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Gewinde Reparieren Bremssattel

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YamahaRalle
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Re: Gewinde Reparieren Bremssattel

Beitrag von YamahaRalle »

grumbern hat geschrieben: 16. Sep 2020 Wie gesagt, liegt es da eher am Elektrolyt, als an der Paarung. Hätte Dir mit verzinkten Schrauben ebenso passieren können und ist auch schon mehr wie einmal passiert.
Gruß,
Andreas
Ich habe verzinkte Schrauben x-mal aus Vergaserbatterien nicht lösen können da sich die beiden Materialien nicht miteinander vertragen haben und diese anschließend erstzt und mit Kupferpaste wieder eingeschraubt.

Das würde ich natürlich nicht beim Bremssattel machen, das mit der Kupferpaste!

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Ratz
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Re: Gewinde Reparieren Bremssattel

Beitrag von Ratz »

Ja, haste schön dein Fett abbekommen!
VA ist Teufelszeug und je nach dem nicht mal wirklich rostfrei. Bei mir bleiben aber immer paar Titanschrauben übrig von Motorrädern die sich in Luft auflösen.

Zum Entgraten von gekürzten Schrauben. Ich drehe da immer eine Mutter auf die Schraube bevor ich was Kürze und anfase. Letztendlich ist die Mutter beim runterschrauben das Maß der Dinge das über Hot oder Schrott entscheidet. Wie ich hier lese haben anscheinend alle M10x1,25er Muttern in der Kiste liegen? Also ich habe da ..... keine Einzige!

Somit sei Ihm doch der Fehler wohl verziehen und mit nem geraden Loch bohren hat das jetzt auch nicht viel zu tun.

Helicoil, hab ich noch nicht gebraucht. Würde ich aber immer mit Loctite einkleben (das Helicoil, nicht die Schraube) und geht auch bestimmt am Bremssattel, warum auch nicht?
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cafetogo
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Re: Gewinde Reparieren Bremssattel

Beitrag von cafetogo »

Ich frag mich eher was da für Bremszange dran ist ? 6 Kolben oder was :roll: Da kostet doch die Rezeptur mehr wie ein gebrauchter sattel :dontknow:

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DonStefano
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Re: Gewinde Reparieren Bremssattel

Beitrag von DonStefano »

YamahaRalle hat geschrieben: 16. Sep 2020 Bestellt im Netz, aus China mit ein paar Wochen Lieferzeit!!
Aber erklär mir warum keine VA Schrauben an einem Bremssattel??
DonStefano hat geschrieben: 16. Sep 2020
YamahaRalle hat geschrieben: 15. Sep 2020 Ich habe eine Nagelneue V2A innensechskantschraube gekürtzt da ich zu lange bekommen habe.
Damit die beim Einschrauben nicht an die Bremsscheiben anschlagen,
habe ich die gekürtzt und anschließend so gut es ging entgratet. :hammer:
Offensichtlich nicht gut genug....... erst ging die Schraube leicht herein dann aber fast garnicht mehr raus.
Dann hab ich das Gewinde nachgeschnitten und alles schien gut zu sein. :oldtimer:
Ich konnte die Schraube nicht mehr mit dem vorgeschriebenen Drehmoment von 35 NM anziehen. :daumen-r:
Das wars denn. :hammer:
Was hat denn eine VA Schraube an der Bremssattelbefestigung zu suchen?

Auch interessant wäre, wo Du Edelstahl in Feingewinde herbekommst...
Hallo Ralf,

im zitierten Text findest Du die Begründung.
Im Link ist eine Tabelle, die das nochmals verdeutlicht. Ausser glänzen und nicht rosten können die Schrauben nichts wirklich gut.
Eine im Vergleich 4.6 fliegt bei mir sofort in die Tonne, die dreh ich noch nicht mal in meine Schubkarre.

"• Keine Edelstahlschrauben ohne Kopfbeschriftungen verwenden! Bei fehlender Bezeichnung besteht der Verdacht, dass irgendwelches weiches Material verwendet wurde. Genau so denken auch Kfz-Prüfer – was dann vielleicht zu Problemen bei der nächsten HU führen kann.

• Nur Edelstahlschrauben mit mindestens Festigkeitsklasse 70, besser 80 verwenden.

• Vorsicht bei Edelstahlschrauben an stark vibrationsbelasteten Elementen.

