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IHRO Hockenheim Classics-Yamaha RD/TR3-Bericht

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Suzukihans
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Re: IHRO Hockenheim Classics-Yamaha RD/TR3-Bericht

Beitrag von Suzukihans » 14. Sep 2019

Nabend Zippi,

ich habs hat wieder nicht geschafft obwohl das nur ca 150 km sind...................

aber wenn man deine Berichte liest und dich ein wenig kennt, ist das fast schon als wär man dabei gewesen, - danke -

deine Geduld und " Ruhe " ist ja fast schon unmeschlich..........

wir sehen uns.....Allzeit gute Fahrt mit der Kraft der zwei Kerzen

Gruß Hans K.

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zippi
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Re: IHRO Hockenheim Classics-Yamaha RD/TR3-Bericht

Beitrag von zippi » 15. Sep 2019

...fortsetzung

Da das Qualifying 2, samstag morgen um 9:50 uhr angesetzt ist und ich kein frühaufsteher bin, tanke und checke ich nochmal alles an der RD, bevor ich schlafen gehe, so das ich sie nur noch auf die startmaschiene schieben muss.

Samstag:

Programm:
9:50 uhr - Qualifying 2
16:15 uhr - Rennen 1

Aufstehen, frühstücken, waschen u.s.w., luftdruck an der RD checken, rein in den strampler.

Noch ist es trocken, doch der himmel sieht nicht so aus als würde das so bleiben.

Bin fertig, die ersten IHRO fahrer machen sich auf den weg zum vorstart, als ich meine RD auf die startmaschiene schiebe.
Gang rein und los gehts, röhöhöhöhö... nichts, nochmal, nochmal, nochmal mit demselben ergebniss.
Mitlerweile sind alle anderen fahrer schon weg.
OK, bremsenreiniger wird helfen, RD runter von der startmaschiene, bremsenreiniger geholt, in jeden vergaser einmal reingespritzt, wieder auf die maschiene, nun kam der motor endlich.
Jetzt nichts dummes tun, nicht den motor absaufen lassen oder so, geduld, warten bis er willig, frei hochdreht, dann noch ein bischen länger warten, bevor man anfährt.

Das ist eine schlechte eigenschaft, wenn man die Yamaha rennzylinder, TZ oder TR3 (wie in diesem fall), mit einer nasskuplung paart, führt das zu diesen ungewöhnlichen startverhalten.
Das kommt wahrscheinlich daher, das die rennzylinder, direckt nach dem starten, in den unteren drehzahlen, nicht genug kraft haben um die ölbadkupplung zu drehen, mit anderen worten, der wiederstande des kalten öles ist zu stark für den motor.

Alles geht gut, auf zur strecke. Der vorstart ist geschichte, fahre durch die boxengasse auf die strecke.
Gleich beim ersten beschleunigen ist das stottern oder sind die aussetzer wieder da, b.z.w. immer noch.
Dazu nieselt es ein wenig, beim rausbeschleunigen aus den kurven rutsche ich oft stotternt mit dem hinterrad.
Riskiere nichts, versuche trotzdem das beste daraus zu machen und ein bischen in den rythmus zu kommen.
Denke darüber nach das ich mit der RD, so wie sie jetzt fährt bei regen nicht starten kann und auch im trockenen nicht richtig spass damit haben werde.

Den ursprünglichen plan, sich nach der quali nochmal hinzulegen, wird über board geworfen. Stattdessen geht es erneut auf fehler suche. Friedel erzählt mir, das er auch mal monate lang einen ähnlichen fehler gesucht hatte und ihn nur zufällig auf die schliche kam, es lag an einer steckverbindung.
Gut, also teste ich alle kabel und verbindungen der zündanlage.
Messe alle kabel durch, rappel und schüttel sie dabei, überprüfe alle stecker + verbindungen, schaue ob irgentwo isolation beschädigt ist u.s.w..
Baue am ende alles sorgfälltig wieder zusammen und isoliere alle steckverbindungen zusätzlich.

Mitlerweile hat es sich ein wenig eingeregnet und ich gehe mit gummistiefeln auf eine testfahr am ende des fahrerlagers.
Einmal beschleunigen reicht, das stottern ist wie vorher.

Hatte mich schon wärend des checken der kabel gedanken gemacht was ich tun werde wenn das problem nicht behoben ist.
Der plan, die komplette zündung, mit allen komponenten, von der TZ in die RD zu bauen.
Es ist noch früh, das rennen ist auf 16:15 uhr angesetzt, also kein problem.
Als erstes nehme ich die zündplatte an der RD ab, da fällt mir eine blanke stelle an einem kabel auf.
Ungünstig gelegen, die isolierung aufgescheuert, ist das die ursache des stotterns ?
Ein versuch ist es wert, isoliere die stelle neu, setze die zündplatte wieder ein, kerze raus, uhr rein, zündung einstellen.

