Yamaha» Nannos XS-Triple-Gespann

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nanno
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Re: Yamaha» Nannos XS-Triple-Gespann

Beitrag von nanno » Sa 10. Feb 2018, 09:59

So, ewig nix geschrieben, was nicht heißt, dass nix passiert ist, aber das eigene Studium vorantreiben, bei einer Diplomarbeit mitbetreuen und "general life got in the way", sorgen dafür, dass ich zwar noch am Blog gepostet hab, aber irgendwie das Posten hier im Forum untergegangen ist.

Insgesamt hab ich noch ein bissl Spaß mit den Vergasern gehabt, wenn auch mehr aus eigener Blödheit: Man soll halt nicht Vergaser synchronisieren, wenn einer der Ansaugstutzen eingerissen ist.

Es ist ja jetzt nicht so, dass ich 20 Jahre alte Ansaugstutzen auf meiner XS draufgelassen hab, nein... ich hab neue montiert vor ca. einem Jahr, aber irgendwie waren die nicht ganz das Gelbe vom Ei:

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Außerdem hat sich mein Motorentlüftungsfilter genau dort von seinem "Schlauch-Adapter" gelöst, wo die zwei verpresst waren. Ein bisserl Kontaktkleber hat dieses Problem jetzt schon für gut 1000km behoben.

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Dann bin ich noch mal über die Zündung drüber und hab den Fliehkraftversteller noch mal zerlegt, gereinigt und geölt, mit dem Effekt, dass die mechanische Zündzeitpunktverstellung nun nicht mehr gänzlich nach dem Prinzip Zufall funktioniert. Die Federn sind vielleicht schon ein bissl schwach, was sich das eine oder andere PS kostet, aber dafür hat die Grundplatte jetzt ordentliche Inbusschrauben anstelle vom Metallimitat, dass vorher drin war.

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Und dann hab ich die Nadeln wieder auf die mittlere Position zurückgehängt und noch etwas größere Hauptdüsen (175er) eingebaut. Der Verbrauch ist mittlerweile, trotz mehrerer Vollgastests und Fahrten vom Prinzip "es ist schon 5-nach-8-und-ich-wollte-um-8-dort-sein-und-nicht-erst-wegfahren" schon auf 8.5L gesunken, was insgesamt ein recht respektabler Wert ist für ein Fahrzeug, das so schwer ist und einen CW-Wert hat wie ein Scheunentor.

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Mehr wie üblich hier: http://greasygreg.blogspot.co.at/2018/0 ... nlets.html

Ansonsten betreue ich gerade noch einen XT600-Motor und ein kleines SR500-Projekt und letzteres wird jetzt auch noch einen kleinen Thread erhalten, weil ich eigentlich hoffe, dass mir jemand das gute Stück abnimmt, mich von selbigem erlöst, bevor mir allzugroßer Blödsinn einfällt. Ich hab da nämlich ein paar Bilder gesehen...
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Re: Yamaha» Nannos XS-Triple-Gespann

Beitrag von lenfau » So 11. Feb 2018, 13:38

Die Ansaugstutzen waren aber nicht zufällig die günstigen von cruzinimage aus dem land der aufgehenden sonne? :?

nanno hat geschrieben:
Sa 10. Feb 2018, 09:59


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und wo ich gerade das bild sehe fällt mir auf, dass ich winkelgetriebe rumliegen hab, bei denen der Entlüftungsstutzen "blind" ist. also im prinzip einfach ne kappe drauf. läuft da die entlüftung vom winkeltrieb irgendwo übers gehäuse? du hast da denke ich mehr erfahrung als ich :dontknow:
Grüße,
Lenhard

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Re: Yamaha» Nannos XS-Triple-Gespann

Beitrag von nanno » So 11. Feb 2018, 22:45

Servus Lenhard,

nein, das waren die "teuren" von Tourmax. Die neuen auch wieder. Mal schaun wie lange die halten, solche Probleme hatte ich vor knapp 10 Jahren (lt. meinem alten Motorrad-Wartungs-Tagebuch) auch 1-2 mal, dann hab ich damals einen Satz erwischt, der beim neuen Besitzer bis heute hält. Wo das Winkelgetriebe hin entlüftet, wenn es keinen Entlüfter oben hat, da muss ich passen. Irgendwohin muss es aber entlüften, sonst würde es durch den sich aufbauenden Druck irgendwann den Simmering raushaun.

