Kawasaki KZ 550 B

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BerndM
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Re: Kawasaki KZ 550 B

Beitrag von BerndM » 20. Mai 2018

Die schwarzen Kästchen auf der Platte sind die Zündimpulsgeber. Wenn die nicht eingebaut ist gibt es keine Zündfunken.
Du hast doch sicher ein Werkstatthandbuch nach dem Du die Teile der Zündung einbaust und einstellst ?
Am oberen Bild fällt mir auf das die Feder des Zündverstellers nicht entlastet ist. Die Windungen der Feder sollten aneinander liegen.
Oder ist die Feder gelängt und ist das ihr aktueller unbelasteter Zustand ? Dann gehört sie wohl in die Tonne.
Aber auch dieses Wissen entnimmst Du sicherheitshalber dem WHB von Kawa. Mag ja anders sein als bei HONDA. Obwohl beide
Zündsysteme von TEC produziert werden. Ich sehe einen Gleichheit, deshalb habe ich geantwortet.

Gruß
Bernd

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f104wart
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Re: Kawasaki KZ 550 B

Beitrag von f104wart » 20. Mai 2018

#Das ist ja der Contact breaker Oder?Ist der noch im oken Zustand oder fällt jemand etwas eigenartiges auf?#

Nein, das ist der Rotor mit den Impulsgebern und der mech. Fliehkraftregler.


#Was ist das eigentlich?#

Das sind, wie Bernd schon geschrieben hat, die Impulsgeberspulen. Diese erzeugen durch den Magneten im Rotor eine Induktionspannung genau in dem Moment, wo der Zündfunke überspringen soll. Durch Verdrehen der Grundplatte, auf der die Spulen befestigt sind, veränderst Du den Zündzeitpunkt.

Der Fliehkraftregler sorgt für die Zündverstellung in Abhängigkeit von der Motordrehzahl. Die Federn des FKRs dürfen nicht ausgelutscht sein und die Fliehgewichte müssen sich frei bewegen können.

Zum Einstellen der Zündung brauchst Du eine Stroboskoplampe.

Ganz oben am Bildrand, dort, wo ich die gelbe Linie eingezeichnet habe, erkennst Du die Referenzmarke.
20180519_163250.jpg
Beim Abblitzen der Zündung muss die Markierung rechts neben "F" mit der Referenzmarke fluchten. Mit Erhöhung der Drehzahl wandert die Markierung weiter nach links, bis die Referenzmarke zwischen den beiden Linien steht.

Eingestellt wird zuerst die Zylinder 1 und 4. Das Einstellen erfolgt durch Verdrehen der Grundplatte.

Dann wechselst Du auf die "LF" Markierung, indem Du das Stroboskop an Zylinder 2 oder 3 anschließt und kontrollierst, ob die Referenzmarke im Leerlauf mit der Linie neben "LF" fluchtet. Da beide Spulen genau um 180° gegenüber stehen, sollte das passen. Wenn nicht, muss die LF-Spule verschoben werden. Auf dem Blid kann ich leider nicht erkennen, wie das geht. Ich denke aber, dass dies nicht nötig sein wird, da anscheinend beide Spulen auf demslben Träger montiert sind.



@Bernd: Das mit der Feder sollte passen. Ich wüsste keinen Grund, warum die vollständig entspannt (Windungen auf Block) sein sollten. :wink:
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BerndM
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Re: Kawasaki KZ 550 B

Beitrag von BerndM » 20. Mai 2018

Hallo Ralf,
Tolle Beschreibung. Sauber erläutert.
Zitat aus deinem Beitrag:
"Der Fliehkraftregler sorgt für die Zündverstellung in Abhängigkeit von der Motordrehzahl. Die Federn des FKRs dürfen nicht ausgelutscht sein und die Fliehgewichte müssen sich frei bewegen können. "
So sieht ein GL / CX mech. Zündzeitpunktversteller im Einbauzustand aus:

Bild

Federn sind entspannt und werden mit der steigenden Drehzahl über die Hebel auseinandergezogen, Bis die Hebel anschlagen.
Die Federn drücken dann an die kleinen Gummipuffer.
O.k. mag bei Kawa anders sein. Glaube ich aber nicht. Fliehkräfte halt, nach aussen gerichtet.

Gruß
Bernd

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f104wart
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Re: Kawasaki KZ 550 B

Beitrag von f104wart » 20. Mai 2018

BerndM hat geschrieben:
20. Mai 2018
O.k. mag bei Kawa anders sein. Glaube ich aber nicht. Fliehkräfte halt, nach aussen gerichtet.
Hier mal ein willkührlich gewähltes Beispiel über die Google Bildersuche nach FKR Kawa KZ 550 B

...Sieht genau so aus wie auf dem Foto von Ben.

Ich meine auch aus der Erinnerung heraus, das so von diversen Honda CB so zu kennen, an denen ich vor 40 Jahren rumgeschraubt habe.

