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Gelegentlich auf der Rennstrecke fahren. Welche Kosten, Voraussetzungen, usw...?

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Peperoni13
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Gelegentlich auf der Rennstrecke fahren. Welche Kosten, Voraussetzungen, usw...?

Beitrag von Peperoni13 » 10. Apr 2019

Hallo liebe Rennsportfreunde,
Ich spiele mit dem Gedanken, mir mal eine Supersportler aus den frühen 90igern zuzulegen und damit gelegentlich auf der Rennstrecke zu fahren.

Doch ich habe keine Ahnung wie so was abläuft, auf welchen Strecken man frei fahren kann und vor allem was so was kostet? :dontknow:

Ich will keine Rennen (zumindest jetzt noch nicht :wink: ) bestreiten oder auf Zeitjagd gehen. Ich möchte einfach frei auf der Renne fahren und dadurch mein Können etwas verbessern. Ein Renntraining würde mich natürlich schon interessieren um die Grundlagen zu erlernen.

Als Bike würde ich entweder eine 94/95er Yamaha FZR 600 R oder eine YZF 750 R (oder SP) bevorzugen. Was muss man auf der technischen Seite beachten? Braucht man für "freies Fahren" auch einen geschlossenen Bugspoiler als Ölauffangwanne usw? Oder braucht man das nur bei richtigen Rennen?
Muss man vorher einen Grundkurs zwecks Sicherheit, Farbe der Fahnen und deren Bedeutung usw... machen?

Und jetzt noch das Wichtigste. Was kostet es ungefähr, wenn man mal 2-3 Stunden (natürlich über den Tag verteilt :grinsen1: ) auf einem Track fahren will?

PS: Habt ihr Empfehlungen zwecks Strecken in Bayern und den angrenzenden Bundesländern oder für Tschechien?

Fragen über Fragen. :versteck:
Aber ich bin mir sicher, dass ihr mir helfen könnt! .daumen-h1:

Gruß
Peperoni13
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DerAlte
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Re: Gelegentlich auf der Rennstrecke fahren. Welche Kosten, Voraussetzungen, usw...?

Beitrag von DerAlte » 10. Apr 2019

Hallo Peperoni, bei den reinen Spassveranstaltungen von z.B. Alteisen, Klassik Endurance, BnB gibt es praktisch keine speziellen techn. Vorgaben. Glas abkleben, bzw. entfernen und das war's. Die Kosten bei solchen non Profit Veranstaltungen liegen zwischen 130.- bis 180.- Euro am Tag. Wenn du 2020 fahren willst, dann wird es Zeit sich anzumelden!!! Die Plätze sind begehrt und die Veranstaltungen sind immer ausgebucht.
Bei kommerziellen Veranstaltern sieht das anders aus. Die Preise liegen da in der Regel jenseits 200.-.
Als Neuling wird dir überall geholfen. Die Klasseneinteilung Erfolg idR nach Rennerfahrung und man beginnt in einer Instruktorengruppe.
Hier in dieser Rubrik im Forum findest du eine Liste der nichtkommerziennen Veranstaltungen. Die hat René zusammen gestellt.
Bayern ist jetzt nicht gerade dicht belegt mit Rennstrecken... In Tschechien bin ich bisher nur auf der sehr schönen Strecke in Most gefahren ( mit Karsten's Alteiseverein).
Wenn du so was vor hast, dann wirst du einige km unter die Räder nehmen müssen und die Euronen dürfen auch nicht zu fest im Beutel stecken. Da kommen Reifen....Sprit... Begehrlichkeiten weil der Virus dich gefangen genommen hat...also ganz vorsichtig umgehen mit dieser Droge Rennstrecke!!!

Grüße Volker
Zuletzt geändert von DerAlte am 10. Apr 2019, insgesamt 1-mal geändert.

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Statler
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Re: Gelegentlich auf der Rennstrecke fahren. Welche Kosten, Voraussetzungen, usw...?

Beitrag von Statler » 10. Apr 2019

Tach Peperoni.

Sehr redliches Vorhaben. Angasen auf dem Kringel ohnehin und mit einem 90er-Jahre Superbike sowieso. Ich habe den Scheiss seit ca. 25 Jahren gelegentlich praktiziert, meistens so 1-2 mal im Jahr, zwischendurch auch mal 3-4 Jahre gar nicht. Folgendes kann ich dir dazu sagen:

Die Geschichte ist extrem teuer. Wir sind nach relativ kurzer Zeit nur noch auf dem Balkan gefahren (Kroatien, Ungarn, Tschechien), weil die Nenngelder da ungefähr nur halb so hoch sind wie in D. Ein Wochenende, also eine handelsübliche 3-Tagesveranstaltung, fängt trotzdem erst bei ca. einem Tausender an (Startgeld, Sprit, Reifen, Unterkunft...).

Tageseinsätze kannst du natürlich auch in D fahren - ich habe auf sowas keinen Bock mehr. Du hast die ganze Logistik nämlich trotzdem, fährst aber nur einen Tag. Wenn überhaupt - so lange der Besenwagen draussen ist und einen Crash-Piloten einsammelt oder wenn es regnet, nämlich nicht.

Die meisten Anbieter von Renntrainings (gibt's wie Sand am Meer) teilen in Gruppen ein und lassen die Leute dann in 20-Minuten-Turns mit Kameraden der eigenen Geschwindigkeitsklasse fahren. Das macht durchaus Sinn, weil die Kondition des Ottonormalpiloten gar nicht viel mehr hergibt und es viel Stress vermeidet, mit ungefähr gleichschnellen Leuten auf der Piste zu sein.

Rennreifen und Reifenwärmer sind nicht doof (letzteres fand ich früher immer peinlich), machen aber gerade für den Gelegenheitsfahrer Sinn.

