Kommt ja wohl von einer Adler....die werden sich schon was gedacht haben, dabei.
Und die Boxen funktionieren an einer Vespa ja auch hervorragend.
Das Dingens wird halt nen Trecker ohne Resokick, ist auch mal schön.
Den Topf kann man ja zerlegen- gibts da Bilder vom Innenleben?
Gruß, Stefan
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Aufbau Ost MZ ES 150
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Re: Aufbau Ost MZ ES 150
Der Gedanke an den Umbau von Gabi entstand, als ich Auspuff und Räder verbauen wollte.
Wie eingangs erwähnt will ich vorhandenes verbauen und so wenig wie möglich kaufen müssen.
Hier ein paar interessante Infos zum Puff und seinem Erfinder:
"Der Frankfurter Topf mit "österreichischem Patent-Siegel" stammt von KTM, wurde dort in der 2. Hälfte der 1950er Jahre in der 125er KTM Tarzan verbaut und wohl auch hergestellt. Es gab von diesem Motorrad sogar eine Briefmarke der Österr. Post, auf dem der Frankfurter Topf gut zu erkennen ist.
Die Schalldämpfung erfolgt hier im Interferenzverfahren: Der Abgasstrom wird in vier kleinere Teilströme aufgeteilt, die verschieden lange Abgaskanäle durchlaufen und am Ende nach unterschiedlichen Kanallaufzeiten wieder zusammengeführt werden. Die Abgasstöße des Motors werden also geviertelt und mit Zeitversatz zu einem "leiseren" Austrittstrom miteinander vermengt. Bildlich: Aus einem PENG ----- PENG ----- PENG wird ein pengpengpengpengpengpengpengpeng... .
Der Erfinder des Frankfurter Topfes war der Jurist Dr. Hans Karl Leistritz (nicht der Maschinenfabrikant Paul Leistritz!), der in seinem "ersten Leben" als Nazi in leitender Position für die reichsweiten Bücherverbrennungen "undeutscher Literatur" im Mai 1933 verantwortlich war. In seinem "zweiten Leben" im Nachkriegsdeutschland war Hans Karl Leistritz Wirtschaftsjournalist und eben Erfinder des Frankfurter Topfes, der Mitte der 1950er Jahre in einer pressewirksamen Aktion in Frankfurt einigen hochrangigen Vertretern des bundesdeutschen Verkehrsministeriums präsentiert wurde. Wohl daher und wegen des damaligen Wohn- und Arbeitsortes des Erfinders rührt der Name "Frankfurter Topf".
Der Frankfurter Topf (FT) wurde anschließend von der Fa. ROKAL GmbH / Lobberich, Rheinland (heute größter Ortsteil der Stadt Nettetal) in ähnlicher "Flunderform" im Leichtmetall-Druckgussverfahren für das Victoria-Moped Vicky IV Export in größerer Stückzahl gefertigt. Dazu gab es einen FT-"Baukasten" zur Nachrüstung an verschiedene deutsche Großserien-Motoräder (100 bis 150 ccm) sowie einige geplante Sonderausführungen für Kleinautomobile (BMW Isetta) oder Kleinflugzeuge.
KTM in Österreich fertigte die "Druckguss-Flunder" u.a. für seine KTM Tarzan in Lizenz. Lafranconi als auch Brevetti in Italien fertigten den FT ebenfalls in Lizenz, jedoch in der üblichen Schalldämpfer-"Rohrform" für Mopeds und Motorräder der Marken Garelli, Gilera oder Moto Guzzi. In Deutschland wurde in den 1970er Jahren die Hercules K125S mit einem Lafranconi-FT in Rohrform ausgestattet."
Zitat von mopedfreund aus dem Puchklub.at
Auch interessant:
https://www.tt-board.de/forum/threads/r ... 086/page-3
Wie eingangs erwähnt will ich vorhandenes verbauen und so wenig wie möglich kaufen müssen.
