Polieren

Lackierung, Oberflächenveredelung, optische Details

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f104wart
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Re: Polieren

Beitrag von f104wart » Sa 26. Aug 2017, 20:36

Warum morgen erst 800er? Mach´s doc gleich. Ist schnell passiert und Du kannst früher polieren. Zwischen den Schleifgängen musst Du nicht warten. :wink:
Gruß Ralf


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mapfl
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Re: Polieren

Beitrag von mapfl » Sa 26. Aug 2017, 21:04

Klar, aber wenn ich jetzt 800er nehme muss ich morgen vormmittag polieren. Wer weiß wie gut ich morgen vormittag drauf bin, also morgen vormittag 800er, dann fahren (Minnedienst, das ist ja mein Glück, dass die Mutter meiner Kinder am liebsten jeden Tag fahren würde und am liebsten eben mit mir, wer weiß warum?) und am Abend polieren! So ist der Plan!
Carpe Diem
Markus

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Re: Polieren

Beitrag von hgh » Di 10. Okt 2017, 11:21

hallo ich habe da doch mal 2 Fragen zur Vorbehandlung :
1) wie lange sollte man sich maximal zwischen den Schleifvorgängen zeit lassen, speziell dem Letzten? Es muss ja dann auch mit den 14 Stunden passen. Ich hatte das Gefühl das nach einer Woche das Alu doch schon sehr oxidiert für 1000er Papier war.
2) ich hatte mir eine Ritzelabdeckung von einen "Wintermoppet" zum Polieren gekauft. Jetzt musste ich aber feststellen dass sich die oxidierten Stellen schon tiefer in das Alu gefressen haben und auch nach dem Glattschleifen immer noch Schatten vorhanden sind.
Bekommt man diese durch einen weiteren Abtrag noch raus? also noch einmal mit Grob anfangen.


Gruß
Hans Günther

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grumbern
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Re: Polieren

Beitrag von grumbern » Di 10. Okt 2017, 12:16

Zu 1.: Nun ja, je nach Umgebung kann das ruhig eine Woche, oder länger liegen. warm und feucht lässt das Alu natürlich oxidieren und schlechtesten Falls aufblühen, was Du dann evtl. mit dem 800er nicht mehr heraus bekommst.

Zu 2.: Fakt ist: Das alte Oxid muss weg! Bei ganz hartnäckigem hilft oft nur grob vorschleifen, oder sandstrahlen. Die Macken lassen sich mit dem Schleifsternen ganz gut egalisieren und "zuziehen", das ist deutlich materialschonender als mit Schleifpapier, wo man ja tatsächlich bis auf das Niveau der Macke herunter schleifen muss und demnach viel Material abnimmt.

Gruß,
Andreas

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Re: Polieren

Beitrag von f104wart » Di 10. Okt 2017, 15:49

Zwischen den Schleifgängen braucht´s überhaupt keine Wartezeit bzw. ist es egal, wie lange man´s liegen lässt.

Bei der Wartezeit und der Oxydbildung geht es nur um die Zeit zwischen dem letzten Schleifgang und der Politur. Hier spricht man von 14 - 18 Std.

Wenn´s mal 4 oder 5 Stunden länger dauert, isses auch nicht schlimm. :wink:
Gruß Ralf


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Re: Polieren

Beitrag von Mopedjupp » Do 12. Okt 2017, 22:01

Hallo
Hier mal eine Alternative zum Polieren,das Gleitschleifen!
Hat natürlich nicht jeder die Möglichkeit,ich habe aber eine Zeitlang in einer Metallchemie Firma gearbeitet wo auch Metallteile unter anderen Aluminium gleitgeschliffen wurden.
Das Werkstück wird in einem rotierenden Trog mit Compound und Kunstoffkegel mehrere Stunden geschliffen.Später mit Maiskolbenschrot unter Wärme getrocknet.
image.png
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Grobe Vertiefungen bekommt man so allerdings nicht raus,aber sonst ist das Ergebnis nicht so schlecht.
Vorher!
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Nachher!
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Und angebaut.
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Wie gesagt als Einzelteil wahrscheinlich zu teuer,aber erspart Zeit und man macht sich nicht dreckig! :grin: :lachen1:

Gruß
Reinhold
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Re: Polieren

Beitrag von grumbern » Do 12. Okt 2017, 22:18

Ja, das ist schon eine feine Sache. Der Nachteil ist eben, dass es keine Politur, sondern ein Schliff ist! Die Oberfläche wird im Gegensatz zu einer Politur nicht passiviert und ist angreifbar, wird dadurch schneller wieder matt und wie Du schon sagst: Das Verfahren ist teuer!
Gruß,
Andreas

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Re: Polieren

Beitrag von Mopedjupp » Do 12. Okt 2017, 22:32

grumbern hat geschrieben:Ja, das ist schon eine feine Sache. Der Nachteil ist eben, dass es keine Politur, sondern ein Schliff ist! Die Oberfläche wird im Gegensatz zu einer Politur nicht passiviert und ist angreifbar, wird dadurch schneller wieder matt und wie Du schon sagst: Das Verfahren ist teuer!
Gruß,
Andreas
Ja da hast Du recht Andreas!

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Re: Polieren

Beitrag von 1kickonly » Do 12. Okt 2017, 23:59

Naja, nicht ganz.....
ist nicht soo teuer, soferne man sone Bude in der Nähe hat, kann leider keine genauen Beträge mehr nennen, aber bei der TR1 und auch sonst hab ich schon so manches machen lassen (nennt sich auch "trowalisieren") und hat mich eigentlich nie vom Hocker gehauen, war eigentlich immer angemessen. Warum denn auch? Der Betrieb wo ich immer bin, da stehen ca. 12 so Trommeln rum und rotieren die ganze Zeit. Ob der da ein Werkstück mehr oder weniger reinschmeißt (und mehr isses nicht) ist ja ziemlich wurscht.
Auch damit, daß ihr meint, das wäre kein Polieren habt ihr nicht ganz recht, es ist nahezu jeder Schleifgrad möglich (deswegen haben die ja auch soviele Kessel-da ist in jedem was anderes drin-) und mit Stahlkugeln im Kessel wird es dann auch noch oberflächenverdichtet. Die Oberfläche wird nicht empfindlich oder angreifbar sondern im Gegenteil völlig unempfindlich.
Der Nachteil ist, die unempfindliche (oberflächenverdichtete) Variante hat nicht im entferntesten den Glanz eines (richtig) polierten Werkstückes, wie es bei Hochglanz (trowalisiert ohne Oberflächenverdichtung) aussieht, weiß ich nicht so genau, weil da hab ich dann immer noch leicht drübergeschliffen und dann anständig poliert. Funzt natürlich super, ist ja kaum noch Arbeit sondern eher Vergnügen.. :P
Ich mische die Verfahren immer, sonst wirds mir zuuu glänzend... (kamma mit Schleifen natürlich auch - und noch schöner - hinkriegen, die Oxydschicht bildet sich ja ohnehin und eine verdichtete Oberfläche braucht man eher selten. Aber dadurch, das es eben anders aussieht, durchaus reizvoll.
GLG
Alex
p.s. zur Nachlese:
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gleitschleifen
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Re: Polieren

Beitrag von kramer » Fr 13. Okt 2017, 00:27

grumbern hat geschrieben: Die Oberfläche wird im Gegensatz zu einer Politur nicht passiviert und ist angreifbar ...
Mhm, nö. Jede zunächst blanke Metalloberfläche bildet nach einiger Zeit eine Oxidschicht. Warum sollte das hier anders sein?

Peter

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