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Leistungssteigerung GN400/SP400

Verfasst: 15. Mai 2019
von Vince
Hey,
bin seit einiger Zeit am recherchieren welche Möglichkeiten bestehen um den Motor einer Suzuki GN400 leistungsstärker und spritziger zu bekommen.Da ich viel auf steileren Bergstrassen und Landstrasse unterwegs bin wäre ein plus an Drehfreudigkeit wünschenswert;)
Eine Veränderung des Ritzels wäre natürlich die einfachste Massnahme, welche aber keinen Einfluss auf die Motor-Charakteristik nimmt und nur eine Nuance an Bissigkeit verspricht.
Wie schaut es mit einer bearbeiteten Nockenwelle aus? Hab gesehen Megacycle bietet für die SP400 Nockenwellen an.Hat jemand damit Erfahrungen und was man noch beachten sollte?
Auch das Bearbeiten des Zylinderkopfs wäre eventuell eine Möglichkeit?! Dafür wurde mir ARP Racing bei Stuttgart empfohlen?!
https://www.abp-racing.de/zylinderkopfbearbeitung/

Das dieser Motor für Tuning nicht optimal ist und wahrscheinlich enorme Kosten anfallen, ist mir bekannt.
Kann man trotzdem etwas aus dem Einzylinder machen?

Freu mich auf eure Erfahrungen und Ratschläge.

Re: Leistungssteigerung GN400/SP400

Verfasst: 15. Mai 2019
von TortugaINC
Die Nockenwellen sind vergleichsweise human und können ohne weitere Änderungen verbaut werden. Flachschieber ist eine sinnvolle Sache, aber auch nicht gerade günstig. Kopfbearbeitung wird meiner Meinung nach bei der GN das Kraut nicht Fett machen. Kolben gibt es nicht.
Unterm Strich kommt man billiger, wenn man sich ne SR500 kauft und die dann tunt. Da gibt es extrem viel Tuningteile und Erfahrungswerte.
Ich selber hab auf eine SP500 mit DR650 Motor gesetzt- bei der SP400/GN400 klappt das nicht, zumindest nicht ohne weiteres.

Re: Leistungssteigerung GN400/SP400

Verfasst: 15. Mai 2019
von Vince
Dachte mir schon dass es wenig Sinn macht Geld in den Motor der GN zu stecken, wenn man mehr Power möchte:(

Vielleicht weis jemand einen alternativen "spritzigeren" Motor ,den man in einen GN400 Rahmen rein gebastelt bekommt.
Der 400er Motor sitzt doch schon recht knackig im Rahmen...

Re: Leistungssteigerung GN400/SP400

Verfasst: 15. Mai 2019
von TortugaINC
Viel Erfolgt dabei! Ich hab eine GN400 und eine DR400 und sehr gespannt darauf :)
VG

Re: Leistungssteigerung GN400/SP400

Verfasst: 16. Mai 2019
von scrambler66
Vince hat geschrieben:
15. Mai 2019
Eine Veränderung des Ritzels wäre natürlich die einfachste Massnahme, welche aber keinen Einfluss auf die Motor-Charakteristik nimmt und nur eine Nuance an Bissigkeit verspricht.
Bei hubraumschwachen Motoren wirken 3-4 Zähne mehr am Kettenrad Wunder, da diese meist viel zu lang übersetzt sind :wink: Autobahnen sollte man dann natürlich meiden.

Re: Leistungssteigerung GN400/SP400

Verfasst: 16. Mai 2019
von nanno
Tunen kann man alles - Flachschieber und Nocke sind auf jeden Fall ein guter Anfang. Optimierungen an der Quetschkante sind sicher auch möglich, aber dazu müsste man die Ausgangslage und die Problemfelder des Motors ein bissl besser kennen.

Die Frage ist halt immer: was ist das monetäre und zeitliche Budget und was ist der Anwendungsfall?