Hier ein paar interessante Infos zum Puff und seinem Erfinder:
"Der Frankfurter Topf mit "österreichischem Patent-Siegel" stammt von KTM, wurde dort in der 2. Hälfte der 1950er Jahre in der 125er KTM Tarzan verbaut und wohl auch hergestellt. Es gab von diesem Motorrad sogar eine Briefmarke der Österr. Post, auf dem der Frankfurter Topf gut zu erkennen ist.
Die Schalldämpfung erfolgt hier im Interferenzverfahren: Der Abgasstrom wird in vier kleinere Teilströme aufgeteilt, die verschieden lange Abgaskanäle durchlaufen und am Ende nach unterschiedlichen Kanallaufzeiten wieder zusammengeführt werden. Die Abgasstöße des Motors werden also geviertelt und mit Zeitversatz zu einem "leiseren" Austrittstrom miteinander vermengt. Bildlich: Aus einem PENG ----- PENG ----- PENG wird ein pengpengpengpengpengpengpengpeng... .
Der Erfinder des Frankfurter Topfes war der Jurist Dr. Hans Karl Leistritz (nicht der Maschinenfabrikant Paul Leistritz!), der in seinem "ersten Leben" als Nazi in leitender Position für die reichsweiten Bücherverbrennungen "undeutscher Literatur" im Mai 1933 verantwortlich war. In seinem "zweiten Leben" im Nachkriegsdeutschland war Hans Karl Leistritz Wirtschaftsjournalist und eben Erfinder des Frankfurter Topfes, der Mitte der 1950er Jahre in einer pressewirksamen Aktion in Frankfurt einigen hochrangigen Vertretern des bundesdeutschen Verkehrsministeriums präsentiert wurde. Wohl daher und wegen des damaligen Wohn- und Arbeitsortes des Erfinders rührt der Name "Frankfurter Topf".
Der Frankfurter Topf (FT) wurde anschließend von der Fa. ROKAL GmbH / Lobberich, Rheinland (heute größter Ortsteil der Stadt Nettetal) in ähnlicher "Flunderform" im Leichtmetall-Druckgussverfahren für das Victoria-Moped Vicky IV Export in größerer Stückzahl gefertigt. Dazu gab es einen FT-"Baukasten" zur Nachrüstung an verschiedene deutsche Großserien-Motoräder (100 bis 150 ccm) sowie einige geplante Sonderausführungen für Kleinautomobile (BMW Isetta) oder Kleinflugzeuge.
KTM in Österreich fertigte die "Druckguss-Flunder" u.a. für seine KTM Tarzan in Lizenz. Lafranconi als auch Brevetti in Italien fertigten den FT ebenfalls in Lizenz, jedoch in der üblichen Schalldämpfer-"Rohrform" für Mopeds und Motorräder der Marken Garelli, Gilera oder Moto Guzzi. In Deutschland wurde in den 1970er Jahren die Hercules K125S mit einem Lafranconi-FT in Rohrform ausgestattet."
Zitat von mopedfreund aus dem Puchklub.at
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Re: Aufbau Ost MZ ES 150
Demnach ein reiner Schalldämpfer, nix mit Reso (2Taktauspuff).
Hätte mich auch gewundert, der Reso wurde mWn in der MZ-Rennabteilung in den frühen 50er entwickelt und vorerst gehütet.
Die frühen Serienmaschinen RT 125 und ES 125/150/175/250/300 jeweils Strich 0 bis 1 hatten auch noch keine funktionierenden Auspuffe im Sinne des Resoeffektes. Das kam erst in den 60er in die Serienmaschinen, grob kann man sagen alle frühen MZ-Pötte in Zigarrenform sind reine Schalldämpfer. So wird das auch beim Frankfurter-Topf sein.
Hätte mich auch gewundert, der Reso wurde mWn in der MZ-Rennabteilung in den frühen 50er entwickelt und vorerst gehütet.
