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Ringtool vs. Straßenfahrzeug

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7Fifty
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Ringtool vs. Straßenfahrzeug

Beitrag von 7Fifty » 2. Mär 2020

Glück auf Foristen,

ich habe in der Garage zwei halbgare Mühlen stehen, die ursprünglich mal beide auf die Straße zur öffentlichen Benutzung gebracht werden sollten, wovon ich mittlerweilen aber aus mannigfaltigen Gründen immer mehr Abstand nehme. Darunter befindet sich eine SevenFifty RC42 EZ 1994 und eine CB650 EZ 1980.

Dieses Wochenende erschien es mir vor dem geistigen Auge, eine Karre wie gehabt halbwegs umzubauen + vorzuführen, den anderen Karren verbindlich der administrativen Hoheit zu entziehen (weil die Teile - egal, ob original oder umgebaut - per se eh nix mehr wert sind und ich nicht für beide sinnlos Prüfgebühren versenken will). Ich habe mich daher wochenends mal mit dem technischen Reglement des DMSB beschäftigt, um halbwegs eine Wegleitung für Rennstreckennutzung zu haben.

Mein (hoffentlich richtiges) Fazit: Ich muss lt. DMSB-Reglement die Möhre eigentlich grundsätzlich auch so zusammen bauen, wie es für die Straße gehört (Radabdeckung, Lenkeinschlag, "grob" Geräusch-Emission etc.). Das einzige, was wegfiele, wäre der ganze Beleuchtungs- und Blinkerkram.

Wäre das so richtig erfasst und könnte man das so zusammenfassen?
Falls ihr vor der Entscheidung stündet: Besser die ältere oder die jüngere Karre als Ringtool verwenden?

Ich würde mich über eine Einschätzung von euch freuen.


Gruß Mathias
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fish
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Re: Ringtool vs. Straßenfahrzeug

Beitrag von fish » 2. Mär 2020

erstmal würde ich sagen: gute idee. :clap:

grundsätzlich gibt es im rennbetrieb noch einige sachen zu beachten, ohne das ich das reglement des dmsb genau studiert habe. vielleich wäre ja auch meine spielwiese eine alternative? http://www.classicsuperbikes.de/

- drahtsicherung von relevanten schrauben an den bremsen, ölablassschrauben und ölfilter
- funtionierender killschalter
- ölauffangwanne
- kettenschutz-finne

mein favorit für den kringel wäre die rc42. leistung ist nicht alles, kann aber nicht schaden! :prost:

wenn du auf dem kringel nicht im rennbetrieb, sondern "nur" an test- und einstellfahrten oder trainings teilnehmen möchtest, kannst du meist tatsächlich mit fast original strassenmopeten fahren. oft müssen die ständer ab, oder festgestrapst werden, und die lichter abgeklebt werden. hier sind meist keine besonderen sicherungs oder ölauffanggeschichten zu beachten.

7Fifty
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Re: Ringtool vs. Straßenfahrzeug

Beitrag von 7Fifty » 2. Mär 2020

fish hat geschrieben:
2. Mär 2020
grundsätzlich gibt es im rennbetrieb noch einige sachen zu beachten, ohne das ich das reglement des dmsb genau studiert habe.
Servus fish,

also das DMSB-Reglement habe ich nur aus Gründen verwendet und erwähnt, da ich dessen Existenz "kenne" und ich vorerst auch nichts besser weiß. Schraubensicherung, Ölauffangwanne o.ä. ist mir von technischen Abnahmen eines aktiven Freundes geläufig - der fährt mit MZ/AWO aber sowieso in ganz anderen Sphären/Klassen. :wink:
wenn du auf dem kringel nicht im rennbetrieb, sondern "nur" an test- und einstellfahrten oder trainings teilnehmen möchtest, kannst du meist tatsächlich mit fast original strassenmopeten fahren.
Das wäre so meine Vorstellung vom Hörensagen. Ich las z.B. vom "Freien Fahren" auf Strecken (z.B. dem Spreewaldring; evtl. auch Most(?)). Wie das dort allerdings mit technischen Abnahmen aussieht und wie "verbindlich" der technische Zustand der Karre dann gem. irgendeinem allgemeingültigen oder individuellem/streckenspezifischen Reglement zu sein hat, entzieht sich momentan meiner Kenntnis - daher die Frage.
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Karsten
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Re: Ringtool vs. Straßenfahrzeug

Beitrag von Karsten » 2. Mär 2020

Ich kann das Ganze gut verstehen, weil es mir in den letzten Jahren ja auch so ging.
Es kommt hinzu, dass man auch beobachten kann, dass je mehr man auf der Rennstrecke fährt, desto weniger reizt die öffentliche Straße. Viele haben -wie auch meine Frau und ich- kein straßenzugelassenes Moped mehr.

Zu den technischen Regeln gibt es da nichts Einheitliches, generell hast Du extrem viele Freiheiten. Beachten musst Du -und das sagte ja eigentlich auch der gesunde Verstand- dass die Moped sicher und dicht sein müssen.Dazu zählen bei Rennveranstaltungen die Schraubensicherungen und evtl. Finne. Bei den meisten technischen Abnahmen wird auf Lenkkopflager, Bremsen (2 Kreise), Reifen und evtl. Undichtigkeiten geguckt. Wichtig ist auch die Lautstärke, weil die meisten Rennstrecken ein Limit haben, das Du auch nicht durch Lücken (Stichwort Klappenauspuff) umgehen kannst.