Habe von meinem Vater eine kleinere messuhr bekommen, damit ist es wieder möglich die zündung bei eingebautem motor einzustellen.

Als ich die RD auf die startmaschie schiebe kommt Klemens vorbei um nach dem rechten zu sehen.
Mache die RD an, fahre zum ende des fahrerlagers, einmal beschleunigen, keine verbesserung.

Zurück erstmal eine :cool: und mit Klemens sinieren wie es weiter geht.
Eigentlich ist es klar, der komplettumbau der zündung.

Glaube Friedel und Peter waren auch noch kurz da und erwähnten beim weggehen das der grill für die würstchen jetzt fertig sein müsste.
Gutes stichwort, denk ich und mache mir ein paar gnochis mit bologesesosse, bevor ich weiter schraube.

Die zündung ist schneller gewechselt als gedacht, gerade als ich fertig bin kommen Peter, Klemes und Friedel wieder vorbei.
Ab auf die startmaschiene mit der RD.
Komische klaker geräusche kommen beim betätigen des starterts, nicht wieder was mit dem getriebe, denk ich.
Peter ruft, stop die kette.
Die steckachse hinten war nicht fest genug, hat den kettenspanner leicht verbogen und sich soweit nach vorne gezogen das die kette durchhängt und überspringt.
Mit ein paar handgriffen sitzt die achse sowie die kette wieder richtig, nun die achsmutter richtig fest anziehen.

Wärend dessen kommt die information, das das programm umgeworfen wird, erst sollen nun die autos fahren, das IHRO rennen würde auf 18:30 uhr verschoben.

Los gehts auf die probefahrt am ende des fahrerlagers, diesmal läuft die RD, kein stottern mehr.
Bei der rückfahrt beschleicht mich ein gefühl, vieleicht war das mit der kette die ganze zeit das problem, andereseits hat es sich nicht so angefühlt :dontknow: . Egal hauptsache es funktioniert nun alles.

Gerüstet fürs rennen, der regen hört auf, eine neue startzeit wird bekannt gegeben 16:45 uhr.
Es bleibt mir noch genug zeit um eine stunde zu entspannen bevor ich mich zum fahren bereit machen muss.
Lege mich in meinem MB 100 ab.

fortsetzung folgt...

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zippi
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Re: IHRO Hockenheim Classics-Yamaha RD/TR3-Bericht

Beitrag von zippi » 15. Sep 2019

Hallo sponk

Danke für die blumen.
Das IHRO rennen am sonntag war um ca. 14:25 uhr, vieleicht warst du da gerade im fahrerlager unterwegs :dontknow: .
Den spirit in Hockenheim mag ich auch sehr gerne.

Hallo Hans

Freue mich immer wenn ich jemanden "mitnehmen" kann.
Ein besuch bei den Hockenheim Classic ist nie verkehrt, allerdings steht es noch in den sternen ob die IHRO nächstes jahr wieder in Hockenheim fährt, ich hoffe schon.

grüsse zippi

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zippi
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Re: IHRO Hockenheim Classics-Yamaha RD/TR3-Bericht

Beitrag von zippi » 18. Sep 2019

...fortstzung

Hatte mir vorher noch die neue zeitenliste inc. startaufstellung besorgt.
Ohne zeitenverbesserung, meinerseits, 3. in der IHRO 350ccm.
Die trainingsschnellste 350er des ersten qualifying hat sich nochmal verbessert, dazu hat sein bruder auf einer fast identischen AJR TSS 350 (Bultaco) nachgezogen.
Im gesamten starterfeld ging es von startplatz 13 zurück auf den 17. (30 gesammt starter).

Nach der stunde auszeit, ist alles wieder trocken, es sieht stark nach einem normalen trockenrennen aus.
Tanken, luftdruck check und die bremse nachstellen.

Sieniere über meine changsen im rennen.
Kann sicherlich schneller fahren als mit der stotter RD in der quali, vieleicht so schnell wie die beiden Bultacos, die sich auf gesamtstartplatz 7 + 9 einsotiert haben, das ist schon ein ganzes stückchen weiter vorne als mein startposition (17), dazu ist es nicht so unwahrscheinlich, das die Bultaco Brüder sich nochmal steigern.
Nach hinten ist es zeitenmässig sehr knapp, zwei 350ccm fahrer hängen mir direckt im nacken, ich war nur um zehntel schneller.
Die werden sicher auch noch zulegen im rennen.
Gebe mir die zielsetzung die rundenzeit zu fahren die ich mir vor dem wochenende vorgenommen habe, dann schauen wir mal wo ich plazierungstechnisch lande.

