Welchen Bremsenentlüfter kaufen?

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Kinghariii
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Re: Welchen Bremsenentlüfter kaufen?

Beitrag von Kinghariii » 12. Mär 2019

So, hab gestern noch ein wenig das Forum durchforstet und bin auf nen interessanten Beitrag vom Ralf gestoßen:
- Ganz normal entlüften, so gut es geht. Was bleibt, ist ein etwas weicher Druckpunkt.
- Dann das Motorrad auf den Seitenständer stellen und den Lenker nach links einschlagen, so dass die Bremspumpe den höchsten Punkt bildet.
- Bremshebel in gezogener Stellung fixieren (Kabelbinder o.ä.) und über Nacht stehen lassen.
Bin also gestern nocheinmal raus und hab alles exakt so gemacht. Heute den Kabelbinder wieder entfernt, Bremse getestet - Druckpunkt war da und blieb auch nach mehrmaligen betätigen gleich.
Dann trotz Wolken und einstelligen Temperaturen um die 3 Grad aufs Motorrad gesetzt und schnell eine kleine Proberunde gedreht. Hab dabei ca. 10 - 20 Bremsungen bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten durchgeführt und alle funktionierten problemlos. Der Druckpunkt bleibt nach meinem Empfinden in etwa gleich. Beim nächsten Service nächste Woche lass ich die Bremse dennoch zur Sicherheit nochmal vom Fachmann entlüften. Sicher ist sicher :)
Großen Dank an dieser Stelle nochmals an alle die geholfen haben, insbesondere Sven!

Gruß, Harald
Hakuna Matata

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sven
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Re: Welchen Bremsenentlüfter kaufen?

Beitrag von sven » 12. Mär 2019

Kinghariii hat geschrieben:
12. Mär 2019
Der Druckpunkt bleibt nach meinem Empfinden in etwa gleich. Beim nächsten Service nächste Woche lass ich die Bremse dennoch zur Sicherheit nochmal vom Fachmann entlüften. Sicher ist sicher :)
Wenn der Druckpunkt ok ist dann passt's doch!

Ansonsten könntest du damit die Aktion nicht ganz umsonst ist die
Bremsflüssigkeit gleich mit wechseln lassen.

Viele Grüße
Sven
Power in the darkness!

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Kinghariii
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Re: Welchen Bremsenentlüfter kaufen?

Beitrag von Kinghariii » 12. Mär 2019

Druckpunkt passt soweit :) Und jup,das war eh meine Absicht Sven. Hab nachgesehen,die muss ohnehin erneuert werden.
Gruß, Harald
Hakuna Matata

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Hux
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Re: Welchen Bremsenentlüfter kaufen?

Beitrag von Hux » 12. Mär 2019

Bremsen sind sicherlich kritisch, aber auch keine schwarze Magie. Hast alles richtig gemacht, das nächste mal geht das einfacher und selbstbewusster von der Hand, anders als hätte man das nie gemacht. Methoden gibt's immer einige.
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Kinghariii
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Re: Welchen Bremsenentlüfter kaufen?

Beitrag von Kinghariii » 12. Mär 2019

Danke Hux,das denke ich auch. Das erste Mal ist halt immer so ne Sache für sich,vor allem wenns dann nicht so läuft wie geplant.
Eine Frage: Hätte ich vielleicht,ehe ich die Bremsbeläge reindrückte,etwas Flüssigkeit in den Behälter geben sollen? Damit quasi die Luft nach oben entweicht,aber halt nicht gleich wieder ins System gelangt? Das war ja eigentlich das Problem. Hab die die Flüssigkeit nach oben durch die Leitung gepumpt,nur war eben zu wenig Flüssigkeit im Behälter? Wär für die Zukunft interessant :)
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Re: Welchen Bremsenentlüfter kaufen?

Beitrag von MOTOLITH » 13. Mär 2019

Zum Bremse entlüften haben wir nie was besonderes genommen.. Seit 50 Jahren wurde es über: Pumpen/Halten/ Druck/ und wiederholen gemacht. Dazu braucht man nichts ausser Bremsfflüssigkeit und den Maulschlüssel für die Bremsentlüftungsschraube. Machts doch net so kompliziert....

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Kinghariii
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Re: Welchen Bremsenentlüfter kaufen?

Beitrag von Kinghariii » 17. Mai 2019

Ich hätte bezüglich Bremse entlüften doch nochmal eine Frage:
Ich würde gerne die längere Bremsleitung wieder tauschen, da sie mir seit ich wieder nen kurzen Lenker montiert habe auf den Fender aufliegt und dort bereits den Lack förmlich wegerubbelt hat...

