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Motoblock reinigen.

Lackierung, Oberflächenveredelung, optische Details
hue
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Re: Motoblock reinigen.

Beitrag von hue » 30. Apr 2019

Das etwas nur abrasiv is, was härter als das zu bearbeitende Material ist, kann ich so nicht glauben. Schließlich kann man mit Wasser auch Stahl schneiden.

Gruß hue

mrairbrush
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Re: Motoblock reinigen.

Beitrag von mrairbrush » 30. Apr 2019

Mit dem hohen Druck. Versuch das mal mit dem Gartenschlauch. Ich gehe von normalen Verhältnissen aus :-)
Ganz unten eine Reihe Mineralien die teilweise auch als Schleifmittel verwendet werden.
https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%A4rte

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f104wart
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Re: Motoblock reinigen.

Beitrag von f104wart » 30. Apr 2019

mrairbrush hat geschrieben:
30. Apr 2019
Naßschleifen mit Öl? Wenn man sich dazu durchringt und alles naßschleifen möchte würde ich alles zuerst von allem Öl und Fettresten befreien sonst ist das Papier sofort dicht und es wird eine Schmiererei. Auch mit Pad.
Die Teile, die ich mit WD40 und Vlies geschliffen habe, wurden nicht lackiert. Und da war auch nichts dicht.
Hinterher geht man mit nem Lappen drüber und gut isses.

Warum soll ich blankes Metall zuerst abwaschen, um es hinterher zum Schutz wieder einzuölen? ...Macht auch nicht wirklich Sinn.
K640_IMG_2338.JPG
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mrairbrush
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Re: Motoblock reinigen.

Beitrag von mrairbrush » 30. Apr 2019

Hast es Missverstanden? So wie Du es beschreibst macht es Sinn. Du willst sie ja blank lassen. Und der Ölfilm dient als Korrosionsschutz. Wenn aber Dreck und Schmutz mit Öl wegschleifen willst ist es Schmiererei. Ein Pad setzt sich nicht ganz so schnell zu, Schleifpapier schon. Ungefähr so als wenn mit Schleifpapier einen ölhaltigen Alkydharzlack schleifst. Da brauchst Unmengen Papier. Darum holt man den auch erst mit anderen Verfahren runter.
Wenn ich ein Teil nur leicht säubern und ein einheitliches Finish geben will wie in deinem Fall vermutlich macht es Sinn. Wenn da aber noch alte Lacke, Dreckkruste oder stark Oxid drauf ist eher weniger. Das gibt ne Schlammpackung.

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kramer
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Re: Motoblock reinigen.

Beitrag von kramer » 1. Mai 2019

hue hat geschrieben:
30. Apr 2019
Das etwas nur abrasiv is, was härter als das zu bearbeitende Material ist, kann ich so nicht glauben. Schließlich kann man mit Wasser auch Stahl schneiden.
War da beim Wasserstrahlschneiden nicht auch irgend so ein abrasives Pulver dabei?

Peter

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Re: Motoblock reinigen.

Beitrag von Bambi » 1. Mai 2019

Hallo zusammen,
ja Peter, ich glaube, da hast Du recht. Ein Mitarbeiter in einem Metallbetrieb, den ich als Fahrer eines Metallhandels beliefert habe, stellte mir vor ca. 3 Jahren voller Stolz seine neue Wasserstrahlschneidemaschine vor. Dabei wird ein Wasserstrahl hohen Drucks verwendet. Dessen Schneidwirkung erst durch - Achtung! - einen speziellen australischen Sand erreicht wird!
Schöne Grüße, Bambi
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Re: Motoblock reinigen.

Beitrag von saarspeedy » 1. Mai 2019

Bambi hat geschrieben:
1. Mai 2019
Dabei wird ein Wasserstrahl hohen Drucks verwendet. Dessen Schneidwirkung erst durch - Achtung! - einen speziellen australischen Sand erreicht wird!
Schöne Grüße, Bambi
Das ist aber nicht allgemeingültig.
Materialien der Lebensmittel-, Textil-, kunststoffverarbeitenden Industrie und Dünnbleche werden im allgemeinen mit reinem Wasser ohne Zusätze mit Drücken bis zu 7000 bar geschnitten. In einer Weiterentwicklung werden besonders dicke und harte Materialien (Stahl bis 150 mm, Granit bis 200 mm, Glas...) mit abrasiven Zusätzen aus Granat und Korund, die hinter der Reinwasserdüse beigemischt werden, geschnitten.

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Re: Motoblock reinigen.

Beitrag von mrairbrush » 1. Mai 2019

Daher der Ausdruck "Steter Tropfen höhlt den Stein" :-)
Blaue Saphire (Korund) als Strahlmittel. :-)

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Re: Motoblock reinigen.

Beitrag von Bambi » 1. Mai 2019

Hallo Speedy,
Danke für die Aufklärung! So wusste ich das noch nicht.
Schöne Grüße, Bambi
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Re: Motoblock reinigen.

Beitrag von saarspeedy » 1. Mai 2019

Übrigens, ich hatte vor vielen Jahren, zur Anfangszeit der industriellen Nutzung von Wasserstrahlschneiden, mal auf ner technischen Konferenz nen Schweizer kennengelernt, der ein Patent zur Abdichtung von Hochdruck-Wasserpumpen hielt. Dabei wurde das Medium im Dichtbereich ganz einfach zu Eis gekühlt. So liefen die Pumpenstößel reibungsarm wie Schlittschuhe auf Eis und waren dicht. Auf die Idee hatte ihn seine Frau gebracht, als sie den Gefrierschrank abgetaut hatte.
Heute gibt es andere Materialien, die das wohl einfacher auf die Reihe kriegen.

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