Royal Enfield» - Indian Chief

Motorrad-Klassiker vergangener Epochen
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Re: Royal Enfield - Indian Chief

Beitrag von grumbern » So 24. Sep 2017, 11:56

Es gibt wieder ein paar Updates!

Mit großer Verspätung sind nun meine gelaserten E-Verbinder eingetroffen. So weit scheinen sie ganz gut zu sein, müssen aber noch verzinnt werden. Das wollte ich mit Zinnpaste zum Löten machen, was bei Platinen sehr gut funktioniert hat. Durch die ganzen Ecken, auch bedingt dadurch, dass die Post das Blech geknickt hat, lässt es sich aber nicht ordentlich verarbeiten. Ich werde also versuchen, die Teile einfach in flüssigem Zinn zu kochen und den Überschuss abzusieben - einfach ausgedrückt.

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Auch habe ich -wie bereits angekündigt- einige Teile vom Verzinken abholen können. Einige Teile waren für meine Kreidler, aber auch dei Chief ging nicht leer aus und neben ein paar Bolzen, war vor allem das Kettenblatt dabei:

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Nettes Detail: Sicherungsmutter "the british way". Statt eines Nylon-Rings, oder eingepressten Flanken, besitzen diese Muttern einen Absatz, der von zwei Seiten geschlitzt und abgewinkelt ist. Durch das Aufschrauben drücken sich diese beiden "Klammern" wieder in die Flucht, aber federn genug, um eine gewisse Hemmung zu erzeugen:

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Das Kettenblatt braucht, wie auch das Ritzel, einen gewissen Versatz, um Platz für den dicken Reifen zu schaffen. Bei den anderen Modellen hätte das geschraubte Kettenblatt eine Vertiefung und es würde über den Flansch geschoben. Die weg zu lassen genügt aber nicht ganz, weshalb noch mit einer 2mm Aluminiumscheibe ausdistanziert wurde:

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Ein ganz großes "Danke schön!" an dieser Stelle geht an Bernhard Schmidt von DWS! Er hat mir einen tollen Bezug für die Sitzbank geschneidert, welcher noch am Freitag mit der Post kam. Gestern habe ich ihn auf die Bank gezogen, was auch wunderbar ging - Wohl dem, der viele Klammern hat!

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Eine ganz andere Sache war die Sicherung des Bezugs mit Stahlklammern. Die Qualität dieser Dinger war grottig, die Hälfte konnte ich direkt aussortieren und die Handhabung der restlichen war ein Graus! Auf so etwas kann auch nur jemand kommen, der sein Bier warm trinkt und fettige Würstchen mit Bohnen als Frühstück versteht :stupid:

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Ok, eigentlich ist die Idee nicht dumm, es lag wohl eher daran, dass meine Klammern einfach Mist waren. :oops:
Geklappt hat es dann schließlich doch irgendwie, ich bleibe aber vorerst skeptisch:

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Die beiden Enden müssen noch festgeklebt und vernietet werden. Trotzdem habe ich die Bank natürlich schon mal aufgesetzt und Probe gesessen:

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Was soll ich sagen? Sie sieht klasse aus, sitzt sich sehr bequem und ich bin gespannt, wie es sich damit fahren lässt!

Die Räder sind vorerst wieder ausgebaut, denn ich warte noch auf meine frisch belegten Bremsbacken!
Gruß,
Andreas

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Re: Royal Enfield - Indian Chief

Beitrag von grumbern » Mo 25. Sep 2017, 16:30

Heute sind nun auch die Bremsbacken gekommen:

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Da sie doch noch etwas geeckt haben, habe ich sie aufgespannt und noch etwas bearbeitet:

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Der Kettenblattträger samt Bremstrommel ist schon mal drin und die Kette vermssen - blöder Weise brauche ich ein gekröpftes Kettenglied, weil es genau nicht aufgeht :angry:

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Taugen die mit Splint was, oder doch besser so ein doppeltes? Splint erscheint mir doch etwas bruchgefährdet auf Dauer. :dontknow:
Gruß,
Andreas

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Re: Royal Enfield - Indian Chief

Beitrag von Bambi » Mo 25. Sep 2017, 16:35

Hallo Andreas,
ich würde ein volles Kettenglied bzw. -schloß wählen. Sooo beengt sieht es doch nicht aus an der Chief, oder?
Schöne Grüße, Bambi
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Re: Royal Enfield - Indian Chief

Beitrag von grumbern » Mo 25. Sep 2017, 16:43

Naja, wenn ich jetzt ein Glied weiter gehe, dass es für das Schloss wieder passt, schaut die Einstellschnecke in die andere Richtung und ist damit fast am Ende ihres Einstellbereichs! Immer wieder faszinierend, wie viel das ausmacht. Ich tendiere wie gesagt dazu, so ein doppeltes "Versatzgleid" und entsprechend zwei Schlösser zu nehmen.