• Niemals 10.9-Schraubenverbindungen (oder noch höhere) durch Edelstahlschrauben ersetzen!"

https://motorrad-gespanne.de/files/schraubentab.jpg

Gruß, Stefan
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YamahaRalle
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Re: Gewinde Reparieren Bremssattel

Beitrag von YamahaRalle »

Hallo Stefan,
danke für deine Infos, also die Schrauben haben die richtigen Festigkeitsklassen die dort eingebaut habe.
Da hab ich schon drauf geachtet, ich hab das mit dem vermackeltem Gewinde einfach selbst verursacht und das Ärgert mich selber auch.
Die anderen 2 Bremssättel habe ich auch gegen solche ersetzt und sind mir 35 NM angeschraubt, also sollte das auch scheinbar gehen.
Die Edelstahlschrauben finde ich halt optisch deutlich schöner als meine alten zum Teil ziemlich verrosteten ,
und ich wollte alles auf Innensechkant umrüsten was ich fast komplett geschafft habe, ausser die Motorschrauben.
Danke euch allen für die umfangreichen Infos, ich lerne halt noch in vielen Bereichen dazu.
Aber dazu gibt es dieses Forum das man dann Hilfe bekommt wenn man sie braucht.
Gruß Ralf

YamahaRalle
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Re: Gewinde Reparieren Bremssattel

Beitrag von YamahaRalle »

Ratz hat geschrieben: 16. Sep 2020 Ja, haste schön dein Fett abbekommen!
VA ist Teufelszeug und je nach dem nicht mal wirklich rostfrei. Bei mir bleiben aber immer paar Titanschrauben übrig von Motorrädern die sich in Luft auflösen.

Zum Entgraten von gekürzten Schrauben. Ich drehe da immer eine Mutter auf die Schraube bevor ich was Kürze und anfase. Letztendlich ist die Mutter beim runterschrauben das Maß der Dinge das über Hot oder Schrott entscheidet. Wie ich hier lese haben anscheinend alle M10x1,25er Muttern in der Kiste liegen? Also ich habe da ..... keine Einzige!

Somit sei Ihm doch der Fehler wohl verziehen und mit nem geraden Loch bohren hat das jetzt auch nicht viel zu tun.

Helicoil, hab ich noch nicht gebraucht. Würde ich aber immer mit Loctite einkleben (das Helicoil, nicht die Schraube) und geht auch bestimmt am Bremssattel, warum auch nicht?
Hallo Ratz,
eine M10x1,25 ist auch sehr schwer zu bekommen, erstrecht wenn man so wie ich diese in Innensechkant haben möchte.
Diese Gewindesteigeung ist auch nicht gerade gang und gäbe, bei meinen Japanern (4 Stück) nur am Bremssattel zu finden.
Ich habe ziemlich lange gescuht um die zu finden.
Entweder sind es die normalen Metrischen mit 1,5er Steigung oder es sind Feingewinde mit 1,0er Steigung (bei M10).
Danke nochmal für deine Tipps.
Gruß Ralf

YamahaRalle
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Re: Gewinde Reparieren Bremssattel

Beitrag von YamahaRalle »

cafetogo hat geschrieben: 17. Sep 2020 Ich frag mich eher was da für Bremszange dran ist ? 6 Kolben oder was :roll: Da kostet doch die Rezeptur mehr wie ein gebrauchter sattel :dontknow:
So moderne Sättel hat dieses über 30Jahre alte Motorrad noch nicht, es hat 2 Kolben Sättel wie sie original hatten.
Die reparaturkosten hielten sich in Grenzen, pro Sattel unter 30 €
Gruß Ralf

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f104wart
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Re: Gewinde Reparieren Bremssattel

Beitrag von f104wart »

YamahaRalle hat geschrieben: 17. Sep 2020 eine M10x1,25 ist auch sehr schwer zu bekommen, erstrecht wenn man so wie ich diese in Innensechkant haben möchte.
Diese Gewindesteigeung ist auch nicht gerade gang und gäbe, bei meinen Japanern (4 Stück) nur am Bremssattel zu finden.
M10x1,25 ist sehr wohl ein gängiges Gewinde und es hat einen guten Grund, warum an Bremsen und anderen wichtigen Verbindungen am Moped Fein- und kein Regelgewinde mit 1,5er Steigung (bei M10) eingesetzt wird.

Das Zauberwort bei Feingewinde heißt "höhere Selbsthemmung". Ausserdem ist der Kerndurchmesser des Gewindes größer und damit steigt die Belastbarkeit der Schraube.

Warum man da unbedingt Innensechskantschrauben rein machen möchte, ist mir ein Rätsel. Besonders dann, wenn man sich Gedanken um Korrosion und die Lösbarkeit einer Schraube macht. :? :dontknow:

Der einzige Vorteil, den eine Iskt-Schraube bietet ist der, dass man den Bohrer zum Rausbohren besser zentrieren kann, wenn der 6kant im Kopf rundgenudelt ist. :roll:
Gruß Ralf


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sven
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Re: Gewinde Reparieren Bremssattel

Beitrag von sven »

YamahaRalle hat geschrieben: 17. Sep 2020 ... eine M10x1,25 ist auch sehr schwer zu bekommen, bei meinen Japanern (4 Stück) nur am Bremssattel zu finden.
Bei Yamaha haben alle 10er Schrauben 1,25er Steigung (oder weniger).

Gruß
Sven
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grumbern
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Re: Gewinde Reparieren Bremssattel

Beitrag von grumbern »

Oh ja...

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