Polieren

Lackierung, Oberflächenveredelung, optische Details
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1kickonly
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Re: Polieren

Beitrag von 1kickonly » Fr 22. Dez 2017, 16:57

Wenn man sie nur für Alu benutzt, dann muß man tatsächlich nicht unbedingt (und wenn man einen "Wobbler" hat, oder die richtige Dosierung des Polierwachs draufhat :wink: ) Gelegentliches Säubern hat mir aber noch nie einen Nachteil eingebracht, der einzige Effekt war eben, das die dann zum "Abpolieren" taugt. (also dem Entfernen von Wachsrückständen)

LG
Alex
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f104wart
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Re: Polieren

Beitrag von f104wart » Fr 22. Dez 2017, 18:17

Meine Frisörin kam, daher musste ich eine kurze Pause machen...
Bei mir hätte sie dort, wo sie bei Dir Haare geschnitten hat, mit dem Polieren gleich weiter machen
können.

:neener: :lachen1:

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grumbern
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Re: Polieren

Beitrag von grumbern » Fr 22. Dez 2017, 19:36

:lachen1:

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ed881
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Re: Polieren

Beitrag von ed881 » Fr 22. Dez 2017, 22:02

Dabei aber immer schön auf genügend Hitze achten =D

Jetzt sind nur noch diese Fragen unbeantwortet:

3) Wie reinigt ihr die Teile direkt nach dem Schleifen und direkt nach dem Polieren? Ich habe das Teil einfach mir Wasser abgespült. Der Oxydschicht macht das nichts oder?
4) Dunkle Stellen sind einfach noch nicht ausreichend lange poliert oder?

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grumbern
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Re: Polieren

Beitrag von grumbern » Fr 22. Dez 2017, 22:36

Einfach nur abwischen, kein Wasser! Mit Wasser oxidiert das Alu direkt und kann nicht mehr ordentlich poliert werden. Das Bisschen Staub, was nach dem letzten Schliff noch drauf ist, ist wirklich nicht der Rede wert. Nach dem Polieren ebenfalls einen trockenen Lappen nehmen. Nach ein paar Tagen mache ich dann die eventuellen Reste der Polierpaste mit etwas Kriechöl weg.

Was die dunklen Stellen angeht: Das ist auch für mich ein Mysterium. Habe ich immer wieder, trotz mutmaßlich korrekter Durchführung. Kann natürlich auch am Material liegen.
Gruß,
Andreas

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Re: Polieren

Beitrag von 1kickonly » Fr 22. Dez 2017, 22:39

Nach dem schleifen: gar nicht (bestenfalls nen Lappen oder wenn´s aus irgendeinem Grund fettig geworden ist - Bremsenreiniger auf Lappen)

Nach dem Polieren: ebenfalls gar nicht, wenn fertig poliert dann is fertig. Keine Fingerabdrücke hinterlassen (ist auch Fett) und liegen lassen. Montage frühestens am nächsten Tag - besser noch später

Wenn du da dran schon 1,5 std rumpoliert hast, kann von "zuwenig poliert" keine Rede sein. Wie schon geschrieben, die dunklen Verfärbungen sind wahrscheinlich Wachsrückstände. Test mal mit Bremenreiniger (kleines Fleckchen nur) wenn das tatsächlich die vermuteten Rückstände sind, müsste es sich zumindest verschmieren lassen. Falls ja, säubere die Polierscheibe und bring das Teil ohne weitere Wachszugabe wieder auf Temperatur. Kommt drauf an, wie weit die Oxidschicht schon ist, bei mir hat das schon paar mal funktioniert.
Allerdings hab ich bei manchen Legierungen auch schon mal aufgegeben, manchmal schaff ich auch kein 100%iges Ergebnis, kommt auch vor. Dann hat man die Wahl, entweder man lebt mit´n paar Verfärbungen (oder Verschattungen oder mattere Stellen) oder WD40 und Schleifvlies, damit kann man es hervorragend mattieren und sieht auch klasse aus. (beispielsweise schaff ich bei den Vergaserdeckeln der Gülle an der Oberseite kein 100% tiges Bild, weiß der Henker, warum) Ich habs sogar schon nochmal ausgeschliffen, alles nochmal und wieder das gleiche Bild)

LG
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Re: Polieren

Beitrag von ed881 » Fr 22. Dez 2017, 22:58

Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe ist die Oxidschicht durch das Wasser sofort ausgebildet und ein nochmaliges polieren nicht möglich, oder? Wenn müsste ich ja die Fläche nochmal mit dem 800er Stern abschleifen und neu polieren, richtig?