Ansonsten kann am Moped gemacht werden,was man möchte. Ich genieße die Freiheiten.

Ich fahre oft auf dem STC, Chambley und Most, freies Fahren, eigene Veranstaltungen und als Teilnehmer, meistens freie Trainings aber auch Rennen (wenig).

FF.

Karsten

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fish
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Re: Ringtool vs. Straßenfahrzeug

Beitrag von fish » 2. Mär 2020

Das wäre so meine Vorstellung vom Hörensagen. Ich las z.B. vom "Freien Fahren" auf Strecken
da wäre sowas zum schnuppern goldrichtig. ;-)
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7Fifty
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Re: Ringtool vs. Straßenfahrzeug

Beitrag von 7Fifty » 2. Mär 2020

Karsten hat geschrieben:
2. Mär 2020
Zu den technischen Regeln gibt es da nichts Einheitliches, generell hast Du extrem viele Freiheiten.
Hallo Karsten,

das hört sich prinzipiell ganz gut an. .daumen-h1:

Aktuell tendiere ich dazu, die alte RC03 dafür zu verwenden. Ich denke, die alte Dame fügt sich da etwas besser ins Geschehen ein als eine umgefrickelte SevenFifty. Dieses Jahr wird das zwar eh nix mehr - aber wenn ich mal Zeit finde, besuche ich vllt. mal solch ein freies Training/Fahren als Besucher, um mir vor Ort mal ein Bild des Treibens zu verschaffen.

fish hat geschrieben:
2. Mär 2020
da wäre sowas zum schnuppern goldrichtig. ;-)
http://www.classicsuperbikes.de/alteisenreiten/

Hallo fish,

ja, ich denke, das trifft meinen Nerv. :wink:

Eine Frage mal noch zur Orga: Ich habe mir mal die Termine 2020 angesehen und die vergangenen '19er-Termine als Bild auf eurem IG-Account gefunden. 2020 ist das AER auf dem Nürburgring, 2019 wars in Oschersleben.

Kann man davon ausgehen, dass das AER von Jahr zu Jahr immer auf einem anderen Kurs stattfindet oder wird das so organisiert, wie es terminlich gerade "passt"?

Gruß Mathias
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Re: Ringtool vs. Straßenfahrzeug

Beitrag von grumbern » 2. Mär 2020

Ich würde ja die ältere für die Straße lassen - Weniger Regularien zu beachten, als bei der neuen.

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Re: Ringtool vs. Straßenfahrzeug

Beitrag von TortugaINC » 2. Mär 2020

Die verbauten Chinaluftfilter der seven fifty machen im Straßenverkehr keinen Sinn weil dir die keiner einträgt, bei einem Ringtool sind auch gleichermaßen Fehl am Platz.
Ich würde entweder die Komponenten (Motor, Gabel, etc...) der seven-fifty in einem alten CB750 Rahmen packen um diese als lässigen CR legal fahren zu können, oder aber die CB750 mit dem original Rahmen TÜV-Konform aufbauen und fahren oder halt verkaufen. Als Ringtool würde ich die nicht nehmen.
Der erst genannte Vorschlag kostet nicht viel und dürfte auch technisch kein Hexenwerk sein. Du müsstest du halt die Mühe machen und einen willigen Prüfer finden- Fleißarbeit gehört manchmal eben dazu.
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Re: Ringtool vs. Straßenfahrzeug

Beitrag von 7Fifty » 2. Mär 2020

Die Louis-Pilze sind schon weiterverkauft. In die RC42 kommt wieder die originale Airbox, so dass sich der Ing im Falle "nur" Heck und breiteren Hinterreifen ansehen müsste.

Klar, Grumbern hat an sich recht - aber die größeren Freiheiten an den älteren Kisten wollen auch "erkauft" sein (z.B. dB-Messung als grösster Posten). Die RC03 ist ohnehin die intensivere Bastelbude der beiden - daher meine Tendenz, eher das alte Ding zum Spielzeug umzuwidmen.

Ich machs vermutlich eh wieder falsch, daher bat ich ja um Bewertung der ganzen Nummer. :cool:
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Re: Ringtool vs. Straßenfahrzeug

Beitrag von TortugaINC » 2. Mär 2020

Ganz oder garnicht. Alles halb-ordentlich machen um hier und da paar Euro zu sparen, und wir reden hier weiß Gott nicht um größere Beträge, wird dich am Ende nicht zufrieden stellen.
Im Zweifel würde ich eher eine von beiden verkaufen und das Geld in die andere Stecken um wenigstens eine Maschine zu haben, die meinen Vorstellungen entspricht.
Und ein Ringtool macht unterm Strich deutlich mehr Arbeit und kostet auch ne Ecke mehr als ein paar Euro für ne Geräuschmessung- würde ich bei der mit Rechnung mit einbeziehen.
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