, damit sie sich unter Druck nicht durchbiegen oder reißen.
Das Widerlager ist der kleine "Klotz" den ich eingezeichnet hatte. Der soll zusätzlich den Druck aufnehmen und ableiten.
Den freien Überhang kann ich nicht abschätzen, würde aber aufgrund der ortsüblichen Schnee- und Sturmlast im Verhältnis zur Traglast der Balken noch mal den Taschenrechner bemühen. Vom Bauch her wäre mir der Überstand (vom Foto geschätzt ca. 3 Meter) zu groß.

Weiterhin viel Erfolg bei deinem Bauvorhaben.

Grüße

Sven
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Re: Belastung Holzbalken beim Carport...?

Beitrag von IoMTT » 29. Sep 2018

Ja, eigentlich ist nun alles beantwortet: Dankesehr. :wink:

Das Windrispenband hatte ich danach ebenfalls entdeckt, aus optischen Gründen werde ich es jedoch nicht verbauen.

Ich werde (wie schon vor gesagt) viele Streben einbauen, sehr wahrscheinlich mehr als die von Dir angesprochene Mindestmenge.

Schönes Wochenende an Alle aus Bremen, Marcus :prost:
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