LG
Greg
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Re: Yamaha» Nannos XS-Triple-Gespann

Beitrag von lenfau » Mo 12. Feb 2018, 00:28

nanno hat geschrieben:
So 11. Feb 2018, 22:45
nein, das waren die "teuren" von Tourmax. Die neuen auch wieder. Mal schaun wie lange die halten, solche Probleme hatte ich vor knapp 10 Jahren (lt. meinem alten Motorrad-Wartungs-Tagebuch) auch 1-2 mal, dann hab ich damals einen Satz erwischt, der beim neuen Besitzer bis heute hält.
dann bin ich mal gespannt, was mein satz für 15€ taugen kann.
nanno hat geschrieben:
So 11. Feb 2018, 22:45
Wo das Winkelgetriebe hin entlüftet, wenn es keinen Entlüfter oben hat, da muss ich passen. Irgendwohin muss es aber entlüften, sonst würde es durch den sich aufbauenden Druck irgendwann den Simmering raushaun.
das hab ich mir nämlich auch gedacht. dann werd ich mir die sache nochmal genauer ansehen.
Grüße,
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Re: Yamaha» Nannos XS-Triple-Gespann

Beitrag von nanno » Di 13. Feb 2018, 12:17

So schlecht wird der schon nicht sein. Ich hab aber auf jeden Fall die 25 Jahre alten Originalstutzen noch mal aus dem Müll gefischt, die waren nämlich auch rissig, aber nicht durchgerissen...
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Re: Yamaha» Nannos XS-Triple-Gespann

Beitrag von nanno » So 4. Mär 2018, 09:08

Weil es ja den schönen Thread gibt: "Wer fährt denn noch" - hier meine Antwort, inkl. ein paar Bildern für das "wie lebt es sich mit einem 41 Jahre alten Motorrad im Alltag".

Kalt. Sehr kalt. Ich war jetzt zwei Wochen auf halb Urlaub, halb Forschungsreise in Kambodscha unterwegs und habe mich an Temperaturen so zwischen 35 und 40 Grad auf der angenehmen Seite des Thermometers erfreut. Zurück in Wien waren es Minus 12 in der Stadt, in Linz am selben Tag dann -15.

Am nächsten Tag waren einige Besorgungen zu machen und die Frage war: geht das mit dem Gespann, vorallem wenn es seit 2 Wochen unbewegt in der Kälte steht.

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Und ja, ich schimpfe nie wieder über die (im Sommer) viel zu fetten Chokes. Kurzes Orgeln mit Choke halb gezogen: 1-2 Huster, kurzes Orgeln mit Choke halb gezogen und etwas Gas: 2-3 Huster. Choke voll gezogen (und schon überlegt, ob meine Holde mit dem Auto in der Arbeit ist oder nicht): BrrrrrRRRROOOOOOOOOOOm.

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Da vielleicht 1-2 Startversuche mehr nötig waren, als die Textpassage da oben andeutet :mrgreen: , aufs Moped gehüpft und mal ca. 30km gefahren um die Batterie gut durchzuladen. Dabei ist mir dann auch gleich mal aufgefallen, dass ich die Entlüftung vom hinteren Endantrieb ändern muss, weil offensichtlich Wasser ins Öl gekommen ist und der Endantrieb "überkocht" durch die Entlüftung. (Nein, alleine vom Stehen kann es nicht kommen, weil das Moped recht wettergeschützt steht!)

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Zum Schluss noch von mir ein kleines Foto um zu zeigen, was der Mann von Welt diese Wintersaison so trägt: Ich nennen es den Hobo-chic, frankophile würden es vermutlich als "Clochard motocycliste" bezeichnen. Das da wären: eine uralte Spidi-Motorradjacke mit zwei Innenfuttern übereinander (Größe XXXL). Als Helm ein alter Shoei Raid2, mit Doppelvisier, Sturmhaube aus dem Ski-Sport (gefütttert, deswegen auch der alte Helm, da ist das Futter schon etwas geschrumpft) und am Oberkörper normale Oberbekleidung plus ein zusätzlicher Fleecepulli (alles in allem 4 Schichten, so kann man die Temperatur recht gut steuern).
Südlich vom Äquator werden bis ca. 0 Grad ganz normal Lederhosen (Lederjeans) mit langen Unterhosen getragen und als Schuhwerk, 2er vom Bundesheer, normale Socken und da drüber dicke (Bundesheer) Schaffswollsocken.
Dank der Lenkerstulpen, sind die Anforderungen an die Handschuhe recht überschaubar, wie es jetzt ganz kalt war, hab ich ca. 10 Jahre alte 3-Finger-Handschuhe vom HG angehabt, ansonsten meine ganz normalen Übergangszeit-Lederhandschuhe. (Ich habe keine Griffheizung, obwohl bei gemessenen -12, wäre es zwar noch nicht nötig aber phasenweise sicher schon angenehm gewesen.)