Also: Beim letzten Mal bin ich nach folgender Anleitung vorgegangen. Bremse abmontieren, ein paar Mal pumpen (gerade so, dass die Bremsklötze wieder in Position gebracht werden können), Bremsleitung tauschen, Bremsbeläge wieder in Position zurückdrücken. Nun sollte die Flüssigkeit durch die Leitung nach oben in den Behälter gedrückt werden und dabei die Luft im System entfernen. Das hat damals nicht funktioniert. Hätte ich vl vorher etwas Flüssigkeit in den Behälter oben füllen sollen, so dass nicht sofort wieder Luft ins System gelangt? Ich erinnere mich, das zwar Flüssigkeit rausgedrückt wurde, allerdings viel zu wenig um den Behälter hinreichend zu füllen und das Loch lag sofort wieder frei? Wisst ihr was ich meine?

Gruß, Harald
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Re: Welchen Bremsenentlüfter kaufen?

Beitrag von f104wart » 17. Mai 2019

Ich weiß, was Du meinst, und die Idee ist eigentlich auch nicht schlecht.

Es muss halt nur von unten genug nachgedrückt werden, damit die Luft aus dem Sytem komplett raus kann.

Um das Volumen zu erhöhen, kannst Du die Bremsklötze ja ausbauen, damit die Kolben weiter raus gedrückt werden können. Musst halt nur aufpassen, dass Du sie nicht zu weit raus drückst. Eventuell einen alten, runter gefahrenen Bremsklotz oder eine Blechplatte davor legen.

Das Volumen, das über die Kolben nach oben gedrückt wird, sollte so groß sein, dass der Behälter zumindest am Boden bedeckt ist. Den Rest füllst Du dann hinterher auf.

Dann stellst Du das Moped so ab, dass der Bremsflüssigkeitsbehälter den höchsten Punkt bildet, ziehst den Bremshebel zum Lenker hin und fixierst ihn in dieser Stellung mit einem Kabelbinder, Tape oder wie auch immer. So lässt Du die Kiste über Nacht stehen. Wenn Du den Hebel mal nächsten Tag löst, solltest Du einen sauberen Druckpunkt haben.

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Re: Welchen Bremsenentlüfter kaufen?

Beitrag von sven » 17. Mai 2019

Ich denke auch daß das beim Zurückdrücken verdrängte Volumen nicht ausreichend war.
Es muß ja nicht nur die komplette Leitung (Innendurchmesser ist sehr gering, also viel
passt da nicht rein) neu befüllt werden sondern unten am Sattel suppt beim Entfernen der
Hohlschraube ja auch noch was raus. Sprich ich bin da bei Ralf, du mußt die Kolben vorher
weiter rauspumpen. Der Ausgleichsbehälter sollte nach dem Zurückdrücken so voll sein daß
sicher keine Luft in die Leitungen gepumpt werden kann.
Noch ein Tip: leg dir bevor du anfängst wirklich alles benötigte Material, Werkzeug und Putz-
lumpen griffbereit hin, DOT4 u.Ä. ist ein absolutes Sauzeug das du nirgends anders am
Mopped haben willst als in der Bremse!

Viel erfolg!
Power in the darkness!

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Re: Welchen Bremsenentlüfter kaufen?

Beitrag von Kinghariii » 17. Mai 2019

Danke für die Antworten! Die Menge der verdrängten Flüssigkeit hat damals bei weitem nicht ausgereicht um den Boden des Behälters ausreichend zu bedecken. Ich bin ziemlich sicher, dass es letztlich genau daran gescheitert ist und ich auf die übliche Methode die Bremse entlüften lernen durfte :grin: Werd bei der Gelegenheit wohl die Beläge ausbauen und gleich gegen was neues wechseln. Recht viel Material haben die ohnehin nicht mehr.
Dann stellst Du das Moped so ab, dass der Bremsflüssigkeitsbehälter den höchsten Punkt bildet, ziehst den Bremshebel zum Lenker hin und fixierst ihn in dieser Stellung mit einem Kabelbinder, Tape oder wie auch immer. So lässt Du die Kiste über Nacht stehen. Wenn Du den Hebel mal nächsten Tag löst, solltest Du einen sauberen Druckpunkt haben.
Den Tipp habe ich übrigens bei letzten angewendet. Hab in der Suchfunktion jenen von dir einst gefunden und damit habe ich idealen Druckpunkt letztlich erreicht! Danke!
Noch ein Tip: leg dir bevor du anfängst wirklich alles benötigte Material, Werkzeug und Putz-
lumpen griffbereit hin, DOT4 u.Ä. ist ein absolutes Sauzeug das du nirgends anders am
Mopped haben willst als in der Bremse!
Danke Sven! Beim letzten Mal war ich bereits sehr vorsichtig und auch diesmal werde ich Acht darauf geben, dass ja nichts auf lackierte Flächen gelangt.
Jedoch: Beim damaligen Entlüften funktionierte das ganze nicht so gut mit einem Gummischlauch (ws minimal zu groß), weshalb ich die Flüssigkeit zuerst so in 3 Durchgängen durchs System pumpte und die Flüssigkeit unten einfach übers Ablassventil in einen Behälter tropfen ließ. Dabei geriet natürlich auch Flüssigkeit auf den Bremssattel, den das aber überhaupt nichts ausgemacht hat.


Gruß, Harald
Hakuna Matata

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