Klemens kommt nochmal vorbei, kurzes schwätzchen.
Noch zur toilette, ganz viel trinken, rein in den strampler.

Konzentrationsphase, strecke im kopf fahren.
Welcher gang für welche kurve habe ich noch nicht festgelegt, nehme mir vor nicht zu versteifen und flexibel zu bleiben einfach gesagt, schnell runterschalten wenn die drezahl nicht stimmt.
Handschuhe an, helm auf, die RD auf die startmaschiene schieben.
Diesmal bin ich früher dran als morgens, auch die RD ist früher dran, sie springt problemlos, schnell an.

Vorstart:

Am vorstart bin ich dann einer der ersten. 8 min zeigt der Ordner an. Würde die RD am liebsten wieder ausgehen lassen, doch das risiko ist zu gross, das ich sie nicht spontan anbekomme.
Snapshot_42.png
Nach einer gefühlten ewigkeit, sind alle sortiert.
Noch zwei Minuten
Snapshot_43.png
und wir gehen auf unsere outlap/warmuplap, in die startaufstellung.

Die RD läuft super, versuche die reifen auf temperatur zu bringen. Freue mich auf der gegengerade, das ich endlich mal die richtige übersetzung gewählt habe, drehe fast aus, im rennen wird die RD wahrscheinlich kurz vor dem bremspunkt ausgedrehet sein.

Rennen:

Letzte kurve leerlauf rein, in die startaufstellung rollen, stelle mich auf meinem startplatz, korigiere nochmal und starre auf den mann mit der roten fahne.
Zwei reihen vor mir ist ein mitlerer startplatz frei geblieben und der starter direckt vor mir steht versetzt, das wäre mein weg (wenn ich starten könnte :steinigung: )

Die startreihen schilder, die zu unserer orientierung über die boxenmauer gehalten werden, werden eingezogen.
Wenig später geht der mann mit der roten fahne von der strecke und zeigt hoch zum starterturm. Von dort wird via deutschlandfahne gestartet.

Bin spät dran mit dem gangeinlegen, kupplung gezogen halten, die drezahl sollte bei mindestens 6000 gehalten werden.
Bin gerade bereit, da fällt die fahne.

1. Runde

Lasse die kupplung langsam kommen, zu langsam, rechts wie links gehen sie an mir vorbei.
Als erstes geht Leo rechts mit seiner 350er Morini vorbei, gefolgt von einer 500er Aermacchi, links eine Triumph T100GPS, fast zeitgleich links Jawa Seeley, rechts ABSAF Seeley Goldstar und nochmal rechts Marc mit seiner Aermacchi 350.

Da ist nichts mehr zu retten in der ersten kurve.
Hole weit aus, um besser rausbeschleunigen zu können, wärend die meisten im feld sehr weit innen anbremsen.
Das feld ist gerade so langsam, bin viel zu früh am scheitelpunkt und laufe auf Marc auf.
Kurz das gas gelupft, drezahl verloren, schnell ruterschalten und vollgas.

Der gedachte vorteil ist dahin, Marc überholt seinerseits die ABSAF Seeley.
Mir springt der gang raus, trette ihn schnell wieder rein.

Hole mir, auf der bremse zur rechts - links combo, ebenfalls die ABSAF Seeley.
Rechts, gas aufhalten, rüber auf links und vollgas auf die gerade.
Das feld ist mir ein paar meter vorraus. Komme gut aus der kurve und bin am bremspunkt in angriffsposition.

Marc hat auf der geraden (die eine leichte linkskurve ist) Leo mit der 350er Morini überholt, Leo bremst Marc nun innen wieder aus, worauf ich Marc aussen ausbremse.
Fahre in der doppel rechts Leo hinterher.
Versuche den ausgang besser als er zu erwischen, um ihn auf dem kurzen stück zur links - rechts comi auszubeschleunigen b.z.w. auszubremsen zu können.
Komme innen neben ihn, es wird knapp, ich stecke zurück und lasse Leo vor mir einbiegen.

Dann halt auf dem weg ins motordrom.
Halte mich in der links rechts combi zurück und erwische die richtige line um früh vollgas geben zu können.
Fahre noch vor dem bremspunkt an Leo vorbei.