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Die englische Version davon ist wie üblich am Blog zu finden: http://greasygreg.blogspot.co.at/2018/0 ... -with.html
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Re: Yamaha» Nannos XS-Triple-Gespann

Beitrag von nanno » Mo 2. Apr 2018, 09:34

Ein paar Leute haben sich sicher (berechtigterweise) gefragt, was ein Gespann mit CafeRacern zu tun hat. Und ich hab immer wieder gesagt, ich mag meine Mopeds flott. Und, es gibt keine (bezahlbaren) Flachschieber für die XS750/850. Also hab ich mir da was umgebaut, weil ich mir gedacht hab, dass das eh halbwegs einfach gehn wird. :lachen1:

Man nehme den nicht unbekannten 32er oder 33er Flachschieber von einem Yamaha-Schneemobil.

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... und stelle fest, dass der viel zu breit ist und sich eigentlich auch noch höchsten 3-4mm schmäler machen lässt, ohne dass man die Flex, die Fräse, die Drehbank und vorallem das Hirnkastl anschmeißt. (An diesem Punkt hab ich mir vor knapp 7 Jahren die Unterdruckvergaser von der Triumph geholt und beschlossen, dass ich mich ein anderes Mal an die "echten" Flachschieber mache...) Gebraucht werden aber mehr als 25mm. Das geht nur, wenn man alle Benzinschlauchanschlüsse abflext, alle Gussnasen niederfräst und dann mit Hydraulikanschlüssen weiterarbeitet.

Hat man die Anschlüsse entfernt, stellt man fest, dass es sich immer noch nicht ausgeht, außer man verlegt die Anschlüsse der äußeren Vergaser nach außen und lässt nur beim mittleren Vergaser die Anschlüsse zwischen zwei Vergasern. Zu dem Zweck muss man den Benzinkanal hinter dem Schwimmernadelventil der Länge nach durchstoßen und dann auf der Seite wo früher der Anschluss war ein M5 Gewinde schneiden. Weil dann aber wieder zu wenig Platz ist, machts Sinn, dann auf der Fräse den Sitz für die Schraube nach innen zu verlegen, damit der Schraubenkopf der Inbusschraube (mehr oder minder) plan mit dem Gehäuse ist.

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Auf der Seite wo vorher kein Benzinschlauch war, war eine Gussnase, die musste weg, weil soviel Platz haben wir nicht. Hab ich schon mal erwähnt, dass es ein bisserl eng zugeht? :unbekannt:

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Nehmen wir einfach an, ich hab alles soweit niedergefräst, wie es nötig war und dann stellt man fest, dass einfach nicht genug "Fleisch" für die M8x1.00 Hydraulik-Hohlschrauben ist um ein Gewinde ins Gehäuse zu schrauben. :banghead: An dem Punkt bin ich schon fast automatisch zur Drehbank gedackelt und hab Adapter gedreht. (M6-Hohlschrauben bzw. vorallem die Ringösen sind hier in Linz nicht zu kriegen.)

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Anpassen, ausdistanzieren, Gewinde schneiden in die Schieberwelle und alles wieder zusammenstecken war dann schon fast ein Klacks. Das Choke-Gestänge war tatsächlich so einfach wie es ausschaut, das ist ein simples 4mm Edelstahlstangerl auf der Bandsäge auf die korrekte Länge gekürzt.

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Dafür wenn sie mal montiert sind, schaut das Ganze umso besser aus...

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Und klingt dann so: (Da waren noch nicht mal die Schieber synchronisiert, nur Pi-mal-Schnauze Haupt- und Leerlaufdüsen reingeworfen und das hat auf Anhieb funktioniert!)



Alles in allem waren es ca. 15h Arbeit, vorallem weil einfach immer wieder nachzubessern war. Wenn man M6-Hohlschrauben und Ringösen kriegt, dann kommt man ohne Drehbank aus, das Überfräsen der Gehäuse ist aber unerlässlich.

