Drehmomentschlüssel welche Qualität?

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sven1
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Drehmomentschlüssel welche Qualität?

Beitrag von sven1 » 29. Dez 2016

Moin,

ich brauche einen Drehmomentschlüssel und such nun nach der "eierlegenden Wollmilchsau".

Der abzudeckende Bereich geht von 8-240 Nm, wobei der relevante Bereich 8-110 Nm sind (die 220Nm fallen nur die den Sternmuttern am Auspuffkrümmer an, und da habe ich keine Ahnung wie ich da mit DMS rankommen soll).
Bei den LOUIS gibt es DMS die fast den kompl. Bereich abdecken, wer hat da Erfahrung?
Lohnt sich die Splittung in einen kleinen DMS 6-30Nm und einen großen DMS 30-200Nm.
:dontknow: :dontknow: :dontknow: :dontknow: :dontknow: :dontknow: :dontknow: :dontknow: :dontknow: :dontknow: :dontknow:
Ist die Hausmarke von LOUIS OK, wie sieht es mit Abweichungen aus +- 4% ist der gefundene Standard wenn ich nicht sofort im 100 € plus Bereich bin.
Das ist jetzt bestimmt alles etwas wirr, aber besser kann ich es nicht formulieren.
Ich bin für jede Hilfe/Info/Erfahrung dankbar.

Grüße

Sven
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Re: Drehmomentschlüssel welche Qualität?

Beitrag von bigblokudo » 29. Dez 2016

Hallo,
Mein Vorschlag, ein 1/4" und ein 1/2" DMS. Die louis Hausmarke ist für nen
Hobbyschrauber wie uns völlig ausreichend. Mit den beiden machste am Mopped
alles richtig und der Reifenwechsel an der Dose geht auch.

Gruß Udo

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Re: Drehmomentschlüssel welche Qualität?

Beitrag von Vergaserflüsterer » 29. Dez 2016

Hallo

habe den DMS in 1/2 und 1/4 Zoll von Rothewald... seit Jahren. wurde als er Neu war gleich mal im Kalibrierlabor getestet ....Ergebnis besser als erwartet und auch als die 4% Abweichung die er haben darf.

Erneuter Test 2016 im Sommer da ich meine alten Arbeitskollegen besucht habe und er als Vorwand herhalten musste.
Ergebniss kaum Abweichungen zum damaligen Test 2014.

Mein Fazit .... Für Hobbyschrauber und Profis die nicht unbedingt das Geld für HZ raushauen wollen die Alternative.

Eric
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Re: Drehmomentschlüssel welche Qualität?

Beitrag von Güllenpumper » 29. Dez 2016

Ich hab nen grossen 30-220Nm ausm Baumarkt, auch bei uns in der Kalibrierstelle überprüfen lassen,
war innerhalb der Toleranz.
Und nen guten kleinen von Syntace von 2-20Nm.

Das wichtigste ist immer das entspannen nach der Benutzung!

Gruss
Alex

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Re: Drehmomentschlüssel welche Qualität?

Beitrag von Knolli » 29. Dez 2016

Hallo Sven,

Für die Sternmuttern und Drehmomentschlüssel habe ich mir einen Adapter gebaut.
Wobei du hierfür aber das Drehmoment herunterrechnen musst wegen der größeren Hebellänge.
Ich such mal Bilder raus aber dafür muss ich an den PC

Gruß Michael
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Re: Drehmomentschlüssel welche Qualität?

Beitrag von sven1 » 29. Dez 2016

Hallo Michael,

schon mal Dank vorab.
Bei der Variante"mit langem Arm und pi mal Daumen" habe ich Muffen mir den Flansch am Motor zu beschädigen.
@ alle: Danke für die Tipps, werde ich mir je einen günstigen DMS besorgen.

Grüße

Sven
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Re: Drehmomentschlüssel welche Qualität?

Beitrag von obelix » 29. Dez 2016

Güllenpumper hat geschrieben:Das wichtigste ist immer das entspannen nach der Benutzung!
Kauf Stahlwille, da musst ned entspannen.

Gruss

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Re: Drehmomentschlüssel welche Qualität?

Beitrag von Knolli » 29. Dez 2016

Hallo,

PI mal Daumen ist das nicht wenn du dreisatz rechnen kannst :grin:

Hier die Bilder
IMG_20151217_150746.jpg
IMG_20151217_150306.jpg
Wenn du willst kann ich dir so ein Teil bauen, ist aus VA

Gruß Michael
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Re: Drehmomentschlüssel welche Qualität?

