Alltagslack/ kleinteile

Lackierung, Oberflächenveredelung, optische Details
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Singklair
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Alltagslack/ kleinteile

Beitrag von Singklair » So 3. Sep 2017, 09:18

Moin,
Eigentlich wollte ich - wie bisher auch- zu 2k spraymax Produkten greifen, da man schnell und simpel super und haltbare Ergebnisse bekommt. Da ich meinen Tank aber doch "aufwendiger" gestalten möchte, würde das so viel zu teuer werden. Klarlack, blanker stahl und ggf. zwei Farben. Die Dosen würden mindestens halb voll aushärten. Das ist nix.

Habt ihr ein Tipp zu brauchbaren aber günstigen 1k Farben bevor ich zum Sonderposten laufe und Alkyd verarbeite :)

Naja im schlimmsten Fall müsste ich trotzdem 2k nehmen und 1 farbig lackieren, wenns nix gutes gibt in meiner Preisvorstellung gibt(ca.5€).

Hat jemand von euch z.b. Mit den revel airbrushsystemen 2k Proxygrund und Lack verarbeitet? Das würde ich interessant finden für kleinteile.


Grüße

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grumbern
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Re: Alltagslack/ kleinteile

Beitrag von grumbern » So 3. Sep 2017, 11:18

Ich bin zwar kein Lacker, aber ich meine, dass sowohl 1k Grundierung, als auch Decklack problemlos mit 2k Klarlack kombiniert werden können. Ich habe zumindest schon 1k Grundierung (Alkyd) mit 2k Decklack (Acryl) überlackiert und es scheint zu taugen (wurde mir auch vom Fachbetrieb als unbedenklich bestätigt). Sind aber keine Sichtteile, sondern reine Funktionslackierung/Rostschutz.

Bei 2k geht es ja hauptsächlich um die Beständigkeit gegen Lösungsmittel und andere Chemikalien. Wenn also der 2k-Lack nicht durchbrochen wird, schützt er auch den 1k-Lack darunter dagegen.

Das ist aber nur eine unfachmännische Einschätzung und es darf gegenagumentiert werden ;)
Gruß,
Andreas

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Re: Alltagslack/ kleinteile

Beitrag von Jupp100 » So 3. Sep 2017, 20:39

Bei unserer kleinen GSX 250 habe ich auch
einfachen 1K-Lack (Felgensilber) mit dem
wirklich guten 2K-Klarlack von spraymax
überlackiert. Hält seit über 4 Jahren bestens,
und macht wegen der Benzinfestigkeit auch
Sinn.
Gruß Stefan





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rawberry
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Re: Alltagslack/ kleinteile

Beitrag von rawberry » So 3. Sep 2017, 21:23

Hi!

So ist es.

Der Decklack kann ruhig 1k sein, wenn 2k Klarlack drüber kommt.
2k Decklack macht Sinn, wenn kein Klarlack drüber soll. Habe ich beispielsweise bei meinen Tauchrohren so gemacht.

Singklair
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Re: Alltagslack/ kleinteile

Beitrag von Singklair » So 3. Sep 2017, 22:34

Uh wie kann das denn sein? Ihr redet dann aber von den gleichen lacksystemen/Herstellern?

Ich würde davon ausgehen, dass zB Baumarkt alkyd durch den zB spraymax Klarlack hochgezogen wird?

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Re: Alltagslack/ kleinteile

Beitrag von motosite » Mo 4. Sep 2017, 07:11

Mit den Auto-Lacken aus dem Baumarkt hab ich jahrelang meine Mopeds lackiert und anschliessend mit 2K-Klarlack drüber. Das hält. Sind beides Acryl-Lacke, mal luft- und mal chemisch trocknend.

Inzwischen hab ich einen preiswerten Kompressor mit Öl- uns Wasserabscheider und eine gute, kleine "Schneider" Sprühpistole mit 250 mL-Becher und 0,8mm Düse.
Sowas kriegst du - mit etwas suchen für ~100 Euro (gebraucht).
Und der Kompressor kann natürlich auch Reifen aufpumpen usw..

Damit geht's besser und langfristig preiswerter.
Ist wohl mehr Sauerei beim Reinigen.
Ciao,
Bernhard


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Re: Alltagslack/ kleinteile

Beitrag von grumbern » Mo 4. Sep 2017, 10:04

Uh wie kann das denn sein? Ihr redet dann aber von den gleichen lacksystemen/Herstellern?
Nö! Alkydharz Grundierung und 2k Acryl Decklack. Funktioniert. Im Zweifelsfall den Händler fragen.
Gruß,
Andreas

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Re: Alltagslack/ kleinteile

Beitrag von recycler » Mo 4. Sep 2017, 11:01

Ich lacke Kleinteile und Ausbesserungen ja auch mit der Dose aber beim Tank? Laß den Scheiß mit den Dosen und mach es wie Bernhard oben beschrieben hat. Bei den Uni-2K-Autolacken kannst Du Dir das Klarlacken sparen, die sind auch so benzinbeständig. Dosen sind nur teuer, belasten die Umwelt und bringen kein so gutes Ergebnis.

Ciao

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Re: Alltagslack/ kleinteile

Beitrag von nanno » Mo 4. Sep 2017, 11:16

Kann den Vorschreibern nur zustimmen, einzig: den 1K-Lack würde ich wirklich ein paar Tage gut durchhärten lassen. (Idealerweise in einem warmen Zimmer - weniger ein Problem im Sommer als im Winter. Bei 10 Grad in der Werkstatt dauerts nämlich locker 4-5 Tage bis der Lack nicht mehr ausdampft!)
Frei ist, wer frei denkt.

http://greasygreg.blogspot.co.at

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Re: Alltagslack/ kleinteile

Beitrag von Singklair » Mi 13. Sep 2017, 20:52

Da hab ich erstmal genug Input. Danke!

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