Kann ich beispielsweise nur die innere Fläche schleifen und polieren, oder gibt es da Probleme? Weil an den Rändern ist der Glanz nicht soo wichtig bzw nicht so gut erkennbar.

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Re: Polieren

Beitrag von 1kickonly » Sa 23. Dez 2017, 09:13

Naja, das mit dem Wasser und der Oxidschicht kann ich so nicht bestätigen, ich weiß es ganz einfach nicht. Möglich wär´s, ich hab das noch nicht so gemacht.
Wenn die Poliererei schon ein paar Tage her ist, wirst du wohl schon die volle Oxidschicht haben (ob allfällige Wachsrückstände das be - oder verhindern, weiß ich ebenfalls nicht) Neu anschleifen ist jedenfalls nicht verkehrt, schlechter wird´s dadurch sicher nicht. Schlimmstenfalls hast du nachher das gleiche Ergebnis wieder und die Arbeit in den Sand gesetzt. (so wie ich mit den Vergaserdeckeln) In dem Fall ist dann wohl die Legierung schuld, oder sonstwas. Wenn ich bei der immer gleichen Vorgangsweise bei manchen Stücken gute Ergebnisse erziele und bei anderen nicht - was wird wohl sein?
Im Übrigen bin ich in Sachen Optik ein leidenschaftlicher Anhänger des Pareto - Prinzips:
https://de.wikipedia.org/wiki/Paretoprinzip
ich muß nicht immer 100% haben, besonders bei beanspruchten Fahrwerksteilen. Nach 1 Woche Fahrbetrieb sieht das alles kein Mensch mehr, weils ganz einfach dreckig ist. (meine Bremsankerplatte ist übrigens nur geschliffen..)

GLG
Alex
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Re: Polieren

Beitrag von f104wart » Sa 23. Dez 2017, 10:39

Das Wasser hat mit der Oxidschicht gar nichts zu tun. Stahl rostet ja auch nicht sofort, wenn er nass und danach wieder trocken gewischt wird.

Gereinigt habe ich vor und nach dem Polieren noch nie irgendwas. Ausser, dass ich meine Fingerabdrücke mit nem weichen trockenen Lappen abwische.


Kann ich beispielsweise nur die innere Fläche schleifen und polieren, oder gibt es da Probleme?
Natürlich kannst Du das. Du kannst auch einfach nur um einen Kratzer herum schleifen und die Stelle danach wieder polieren.

Ich weiß auch nicht, was Du an der Ankerplatte anderthalb Stunden lang gemacht hast. :dontknow:

Ich hab damals für den kompletten Endantrieb (das war mein erstes Projekt) anderthalb Stunden gebraucht. Allerdings einschließlich der Zeit für´s Schleifen:
K640_Unbenannt.JPG
...Ich glaube, Ihr macht Euch da viel zu verrückt. Die Filzscheibe braucht Druck. Die Paste muss heiß werden und die Oxidschicht darunter weg schmelzen.

Ganz wichtig: Man kann nur einmal(!) polieren. Wenn das Werkstück zwischendurch kalt geworden ist, ist es vorbei. Man poliert also NICHT, indem man immer wieder über die gesamte Fläche fährt, sondern indem man an einer Stelle beginnt und sich langsam voran arbeitet.

Man kann das mit dem Autogenschweißen vergleichen: Man folgt mit der Filzscheibe der aufgeschmolzenen Oxidschicht wie der Brenner dem Schweißbad. :wink:
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Re: Polieren

Beitrag von grumbern » Sa 23. Dez 2017, 10:46

Jaja, der Pareto ist auch schuld daran, dass die Chief noch nicht fertig ist, sondern bei 80% stagniert :grinsen1:

@Ralf: Die Info, dass da kein Wasser dran soll, stammt von Steindl selbst und ist m.E. auch nachvollziehbar.

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