Ein gang runter und blind ins motordrom, ganz gut erwischt.
Bremse mich inne vor der Sachskurve an der 500er Aermacchi vorbei.
Folge nun der Thriumph T100GPS durchs motordrom.
Plaziere mich in der letzten doppel rechts um auf der start/ziel geraden anzugreifen.
Wieder im falschen gang, schnell einen runter.

2. Runde

Komme zum bremspunkt wieder an die Thriumph ran, für einen echten angriff reicht es jedoch nicht.
Habe erneut kein gutes timing, laufe im scheitel der schnellen rechts nach start/ziel wieder auf die Thriumph auf.
Drehzahl im keller, ein gang runter, vollgas.
Auf der bremse zur recht - links gehe ich innen vorbei.

Eine Susuki T2 ist ein paar meter vor, bremse mich am ende der geraden langsam ran.
Folge der Susuki T2.

Bei der einfahrt ins motordrom bin ich schneller, traue mich aber nicht aussenrum, kann aber den geschwindigkeits überschuss auf dem weg zur Sachskurve nutzen und bin noch vor dem bremspunkt vorbei.
Vor mir nun die Jawa Seeley, davor, meine ich, einer der AJR TSS Bultacos zu sehen.
Hatte eigentlich nicht damit gerechnet, die Bultacos im rennen noch zu sehen, bei meinem schlechten start.
Bin angespornt, nun will ich die Bultaco auch bekommen.

In der doppel rechts auf start und ziel komme ich mit meinem fahrwerk an die grenzen. Gerade im ausgang ist der asphalt voller schlecht gemachter flicken, es rüttelt meine orginale RD gabel jedesmal mächtig durch, obwohl ich schon warte bis ich über die flicken hinweg bin, bevor ich richtig gas gebe. Es lässt sich auch keine linie finden, wo man nicht über irgentwelche flicken muss.

3. Runde

Wir fahren hintereinander aufgereit über die start/ziel gerade auf die schnelle rechts zu.
Habe den plan, die Jawa auf der bremse anzugreifen, die Jawa seinerseits will die Bultaco ausbremsen.
Die Jawa sticht auch innen bei der Bultaco rein, kommt aber nicht vor und zieht zurück, so das ich im scheitelpunkt wieder auflaufe, drehzahl im keller, gang runter und gas.
Habe diesmal schneller reagiert, verliere kaum speed und fahre mit Yamaha power an der Jawa vorbei.

Nun ist die Bultaco direckt vor mir.
Kann es immer noch nicht recht glauben, das es wirklich einer der Bultacos vor mir ist.
Habe das gefühl als könnte ich noch zulegen und schneller fahren.
Hat der fahrer b.z.w. die AJR ein problem, fährt er langsamer als in der quali oder ich tatsächlich soviel schneller ?

Folge der AJR über die gegengerade, sie bremst zu spät für eine atacke auf der bremse meinerseits, durch die doppel rechts, kurz rausbeschleunigen auf die nächste links - rechts combi.
Versuche innen neben die AJR zu kommen, vergeblich.
Beim links einbiegen geht die Bultaco dann überraschend weit, fahre einfach inne durch.
Das war ja einfach, war das wirklich einer der AJR Bultacos ? Dann müsste ich jetzt 2. sein, vieleicht war es eine andere 350er und ich hab mich vertan, dann wäre ich jetzt 3., egal.

Vor mir ist keiner zu sehen, erst als ich ins motordrom einbiege sehe ich noch zwei in der Sachskurve verschwinden.

In der zielkurve höhre ich ein viertakt grollen im nacken, bin also nicht aleine.
Konzentriert bleiben, spät bremsen, früh vollgas geben, nicht nachlassen, höre ich mich mit mir selber sprechen.

4. Runde

Orientiere mich weiter nach vorne, das 4 takt grollen wierde ich dann schon los.
Fahre eine recht saubere runde ohne verkehr, das grollen ist seit der rechts links vor der gegengerade verstummt, vor der Sachskurve höhre ich es wieder.

5. Runde

Nochmal zulegen, sag ich mir, die gänge sind sortiert, ich habe kein verkehr, also auf zeitenjagt gehen.
Komme den beiden weit vor mir fahrenden tasächlich langsam näher.
Höhre kein grollen mehr.

In der doppelrechts auf start/ziel ist das grollen plötzlich wieder da und im ausgang geht Marc mit seiner Aermacchi aussen vorbei, wärend ich noch warte bis ich über die flicken bin.