Beitrag von Nickel » 29. Dez 2016

Das ist interessant! Da hänge ich mich mal mit drann denn ich will mir auch mal einen vernünftigen zulegen. Das problem ist bei drehmomentschlüsseln ja nunmal das sie eigentlich regelmäßig zum messen und kalibrieren müssen. Deswegen sollte man sich fragen "kaufe ich mir einen etwas günstigeren und ersetze ich ihn in 2 jahren gegen einen neuen oder kaufe ich einen guten (kann ja auch gern mal mehrere 100 euro kosten) und lasse ich den regelmäßig kalibrieren. In jedem fall würde ich bei dem spektrum auf 2 verschiedene drehmomentschlüssel zurück greifen. Gerade bei den kleineren schrauben lässt sich mit einem 1/4 zoll drehmomentschlüssel viel angenehmer und feinfühliger arbeiten. Für die radschrauben am auto ist einer mit 1/2 zoll aufnahme und längerem hebel oder einem aufsatz zum verlängern natürlich deutlich angenehmer.
Nach der arbeit natürlich nicht vergessen, den drehmomentschlüssel zu entspannen.. : )
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Re: Drehmomentschlüssel welche Qualität?

Beitrag von obelix » 29. Dez 2016

Nickel hat geschrieben:...das problem ist bei drehmomentschlüsseln ja nunmal das sie eigentlich regelmäßig zum messen und kalibrieren müssen.

...sollte man sich fragen "kaufe ich mir einen etwas günstigeren und ersetze ich ihn in 2 jahren gegen einen neuen oder kaufe ich einen guten (kann ja auch gern mal mehrere 100 euro kosten) und lasse ich den regelmäßig kalibrieren.

..für die radschrauben am auto ist einer mit 1/2 zoll aufnahme und längerem hebel oder einem aufsatz zum verlängern

...nach der arbeit natürlich nicht vergessen, den drehmomentschlüssel zu entspannen.. : )
Völlig falsche Ansätze...
Am Ende kommt es nicht so sehr auf das exzessiv genaue Auslösemoment an. Das wird von viel mehr Faktoren beeinflusst als nur der Qualität des Werkzeuges. Viel wichtiger ist es, bei 10 mal anziehen 10 mal das identische Moment zu erhalten (und auch das ist nicht nur vom Werkzeug abhängig). Nur das verhindert zuverlässig Verzug im Material. Ob die Schraubenvorspannung nun statt 80NM Vorgabe 78 oder 83 erreicht ist völlig latte. Das versumpft im Streubereich.

Ich hab in über 30 Jahren noch keinen Drehmomentschlüssel kalibriert und weder Räder verloren, Bremsen zerstört oder Motoren gehimmelt wegen falscher Momente. Sowas brauchst vielleicht im Atomkraftwerk oder der Raumfahrt... Viel wichtiger ist (wie bei eig. allem) die Arbeitsvorbereitung. Also Schrauben und Gewinde sauber, entrostet, bei Bedarf gleichmässig(!!) gefettet, ordentliche Vorgehensweise beim Anzug (kreuzweise oder spiralkreisförmig nach aussen, auch je nach Anwendung), gleichmässiges Anziehen (also ned eine voll anknallen und den Rest dann hinterher...)

Nen DreMo verlängern? Wozu das denn? Die sind ab Werk so lang, wie man es benötigt. Ausser, man benutzt sowas als Lösewerkzeug und wirft es dann anschliessend weg... Ich ziehe Transporterräder (200NM) und Getriebe- bzw. Achsmuttern mit meinem an, der ist serienmässig nen knappen Meter lang. Da bin ich noch NIE auch nur in Versuchung gekommen, ein Rohr drüber zu stülpen...

Zur Dimensionierung des Arbeitsbereiches: Überleg, welche Bereiche Du abdecken must. Dann kaufst den Schlüssel. Und zwar so, dass die untere und obere Auslösegrenze ein gutes Stück innerhalb liegt (so ~15% Faustregel).

Und nochmal - Stahlwille. Nix entspannen, das System da drin ist nur im Eingriff unter Last. Nach 5 oder 10 Jahren im Regal hat sich auch ohne Nullern nix verändert. Ausser, wenn es feucht ist:-)))

Gruss

Obelix
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