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Yamaha» Nannos Traktor (Alltags-TR1)

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nanno
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Re: Yamaha» Nannos Traktor (Alltags-TR1)

Beitrag von nanno » 19. Jul 2020

Der Brite in mir sagt "Tongue in cheek" zu sowas und ja... wird lustig, wir schenken uns alle nix.
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nanno
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Re: Yamaha» Nannos Traktor (Alltags-TR1)

Beitrag von nanno » 25. Jul 2020

... der geneigte Leser darf sich heute Abend am Blog (ab 20 Uhr) auf einen Post zum Thema, warum ist meine Trommelbremse nach dem Belagwechsel Mist und was kann ich dagegen tun, freuen!
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Re: Yamaha» Nannos Traktor (Alltags-TR1)

Beitrag von 1kickonly » 25. Jul 2020

Jo, da bin ich mal gespannt.....(leicht abweichendes Thema: "warum ist meine GT750 Trommelbremse an der TR1 Mist und was kann ich dagegen tun?)

LG
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nanno
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Re: Yamaha» Nannos Traktor (Alltags-TR1)

Beitrag von nanno » 31. Jul 2020

Man nehme: Eine (in meinem Fall hintere TR1-)Trommelbremse, die ziemlich bescheiden bremst, analysiere die Situation und erinnere sich dran, dass das alles früher* viel besser war.

* Früher war alles besser, aber das war vor dem Bremsbelagwechsel, weil ich die alten Bremsbeläge eingefeilt hab. Und weil ich das jetzt eh wieder machen muss, hab ich ein paar Fotos gemacht.

Ausgangslage: Bremsankerplatte mit Belägen.

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Wenn man sich die Beläge anschaun, dann siehts so als würden die eigentlich ja eh schön auf der ganzen Fläche tragen...

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Also, zeichnet man eine Linie mit TAFEL-Kreide (nix Öl- oder Fett-haltiges - wer jetzt nach dem warum fragt, sollte evt. die Finger von Bremsen lassen) der Länge nach über den Belag, setzt alles zusammen dreht das Rad und betätigt leicht die Bremse. Anhand von den Punkten/Fläche sieht man dann, wo der Bremsbelag wirklich die Trommel berührt. Und wie man hier sieht... nicht recht viel.

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Und jetzt kommt der Teil, den man erklären muss: Genau dort setzen wir mit der Hand- oder Elektrofeile an und feilen ein bissl was weg. Da meine Beläge generell etwas verglast bzw. verstaubt waren, bin ich dann im zweiten Anlauf auch einmal über den ganzen Belag drüber. Warum feilt man, wo es sich berührt? Ganz einfach, weil man Beläge nicht dicker feilen kann...

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Bild

Jetzt bauen wir das Ganze wieder zusammen und probieren es aus. Und wir sehen, in der Mitte haben wir ein bissl zuviel weggenommen, weil jetzt trägts hinten bzw. außen. Also feilen wir im nächsten Durchgang (ganz leicht) über die Kontaktpunkte drüber.

Bild

Und wenn man bei ca. diesem Bild gelandet ist, dass sich die Kontaktpunkte schön zu verteilen beginnen, dann kann man es gut sein lassen, weil dann wird (nach einer Einlaufzeit), der ganze Belage tragen.

Bild

... ich geh dann trotzdem immer noch einmal drüber, weil auf der zweiten Backe war das Tragbild noch nicht ganz so schön.
Bild

Vorsichtig gesagt können wir jetzt davon ausgehen, dass die Beläge so gut sind, wie es eben aktuell geht. (Achtung, wer so wie ich mehrere Felgen hat, sollte sich angewöhnen da Paare zu bilden, die zusammengehören, sonst macht man das je nach Verschleiß - ich hab hier TR1-Hinterräder mit 20-30Tkm und mit 150-160Tkm - öfter als einem lieb ist. :mrgreen: )

Wo man jetzt noch sehr viel rausholen kann, ist beim Bremshebel. Ein etwas übertriebener Zustand bei voll getretener Bremse. (Den Körnerpunkt ignorieren, die Welle stammt aus einem anderen Moped.)

Bild

Für maximale Wirksamkeit sollte es aber so sein, dass der Bremshebel 90° zum Seilzug/Gestänge steht, wenn man richtig reinsteigt.

Bild

Desweiteren hilfts halt schon, wenn die Sachen gut geschmiert sind... (Zustand nach einem guten Jahr Alltagsfahrerei bei jedem Wetter.)