Die frühen Serienmaschinen RT 125 und ES 125/150/175/250/300 jeweils Strich 0 bis 1 hatten auch noch keine funktionierenden Auspuffe im Sinne des Resoeffektes. Das kam erst in den 60er in die Serienmaschinen, grob kann man sagen alle frühen MZ-Pötte in Zigarrenform sind reine Schalldämpfer. So wird das auch beim Frankfurter-Topf sein.
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Re: Aufbau Ost MZ ES 150
Ich bin kein Zweitakt Spezialist, kenne aber jemanden, den ich fragen werde, wenn es soweit ist.
https://www.speedweek.com/a/moto3/guent ... -mit-waldi
Bei der Adler, die ich vor einiger Zeit hatte, waren die Pötte auch verbaut und das Ding ging wie "Schmitz Katze".
Wir werden sehen und ich werde berichten...
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Re: Aufbau Ost MZ ES 150
Ohne jetzt den inneren Aufbau zu kennen: sieht nach der äußeren Form schon nach Reso aus. Wenn die Adler damit gut ging wäre das eine Bestätigung.
Gruß aus de Palz
Werner
...was annerschwu ä Blummewas des is bei uns ä Dubbeglas...
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Re: Aufbau Ost MZ ES 150
Ja von außen könnte man das für eine Expansionskammer halten, im Inneren ist das aber eher ein Labyrinth-Dämpfer.
Das das trotzdem einigermaßen gut laufen kann, kann versch. Gründe haben, z.B. das die Auslaßsteuerzeit an so alten Gerät meißt extrem zahm ist, damit hat der Auspuff dann nicht die Möglichkeit richtig zu arbeiten bzw. hat nicht den riesen Einfluß.
Der Charakter eines solchen 2Takters fühlt sich meist schon recht stark bei niedrigen U/min an und verläuft dann recht linear ohne groß an Kraft zuzulegen. (Prinzip-Traktor)
Ein 2Takter mit schärferen Steuerzeiten und passendem Auspuff, wird sich im Vergleich untenrum etwas zäher anfühlen, legt dann aber bei steigender U/min deutlich an Kraft zu und ab einsetzen des Resoeffektes nochmals, meist schlagartig, eine ordentliche Schippe obendrauf.
Man kann da sehr viel mit der ASZ und dem Auspuff beeinflussen beim 2Takter, im Grunde kann man sich fast frei zwischen den beiden beschriebenen Extremen bewegen.
Das braucht aber viel Recherche, Rechnerei, Erfahrung und uU auch ein paar Fehlschläge.
@DonStefano: Ich glaube dir auch das deine Adler mit den Frankfurtern passabel läuft, bin mir aber auch sicher das sie mit den passenden Birnen noch viel besser ginge.
Um auf die ES zurück zu kommen: nur zum Test könnte man sich ja eine alte gebrauchte 150er MZ-Esse von der TS, oder ETZ besorgen.
Die arbeiten nach dem Resoprinzip. Dann wäre zumindest ein Vergleich da, wie sich der Motor anfühlen sollte.
Ich habe ja auch noch eine kleine TS (gleicher Motor) und war mit der Leistung des kleinen Aggregats eigentl immer ganz zufrieden, knapp über 100kmh sollten drin sein (liegend um 110) und der Anzug ist recht passabel.
Das das trotzdem einigermaßen gut laufen kann, kann versch. Gründe haben, z.B. das die Auslaßsteuerzeit an so alten Gerät meißt extrem zahm ist, damit hat der Auspuff dann nicht die Möglichkeit richtig zu arbeiten bzw. hat nicht den riesen Einfluß.
Der Charakter eines solchen 2Takters fühlt sich meist schon recht stark bei niedrigen U/min an und verläuft dann recht linear ohne groß an Kraft zuzulegen. (Prinzip-Traktor)
Ein 2Takter mit schärferen Steuerzeiten und passendem Auspuff, wird sich im Vergleich untenrum etwas zäher anfühlen, legt dann aber bei steigender U/min deutlich an Kraft zu und ab einsetzen des Resoeffektes nochmals, meist schlagartig, eine ordentliche Schippe obendrauf.