LG
Greg

Re: Leistungssteigerung GN400/SP400

Verfasst: 16. Mai 2019
von Bambi
Hallo zusammen,
von Übersetzungsänderungen halte ich bei der GN nicht viel. Wenn ich mit unseren bei ca. 5.500 U/min und ca. 110 km/h unterwegs bin möchte ich immer wieder mal in den 6. Gang schalten ... der nicht da ist.
Eine gute Übersetzungsänderung ist der Wechsel des 4.60-er Hinterreifens auf 120/90 - 16. Der ist sichtbar dicker und verlängert die Übersetzung spürbar. Vorher hatte man bei 110 km/h über 6.000 U/min anliegen. Das fühlte sich beim Mitschwimmen im Verkehr durchaus etwas angestrengt an. Die Sprint-Eigenschaften leiden nicht spürbar, nur am Berg muß man gelegentlich ein bißchen früher runterschalten.
Mit abp-racing hatte ich wegen deren Vergaser-Angeboten vor Jahren mal ein unfreundliches Telefon-Gespräch. Aber das ist gewiß um die 15 Jahre her ...
Schöne Grüße, Bambi

Re: Leistungssteigerung GN400/SP400

Verfasst: 16. Mai 2019
von pablo99
servus

also wenn ihr über 5500 oder 6000 touren sprecht, würde ich tatsächlich über bessere nocken nachdenken.
das scheint mir doch etwas wenig.
vergleichsweise sackt die sr500 serienmässig ab 6500 touren ab und mit meiner gw3 nocke drehe ich jetzt bis 8000 frei durch (höher geht auch aber ab 8500 leidet der ventiltrieb extrem)

beim thema vergaser kann ich auch einen vergleich ziehen.
meine sr500 (gw3 nocke, 49er einlass-ventil, kopf geportet) fahre ich mit 38er mikuni flachi (von dr600) entsprechend würde ich die gn400 mal mit nem tm36 beatmen. das dürfte klappen. diese vergaser tauchen immer wieder mal gebraucht für vernünftiges geld auf. (such-agenten schalten).

wichtiger scheint mir aber das nocken-thema. gibts da brauchbares material?

kosten für kopf porten, quetschkante, etc. dürften plus/minus immer die gleichen sein (egal welcher singel-kopf es ist), aber ich stimme zu dass es ggf. leichter/günstiger ist eine sr500 zu nehmen weil mehr material und know-how zur verfügung steht. das sr-forum ist dahingehend unschlagbar.

rock on
pablo

Re: Leistungssteigerung GN400/SP400

Verfasst: 16. Mai 2019
von TortugaINC
Ist eine Frage der Relation. Nocke und Vergaser Kosten in Summe locker 500 Euro + Arbeit fürs einbauen und abstimmen und bringt mit viel Glück 5 PS.
Eine GN kostet zwischen 500-1000Euro. Muss man fürs sich selbst entscheiden, ob es einem das Wert ist. Nocke kann man auch umarbeiten lassen, kostet aber auch sein Geld. Meine SP500 wiegt kaum mehr als eine GN, hat aber mit dem 650 Motor min. 45 PS, die haltbar sind bei einem Motor, für den es noch Ersatzteile gibt. Ähnlich bei er SR. Teile für den GN Motor sind generell Rar, deswegen würde ich den Motor fahren wie er ist und mich daran erfreuen. Wie gesagt; meine persönliche Meinung.

Re: Leistungssteigerung GN400/SP400

Verfasst: 16. Mai 2019
von Bambi
Hallo pablo, hallo zusammen,
die angegebenen Drehzahlen bezogen sich auf mein normales Reisetempo und sollten lediglich den Vergleich des Hinterreifengrößen-Einflusses untermauern. Die GN darf bis 8.000 U/min drehen. Ich selbst (1,70 m und mit Moped-Klamotten 110 kg +) sehe bei einer gut laufenden GN 400 max. 125 km/h auf dem Tacho, Iris (1,60 m und voll aufgerödelt 40 kg leichter als ich) hat schon 140 (und ca. 1.000 U/min mehr) auf der gleichen Maschine gesehen. Allerdings ist die Serienstreuung bei den GNs sehr groß. Wir hatten schon behäbige Motoren, die jedoch mein Reisetempo nach Erreichen durchgängig hielten und spritzigere und damit schnellere, die aber schon bei leichten Steigungen nach dem Schaltfuß riefen. Das Gleiche gilt auch für die verbauten Vergaser. Unsere aktuelle GN nimmt sich bis zu 4,5 Litern auf Hundert. Der bisher Beste unserer Vergaser, erprobt an 2 unserer GNs, begnügt sich mit 3,3 Litern. Das sind über 50 km mehr bis zum Umschalten auf Reserve.
Hinsichtlich der Kosten-/Nutzungsfrage bin ich bei Tibor (Tortuga). Wobei ich immer noch davon träume mal einen Motor richtig gewissenhaft und pingelig aufzusetzen. Aber ich fürchte, dazu reichen meine motorbautechnischen Fähigkeiten nicht.
Schöne Grüße, Bambi