Bild

Ich nehm für die Welle gern Moly-Fett und auch über den Nocken fahre ich einmal mit der Polierschiebe (ja ich besitze wirklich sowas) und dann mit dem fettigen Finger drüber.

Bild

Und hier dann noch ein kleiner Nachschlag (noch gut 70-80km) - die Pflege der Ankerplatte hab ich nämlich am Folgetag gemacht - So schaut dann eine Bremse aus, wenn sie beginnt ganz gut zu tragen. Und nur als Vorwarnung für Nachbauer: diese Trommel hat sich von "naja, kann man verwenden, aber muss man nicht" zu "ui, bei 70 im Nassen steht das Hinterrad, wenn man reinsteigt" gemausert.

... und damit sollte ich morgen in der Lage sein, auch wieder mit der aktuellen SuperAdventure mitbremsen zu können. :mrgreen:

Die Version am Blog, weil schon vor einer Woche geschrieben, weicht naturgemäß etwas ab: https://greasygreg.blogspot.com/2020/07 ... rakes.html
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Re: Yamaha» Nannos Traktor (Alltags-TR1)

Beitrag von grumbern » 31. Jul 2020

Sehr gut erklärt! Eine Möglichkeit -wenn man das Gerät hat- ist auch, die Beläge leicht vorgespannt erst mal abzudrehen, um sie schon mal rund zu bekommen, oder überhaupt erst in die Trommel rein - ging bei mir nämlich vorher nicht!

Ein alter Trick ist auch, in die Bremstrommel mit doppelseitigem Klebeband Schmirgelleinen einzukleben und bei drehemdem Rad ganz leicht und progressiv Druck auf die Bremse zu geben. Auch dadurch schleift sich der Belag passend zur Trommel "rund". Gemacht habe ich das selbst aber noch nicht. Alleine, weil die von Dir gezeigte Methode so verführerisch schnell und einfach ist ;)
Gruß,
Andreas

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Re: Yamaha» Nannos Traktor (Alltags-TR1)

Beitrag von nanno » 31. Jul 2020

Damit das mit dem Schleifpapier geht, braucht man halt schon recht untermaßige Beläge. Bei der TR1 ist mit neuen Belägen max. 1mm auf den Durchmesser Luft.

Bei der Jawa hab ich das mit gutem Erfolg vor Jahren probiert... Nur den Kleber wieder rauszukriegen war eine Herausforderung für sich, ich hab nämlich Sprühkleber genommen. Aber das ist eine andere Geschichte...
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Re: Yamaha» Nannos Traktor (Alltags-TR1)

Beitrag von Actionandi » 31. Jul 2020

Klasse, das werde ich bei der 750er mal machen.
Da ist die Hinterradbremse nämlich aktuell nur nettes Beiwerk.
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Re: Yamaha» Nannos Traktor (Alltags-TR1)

Beitrag von nanno » 31. Jul 2020

nanno hat geschrieben:
31. Jul 2020
Und hier dann noch ein kleiner Nachschlag (noch gut 70-80km) - die Pflege der Ankerplatte hab ich nämlich am Folgetag gemacht - So schaut dann eine Bremse aus, wenn sie beginnt ganz gut zu tragen. Und nur als Vorwarnung für Nachbauer: diese Trommel hat sich von "naja, kann man verwenden, aber muss man nicht" zu "ui, bei 70 im Nassen steht das Hinterrad, wenn man reinsteigt" gemausert.
Das Foto wollte nicht rein in den Post:

Bild
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Re: Yamaha» Nannos Traktor (Alltags-TR1)

Beitrag von TortugaINC » 31. Jul 2020

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Re: Yamaha» Nannos Traktor (Alltags-TR1)

Beitrag von nanno » 2. Aug 2020

nanno hat geschrieben:
19. Jul 2020
Der Brite in mir sagt "Tongue in cheek" zu sowas und ja... wird lustig, wir schenken uns alle nix.
... and -255* f*cks were given that day. War eine herrliche Ausfahrt. Die TR1 kann sehr viel weiter, als es die StVO vorsieht, mit der SuperAdventure mithalten, aber die richtige Gefahr ist die 890er Duke R - das Ding ist leicht UND hat Wumms. Die optimierten Bremsen bei der TR1 sind eine Macht, mehr sag ich dazu ned.

*-255 weil wir hier einen Überlauf haben - Programmiererwitz.
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