Man kann da sehr viel mit der ASZ und dem Auspuff beeinflussen beim 2Takter, im Grunde kann man sich fast frei zwischen den beiden beschriebenen Extremen bewegen.
Das braucht aber viel Recherche, Rechnerei, Erfahrung und uU auch ein paar Fehlschläge.
@DonStefano: Ich glaube dir auch das deine Adler mit den Frankfurtern passabel läuft, bin mir aber auch sicher das sie mit den passenden Birnen noch viel besser ginge.
Um auf die ES zurück zu kommen: nur zum Test könnte man sich ja eine alte gebrauchte 150er MZ-Esse von der TS, oder ETZ besorgen.
Die arbeiten nach dem Resoprinzip. Dann wäre zumindest ein Vergleich da, wie sich der Motor anfühlen sollte.
Ich habe ja auch noch eine kleine TS (gleicher Motor) und war mit der Leistung des kleinen Aggregats eigentl immer ganz zufrieden, knapp über 100kmh sollten drin sein (liegend um 110) und der Anzug ist recht passabel.
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Re: Aufbau Ost MZ ES 150
Hab's mir jetzt angeschaut, man sollte in verlinkte Beiträge auch rein schauen. Jetzt weiß ich wie das innen aussieht. Die klassische Reso-Birne ist die einfachste und effektivste Art der Resonanzaufladung. Wurde in der Regel auch bei neueren Hochleistungszweitaltern so gemacht. Erst ne Birne und dann ein Schalldämpfer um die Lautstärkevorgaben einzuhalten. Funzt leider nur in einen stark begrenzten Drehzahlbereich.Ich sehe in dem System des Frankfurter Topfes auch eine gewisse Resonanzaufladung, zwar nicht sehr effektiv, aber dafür durch die unterschiedlichen Laufzeiten in einem breiteren Drehzahlbereich wirksam. Also grundsätzlich alltagstauglicher.
Mein letzter Ausflug in die 2-Takttechnik ist schon ein paar Jahre her. Da hatte ich einen originalen MBK Nitro Auspuff aufgeschnitten, weil ein loses Prallblech den Motorlauf massiv behindert hat. Der innere Aufbau war dem Frankfurter Topf nicht unähnlich. Krümmer, Expansionskammer und danach ein Labyrinthdämpfer, mit unterschiedlich langen Wegen. Nachdem ich den resonanzverhindernden Wurmfortsatz am Krümmer lahmgelegt hatte gab es da einen durchaus fühlbaren Reso-Effekt. Direkt untenrum weniger Leistung aber ab einer bestimmten Drehzahl ging die Post ab.
Zum Brötchenholen ist ein etwas breiteres Leistungsband eher geeignet. Außerdem wollte Steffan ja möglichst mit vorhandenem Material arbeiten. Interessant wäre der Vergleich zwischen "echtem" Resosystem und Frankfurter Topf allemal.
Mein letzter Ausflug in die 2-Takttechnik ist schon ein paar Jahre her. Da hatte ich einen originalen MBK Nitro Auspuff aufgeschnitten, weil ein loses Prallblech den Motorlauf massiv behindert hat. Der innere Aufbau war dem Frankfurter Topf nicht unähnlich. Krümmer, Expansionskammer und danach ein Labyrinthdämpfer, mit unterschiedlich langen Wegen. Nachdem ich den resonanzverhindernden Wurmfortsatz am Krümmer lahmgelegt hatte gab es da einen durchaus fühlbaren Reso-Effekt. Direkt untenrum weniger Leistung aber ab einer bestimmten Drehzahl ging die Post ab.
Zum Brötchenholen ist ein etwas breiteres Leistungsband eher geeignet. Außerdem wollte Steffan ja möglichst mit vorhandenem Material arbeiten. Interessant wäre der Vergleich zwischen "echtem" Resosystem und Frankfurter Topf allemal.
Gruß aus de Palz
Werner
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