Schon doof, aber was willst'e machen?!
Gruß,
Andreas

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Re: Royal Enfield - Indian Chief

Beitrag von Marlo » Mo 25. Sep 2017, 23:19

Ich würde auch die Variante mir den zwei Schlössern bevorzugen, ich habe es einmal erlebt das sich die Kette zwischen Kettenrad und Schwinge gewickelt hat, dass möchte ich nicht nochmal erleben.

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Re: Royal Enfield - Indian Chief

Beitrag von Bambi » Mo 25. Sep 2017, 23:32

Echt jetzt? Du bist doch auf dem Foto gerade erst am Anfang des Verstell-Bereichs und das 'dicke Ende' kommt noch ... Hätte ich nicht gedacht, daß ein volles Glied das Ding dann auf Anschlag fährt ...
Schöne Grüße, Bambi ... versteht jetzt langsam, warum dieses Thema bei den Pre-Unit-Fahrern immer eines war ...
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Re: Royal Enfield - Indian Chief

Beitrag von grumbern » Di 26. Sep 2017, 10:18

Ja, wenn ich so spanne, bin ich irgendwo bei der 3., oder 4. Raste. Wenn ich ein Glied mehr nehme, bin ich bei gleicher Spannung irgendwo bei 4-5 Rasten vor dem Ende! Da dürfte sich die Kette nicht mehr viel Längen. Ist ja aber auch logisch. Die Steigung der Schnecke hat vielleicht 15mm, die Kette hat 5/8 Teilung und damit knapp 16mm. Das verteilt auf oben und unten, bist Du da schnell bei einer halben Umdrehung.
Ein Glied mehr, oder weniger an der Primärkette und es geht nichts mehr - die hat noch weniger Einstellbereich.
Gruß,
Andreas

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Re: Royal Enfield - Indian Chief

Beitrag von GreenMilk » Di 26. Sep 2017, 13:26

Moin,

nur mal so als Denkanstoß. Würde es vielleicht Sinn machen ein Größeres Abtriebsritzel am Motor einzubauen? 1-2 Zähne mehr?
Ich kann mich erinnern dass das bei den Simson-Mopeds in Bezug auf Kettenspannung etc. schon ein starker Unterschied war.
Nur bist du ja hier nicht nur mit 3-4 PS unterwegs, wo sich das deutlich im Anzug bemerkbar gemacht hat.
beste Grüße
Steffen

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Re: Royal Enfield - Indian Chief

Beitrag von grumbern » Di 26. Sep 2017, 20:13

Die hat schon ein großes, mit 21 Zähnen (die Bullet hat 16 bzw. 19) und dazu eine kleinere Übersetzung im Primär.
Bei der Interceptor weiß ich aus Testberichten, dass sie die "ton" bei schlappen 5200/min macht - bei, wie ich meine, gleicher Übersetzung! Für so einen Tourer durchaus genug ;)

Dazu kommt auch noch, dass ein Zahn mehr am Ritzel weit mehr aus macht - warum auch immer. Das könnte man jetzt sicher berechnen, aber ich habe das irgendwann auch mal gedacht: Ein Zahn mehr = ein Glied mehr an der Kette. Weit gefehlt! Das hat hinten und vorne nicht gepasst.
Gruß,
Andreas

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Re: Royal Enfield - Indian Chief

Beitrag von grumbern » Mo 2. Okt 2017, 20:29

Heute habe ich mich mal den Krümmern gewidmet, da ich mich nach langem hin und her dazu entschlossen habe, diese aufzuarbeiten.

Einer hatte eine riesen Delle, genau untem am Bogen, sowie einen Riss genau dort.

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Der andere hatte einen schönen Knick, genau auf Höhe der Fußraste:

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Die Dellen sind einigermaßen raus, den Rest muss die Galvanik machen.
Gruß,
Andreas

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