Auf meinem Blog ist das ganze in einer NOCH längeren Fassung zu lesen, wobei dort bis jetzt nur der erste Teil steht. Wenn ihr das lest, steh' ich vermutlich grad an der Drehbank und mache Adapter-Hohlschrauben die einen 8mm-Bund und ein M6 Gewinde haben, damit ich die Alu-Adapter eliminieren kann.

Ich werde demnächst auch noch den zweiten Flachschiebervergasersatz den ich liegen hab' umbauen und zum Verkauf anbieten und das selbe gilt für die alten VM36-Vergaser (nach einer Reinigung). Aja, und weil wer sagen wird: Ahaaaaa, die VM36 haben nicht ordentlich funktioniert, deswegen tauscht er! Nein, ganz und gar nicht, aber ich brauch beim Gespann Leistung von unten und nicht (wirklich) Spitzenleistung, deswegen die kleineren Vergaser. Wer Interesse an einem Satz Flachies oder den VM36 hat, meldet sich mit einem kleinen Preisvorschlag per PN.

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Re: Yamaha» Nannos XS-Triple-Gespann

Beitrag von Bambi » Mo 2. Apr 2018, 23:49

Greg,
Du bist so (klasse!) bekloppt!
Schöne Grüße, Bambi
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Re: Yamaha» Nannos XS-Triple-Gespann

Beitrag von nanno » Di 3. Apr 2018, 07:13

Danke, aber ich glaub, das gesuchte Wort lautet: stur. :oops:

Ich hab mir diese blöden Vergaser in den Kopf gesetzt und jetzt krieg' ich die auch zum Laufen... (Außerdem war die erste Probefahrt schon mehr als verführerisch!)
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Re: Yamaha» Nannos XS-Triple-Gespann

Beitrag von nanno » Mo 9. Apr 2018, 08:05

In der IT-Industrie gibts den Ausdruck des "Feature Creep", was soviel heißt wie, wenn man (zu?) lange an einem Projekt arbeitet, werden "nebenbei" einen Haufen extra-Features eingebaut, die im Normalfall von der Zielgruppe gar nicht goutiert werden.

Hab ich jetzt bei den Flachschiebern auch gemacht. :oops:

Man nehme: eine 10mm Alu-Stange, damit man den Vergaserschieber vom 2. Vergaser um genau jene 2mm verschieben kann, damit man auf allen drei einstellbare Schieber hat.

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Bei der Gelegenheit beschließt man dann, dass man die im original verstiftete Gaszugbetätigung lieber schraubbar macht, weil man eh shcon ein M4-Gewinde in die Welle gebohrt hat. Dazu darf man dann die Gaszugbetätigung ausfräsen, damit Platz für den Schraubenkopf ist...

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Und weil der ganze Spaß eh schon komplett aus dem Ruder gelaufen ist, kann man jetzt auch gleich noch die Halteschienen aus VA anfertigen, weil dann hat man nicht nur eine Welle, sondern auch noch Halteschienen über, mit denen man die zweiten Vergaser auch für eine XS umbauen kann und überhaupt das Ganze rostet dann nicht im Winterbetrieb... :unbekannt:

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Die obere Schiene ist dann so ein Fall von anzeichnen und bohren, unten darf man dann bei der Gelegenheit noch mal die Fräse anschmeißen, weil für die Gemischschrauben jeweils ein Ausschnitt fällig ist.

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Ganz am Schluss hab ich mir noch eine ordentliche M6-Rändelmutter im Baumarkt geholt, damit ich das Standgas endlich menschenwürdig einstellen kann. Einmal kurz synchronisiert und... wow. Die 3mm kleineren (33 vs. 36mm) Vergaser ziehen halt wirklich merklich stärker untenrum und obenraus scheinen sie auch auszureichen. Bis 120 bin ich im 3. Gang gekommen, dann war der Verkehr zu dicht und ich bin die Sache etwas ruhiger angegangen.

Die nächsten Tage werden noch ein bissl mit Herumbedüserei verbracht und vorallem hoffe ich, dass endlich meine 6er Ringnippel kommen. :banghead:

Wie üblich gibts mehr Fotos auf dem Blog: http://greasygreg.blogspot.co.at/2018/0 ... ing_8.html
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