6. Runde

Habe beim rausbeschleunigen nicht soviel verloren auf Marc.
Meine Yamah geht ein wenig besser als die Aermacchi.
Überhole Marc als er die bremse zieht, kurz vor meinem bremspunkt zur ersten kurve.
Überbremse leicht und komm aus dem nutzbaren drezahlbereich, ein weiter runterschalten, vollgas.
Dann springt mir noch ein gang raus, wieder rein.

Auf der bremse zur recht - links combi kommte die atacke. Ich fahre qualifying linie, Marc fährt einfach innen durch.
Fahre weiter quali linie, um die bessere linie auf die gerade zu bekommen.

Der Plan geht auf. Komme besser auf die gerade als Marc und kann in der mitte der geraden aussen überholen.

Bleibe vorne bis zur Sachskurve, hole zu weit aus und lassen die türe innen für Marc offen.
Der nimmt dankent an und fährt durch.

Bin bis zur start/ziel kurve wieder dran, doch hier kann Marc einfach schneller fahren als ich.

7. Runde

Marc ist nun ein bischen vor, denke den rückstand fahre ich wieder weg.

Nach der doppel rechts, am ende der gegengerade, merke ich wie ich deutlich näher komme, wobei Marc und ich die lücke zu den beiden weiter vor uns fahrenden geschlossen haben.

Auf der bremse zur Sachskurve schliesse ich nochmal auf.

Die doppelrechts auf die zielgeraden ist Marc´s land, er überholt ausenrum die vor uns fahrende Honda CB 500.

8. Runde

Beschleunige die Honda auf der start/ziel geraden aus.
Jage Marc hinterher.
Bremse mich zur recht - links combi an ihn ran.
Erwische den ausgang auf die gerade gut, hole langsam auf.
Gebe alles auf der bremse und komme tatsächlich innen vorbei.

Jetzt alles geben, eine lücke schaffen.
Biege ins motordrom, fahre abermals keine kampflinie.
In der Sachskurve halte ich Marc wieder die Türe auf.
Diesmal versuche ich aussen dagegen zu halten, was mir nicht gelingt.
Muss die Aermacchi ziehen lassen.
Egal die hole ich mir nächste runde wieder, denke ich.

Wir kommen durch die letzte kurve, verliere diesmal kaum gegenüber Marc.
Dann eine böse überraschung, die karierte fahne ist draussen, das rennen wird abgewunken.
Ich bin im ziel.
Kam mir irgentwie so kurz vor, für neun runden.

Hatte die runden nicht mitgezählt, und auf der anzeigetafel, die normaler weise anzeigt wieviel runden noch zu fahren sind, zeigt die ganze zeit nur die uhrzeit an.

Weiss auch nicht genau ob ich den 2. oder 3. platz an Marc abgegeben habe.
Bin trotzdem gut gestimmt, die RD lief, ich bin ins ziel gekommen, hatte gute zweikämpfe, und meine zielzeit bin ich sicher auch gefahren, warten wir die ergebniss liste mal ab.

Zurück im fahrerlager, bestätigt sich mein eindruck, das rennen wurde schon nach der 8. runde abgewunken.

Das komplette rennen onboard:

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Re: IHRO Hockenheim Classics-Yamaha RD/TR3-Bericht

Beitrag von zippi » 18. Sep 2019

fortsetzung folgt...

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Re: IHRO Hockenheim Classics-Yamaha RD/TR3-Bericht

Beitrag von Tomster » 18. Sep 2019

Klasse Zippi .daumen-h1:
Man fiebert richtig mit :wink:

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Re: IHRO Hockenheim Classics-Yamaha RD/TR3-Bericht

Beitrag von theTon~ » 18. Sep 2019

Toller Bericht Zippi! Und dann auch noch mit dem passenden Film zum Mitfahren! .daumen-h1:

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Re: IHRO Hockenheim Classics-Yamaha RD/TR3-Bericht

Beitrag von Transaxle » 18. Sep 2019

Erst das Buch, dann der Blockbuster... KLASSE...

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Re: IHRO Hockenheim Classics-Yamaha RD/TR3-Bericht

Beitrag von MichaelZ750Twin » 18. Sep 2019

Hi Zippi,
toller Bericht, herrlich !
Ich freue mich schon wieder dich zu treffen und mit dir im Kreis zu fahren ;)
LG, Michael
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Re: IHRO Hockenheim Classics-Yamaha RD/TR3-Bericht

Beitrag von zippi » 18. Sep 2019

Danke Tom, Rene, Transaxel und Michael :beten:, ich fühle mich geehrt.

Freue mich auch schon auf das nächste treffen auf dem kringel, Michael.

Die fortsetzung ist in arbeit, schliesslich gab es am sonntag noch ein zweites rennen.

grüsse zippi

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