Technische Vorschriften sind unterschiedlich, fast alle Anbieter fordern gesicherte Ölfilter und Ölablass-Schrauben, die einen dann noch geschlossene Ölwannen, die anderen nicht. Die einen machen eine technische Abnahme, die anderen nicht. Geschmackssache. Bei denen, die das etwas genauer nehmen, bist du natürlich sicherer unterwegs.

Die Flaggensignale lernt ein durchschnittlich intelligenter Mensch innerhalb von drei Minuten - das sollte man auch tun und sich über ein paar Grundregeln auf der Piste informieren, haben aber alle Veranstalter in ihren Nennungsbestätigungen stehen. Ist kein Hexenwerk, auf eine DinA4-Seite kleingedruckt steht da zusammengefasst meistens: "Immer volle Pulle in die richtige Richtung und nicht anhalten".

Mit einem Alteisen stinkst du natürlich gegen eine moderne 600er komplett ab, da würde ich aber ein Häufchen drauf machen. Den ein oder anderen Carbon-Jünger kann man nämlich auch mit historischem Gestühl mächtig ärgern.

Ich denke, als Schnupperveranstaltung würde sich das BnB gut anbieten. Wenn du auf so einer Veranstaltung Blut geleckt hast, dann nächstes Jahr auf eine GP-Strecke. In Brünn oder Mugello sollte man schon ein mal im Leben gefahren sein...

Was echt Sinn macht, ist, sich beim ersten Mal mit jemanden zusammenzutun, der so was schon mal gemacht hat. Erspart sehr viel (zum Teil schwachsinnige) Lektüre im WWW und entspannt etwas.

So grob zusammengefasst würde ich dir auf den Weg geben:

Teuer, komplett sinnfrei und nicht ganz ungefährlich. Also genau das, was ein Mann tun sollte. Macht nämlich einen Heidenspaß.


Gruß,
Markus

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Statler
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Re: Gelegentlich auf der Rennstrecke fahren. Welche Kosten, Voraussetzungen, usw...?

Beitrag von Statler » 10. Apr 2019

Jou.

Lies Volkers Text. Der ist kürzer als meine Oper und reicht auch...

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Peperoni13
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Re: Gelegentlich auf der Rennstrecke fahren. Welche Kosten, Voraussetzungen, usw...?

Beitrag von Peperoni13 » 10. Apr 2019

Statler hat geschrieben:
10. Apr 2019

So grob zusammengefasst würde ich dir auf den Weg geben:

Teuer, komplett sinnfrei und nicht ganz ungefährlich. Also genau das, was ein Mann tun sollte. Macht nämlich einen Heidenspaß.
Und genau deshalb will ich das auch. :grinsen1:
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Re: Gelegentlich auf der Rennstrecke fahren. Welche Kosten, Voraussetzungen, usw...?

Beitrag von Peperoni13 » 10. Apr 2019

@DerAlte
Ich habe schon mal etwas gegoogelt zwecks Alteisentraining usw... Da hat es aber geheißen bis Baujahr 85. :(
Gibt's das auch bis Baujahr 95?
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Re: Gelegentlich auf der Rennstrecke fahren. Welche Kosten, Voraussetzungen, usw...?

Beitrag von jokotr » 10. Apr 2019

Kann dir diesbezüglich die Motorradschule Rausch MS2 empfehlen. 4 Tage entspannt in Rijeka, Frühjahr oder Herbst.
Ideal für Einsteiger, da gut organisiert mit Instruktoren für die Neulinge und jeder Menge Fahrzeit zum guten Preis.
S.
Das gebohrte Loch ist das Titan des kleinen Mannes...................

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Re: Gelegentlich auf der Rennstrecke fahren. Welche Kosten, Voraussetzungen, usw...?

Beitrag von popper64 » 10. Apr 2019

Bin wie Volker meistens beim BnB / TMC oder mit den Alteisen unterwegs. Schön entspannt.
(schau dir sowas vielleicht mal vorher an, BnB z.B.)
Gar nicht entspannt ist übrigens eine 600er o.ä., da du hiermit in der Regel recht hochtourig unterwegs bist. Bei uns wars zur Probe mal ne FZR600....hat irgendwie nur genervt. Empfehlen würde ich nen günstigen V2, z.B. die Honda Hawk oder SV650. Günstige E-Teile und aufgrund mangelnder Leistung zudem auch noch Reifenschonend. Aber auf kleineren oder winkeligen Kursen mit ein paar Modifikationen durchaus konkurrenzfähig.
Irgendwas wollt ich noch sagen....hmmm...vergessen. :unbekannt:

Gruß Ralf
Gib mir ein motorisiertes Einspurfahrzeug und ein wenig Werkzeug und ich bin glücklich.

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Re: Gelegentlich auf der Rennstrecke fahren. Welche Kosten, Voraussetzungen, usw...?

Beitrag von Statler » 10. Apr 2019

MS2 ist ein Top-Tipp.

Mit Rausch bin ich damals kurz nach dem Krieg mein erstes Training gefahren - absolute Empfehlung. Sehr nette Truppe, sehr familiär, super organisiert und überaus geeignet für Einsteiger!

Gruß,
Markus

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Re: Gelegentlich auf der Rennstrecke fahren. Welche Kosten, Voraussetzungen, usw...?

Beitrag von Karsten » 10. Apr 2019

Ich habe schon mal etwas gegoogelt zwecks Alteisentraining usw... Da hat es aber geheißen bis Baujahr 85.
So etwas steht bei uns nicht. Wir schreiben "bevorzugt aus dem letzten Jahrtausend".
https://alteisen.training

Du hast wohl etwas anderes gefunden :-)

FF.

Karsten

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