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Re: 3D-Druck für Schwingenschleifschutz
Verfasst: 28. Jan 2026
von Scirocco
Alten Zahn- oder Rippenriemen als Verschleißschutz aufkleben/nieten.
Die Dinger sind Faserverstärkt und gibt es für lau...
Re: 3D-Druck für Schwingenschleifschutz
Verfasst: 28. Jan 2026
von manne
Murtfeld grün ist ein bekannter verschleissfester Ketten-Gleitschienen-Werkstoff.... hier unter dem "Auslauf" der Kette unter dem Ritzel...
kettenschutz.jpg
und auf der Schwinge -gehalten von 2 Edelstahl-Schlauchschellen -ein Stück alten Motorradreifen - ob Pirelli Phantom weiss ich nicht mehr - aber geht von dort bis vorne über das Schwingenlagerrohr und hält....
später wurde Murtfeld in grau eingebaut....
kettenschutz-1.jpg
der Reifenrest blieb....
Das Alugehäuse hat Frässpuren der Kette - der Kunststoff-Schleifschutz nur Polierspuren....
Re: 3D-Druck für Schwingenschleifschutz
Verfasst: 28. Jan 2026
von 750R
Mhhhh - Murtfeld wäre der Favorit aber da geht weder Drucken noch gießen. Aus dem vollen fräsen ist unwirtschaftlich ....
Da ich keine Löcher in die Schwinge bohren will bleibt dann wohl nur noch dad "Gerippe" und da dann Murtfeld drauf.
Oder ich probiere mal einen Druck in PA.
Da das ganze ganze nicht nur mich sondern unsere gesamte Typ-Forengemeinde soll das ganze schon für gewisse Stückzahlen tauglich sein.
Ich bleib dran!
Re: 3D-Druck für Schwingenschleifschutz
Verfasst: 29. Jan 2026
von manne
Ich habe das noch nicht gerechnet aber ein 18 Zoll Pirelli Phantom reicht sicher für 10 Stück... Problem eher das ausreichend scharfe und standfeste Messer..... War für meine Möglichkeiten die perfekte Lösung... damals hat auch noch keiner von "aufbauender" Werkstückfertigung gesprochen... wir kannten nur "abtragend"
Re: 3D-Druck für Schwingenschleifschutz
Verfasst: 29. Jan 2026
von mrairbrush
750R hat geschrieben: 28. Jan 2026
Da das ganze ganze nicht nur mich sondern unsere gesamte Typ-Forengemeinde soll das ganze schon für gewisse Stückzahlen tauglich sein.
Wenn Stückzahlen dann würde ich das Muster mit Silikon abformen und mit Faserverstärkten PU Material Abgüsse machen. Da machst dann 2 Stk pro Stunde. So schnell ist kein 3D Drucker.
Re: 3D-Druck für Schwingenschleifschutz
Verfasst: 29. Jan 2026
von 750R
Da das Ding direkt im Sichtbereich hängt sollte es schon ein bisschen nach was aussehen ;)
@Rolf: gießen - das hört sich interessant an. Silikonform sollte kein Thema sein - so was habe ich schon gemacht!
Hast du evtl. einen Link welches PU-Material du das nehmen würdest? Mit Faserverstärkung hab ich bedenken dass das Zeug dann überall wie alte Glaswolle rumhängt? Hab damit auf Arbeit zu tun ... - ich hasse das zeug!
Grüße
Re: 3D-Druck für Schwingenschleifschutz
Verfasst: 30. Jan 2026
von mrairbrush
PU Gussmaterial bekommst bei vielen Harzlieferanten.
https://www.harzspezialisten.de/Polyure ... ethanharze
Bei filigranen Formen evtl. Unterdruckkammer benutzen um Blasen zu vermeiden. Gibt es auch schon sehr günstig.
Bloss nicht ein zu schnelles Harz verwenden. :-) Je schneller und umso mehr man anmacht umso heftiger die Reaktion (Wärmeentwicklung). Ich habe meist 8 oder 12min Verarbeitungszeit genommen. Silikonform braucht bei PU auch kein Trennmittel.
Re: 3D-Druck für Schwingenschleifschutz
Verfasst: 30. Jan 2026
von GS800Big
Hallo
Im DR Big Forum hat mal Jemand einen Schwingsschleiferschutz gedruckt
und erfolgreich getestet.
Der hat sogar einen eigenen Laden.
https://www.solidfused3d.de/
Re: 3D-Druck für Schwingenschleifschutz
Verfasst: 30. Jan 2026
von 750R
Dann werd ich mir nochmal einen aus ABS drucken und den dsnn abformen.
Oder is ggf ne mehrteilige form aus dem Drucker ne alternative?
PUR kenne ich nur von Kabelmänteln ... ziemlich widerstandsfähiges Zeug! is das das Gleiche?
Grüße
Re: 3D-Druck für Schwingenschleifschutz
Verfasst: 1. Feb 2026
von mrairbrush
PUR gibt es in unmengen Formulierungen. Wird nun auch für Kantenbeschichtungen an Windradflügel benutzt um von der Teflonbeschichtung die bald verboten wird wegzukommen. Auch als Harz bei Carbonteilen (Windradflügel) wird es verwendet. Es ist noch einmal 20% leichter und weniger brüchig, also zähelastisch formuliert um der Abrasion vorzubeugen. Die Flügel erreichen ja geschwindigkeiten von 300km/h und da wirken Wassertropfen oder Staub wie ein Sandstrahler. Allein durch die verlängerten Wartungszeiten anstatt 2.5 Jahre auf 10-15 Jahre ergibt das über die Laufzeit Millionen an Einsparung. Die Kontrolle und neue Beschichtung übernehmen jetzt Roboter und Drohnen. Gibt es schon eine Weile, bekommt aber niemand mit wenn man nicht über den Tellerand schaut.
So wurde auch das Burj al Arab in Dubai noch mit PTFE-beschichtetem Glasfasergewebe (Teflon) beschichtet. Das gibt ein Umweltproblem weil PTFE eine Ewigkeitschemikalie ist. PUR Beschichtungen sind recyclebar.
Ich habe PUR gegossen weil die 3D Drucke bei Wärme ab 50-60C instabil wurden. Also die 3D Drucke mit Themoplasten nicht Harzdrucke.
Lediglich Lufteinschlüsse waren Anfangs ein Problem trotz Belüftungskanäle und filigraner Stege. Mit Unterdruck geht es. Darum sollte die Topfzeit auch ausreichend lang sein um noch Zeit zu haben damit Luftblasen entweichen können.
Bei dem Bauteil muss es eine zweiteilige Form sein. Haben ja etliche im Forum die laminieren etc.