Bei der DAX oder der SS50 z.B. haben wir die Einhängelaschen nach aussen gebogen und die Federn vorgespannt. Die Kisten sind damit gerannt wie Schmitt´s Katz. :grin:

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Re: Kawasaki KZ 550 B

Beitrag von BerndM » 20. Mai 2018

O.k. Ist bei dem FKR wohl so richtig. Vor 40 Jahren brauchte ich mich mit solchen Teilen nicht quälen. Schrauben auch nicht.
ZÜNDAPP GTS 50, also 2 Takt, nagelneu. CB 50 hatten wir nur eine in der Clique. Und auch an der wurde nicht gebastelt.
War auch besser so. Der Trachtenverein kam fast jeden Abend zum Treffpunkt. Und das nicht zum gemütlichen Plausch.

Gruß
Bernd

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Re: Kawasaki KZ 550 B

Beitrag von RAnd0MI7E » 2. Jun 2018

So zunächst ,ich habe ein Zündfunken endlich ,das Problem war das ich (außer am Rahmen und Motorblock ) keine Masse hatte .Die Zündung glaube ich ist wartungsfreudig die muss nicht eingestellt werden lediglich nur auf mechanische " Funktion "geprüft werden doch drauf werde ich noch genauer eingehen .Nun muss ich nur noch schaun weshalb der Motor nicht tut. Hat jemand eine Idee weshalb? (Wage Frage ich weiß)
Ich habe eine wagen Vermutung nämlich der Vergaser, dazu aber heute Abend mehr.
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Re: Kawasaki KZ 550 B

Beitrag von MichaelZ750Twin » 15. Jun 2018

Hi Ben,
ich sehe das Bild auf dem Kopf stehend.
Die am Rand befindliche Öffnung ist oben.

Der graue Kolben ist der Gasschieber.
Er wird durch den Unterdruck im Ansaugtrakt betätigt und den Unterdruck kannst du selber durch den Gasgriff und die davon betätigten Drosselklappen regulieren.
Ist ein ziemlich komplexer Vorgang, wichtig zu verstehen ist erstmal, das du die Gasschieber nicht direkt betätigst, sondern der Motor das selber macht ;)
Du kannst im ausgebauten Zustand die Gasschieber mit dem Finger hochschieben und sie müssen selbsttätig (durch schwache Federkraft) wieder nach unten gleiten.
In Montagelage (aufrecht stehend) darf dieser Vorgang des Zurückgleitens nicht länger als etwa 1 Sekunde dauern.

Hast du die Vergaser schon mal geöffnet und gereinigt ?
Bitte nicht die vier Vergaser voneinander trennen, für den Anfang genügt es die Schwimmerkammern abzunehmen und uns zu zeigen, wie es darin und im Vergaser (Bereich des Schwimmers und der Düsen) aussieht.
LG, Michael
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Re: Kawasaki KZ 550 B

Beitrag von RAnd0MI7E » 17. Jun 2018

Zunächst tut mir leid das ich länger nichts gepostet habe, ich kann leider immer nur am Wochende an dem Motorrad arbeiten .
ABER ,ich habe es endlich geschafft der Motor läuft. Und wir cool er klingt . :rockout: :rockout: :fingerscrossed: :dance1: :jump:
Jetzt sind die startschwierigkeit endlich überwunden. Jetzt kann ich mich ans restaurien machen. .daumen-h1:

Noch eins was sind die TÜV Anforderungen für Motorräder , genau für Veränderungen am Rahme.
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Re: Kawasaki KZ 550 B

Beitrag von sven1 » 17. Jun 2018

Moin,

das ist ganz einfach. Das ist nämlich in großem Rahmen von deinem TÜV Prüfer abhängig wie bereit er ist deine Ideen überhaupt zu begutachten,
Also, zum TÜV Ing. deinesVertrauens fahren, mit Ihm deine genauen Umbaupläne besprechen (am besten anhand von Bildern zeigen was du vor hast.)
Dann werdet ihr euch schon einig was er für eintragungsfähig hält und was nicht.

Eingriffe in den Hauptrahmen gehen in 99,99 % der Fällle jedoch nicht.

Grüße

Sven
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Re: Kawasaki KZ 550 B

Beitrag von Mechaniker » 17. Jun 2018

jop stimme den Sven zu. Fahr zu deinen TÜV und sprich das mit den durch. Der muss es schließlich ja auch abnehmen...
(ich war bei sieben oder acht stück bis ich einen gefunden habe der mit meinen Plänen einverstanden war)
Kannst dich auch schon mal auf das Gespräch mit den vorbereiten und dich hier mal durchklicken.
https://www.caferacer-forum.de/viewforum.php?f=31
https://kickstarterblog.de/wp-content/u ... exikon.pdf
https://drive.google.com/file/d/1OGD7I5 ... GbLo2/view

Falls du kein bock auf lesen hast gibt es auch super Videos von einem Forumsmitglied :lachen1:



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