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Stahlflexbremsleitungen selber anfertigen...

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Palzwerk
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Re: Stahlflexbremsleitungen selber anfertigen...

Beitrag von Palzwerk »

Die Stahlflex mit geschraubten Anschlüssen habe ich auch. Gab die ganzen Fittings noch bis vor kurzem bei SD. Wurden vor 30 Jahren sogar noch eingetragen. Mittlerweile nur noch für Rennsport. Auf den gelben Schrumpfschlauchbanderolen war auch mal ne Nummer. Ist jetzt nicht mehr zu lesen, gab aber noch nie Stress, nicht mal damit, dass irgendwer bei der Eintragung aus Goodridge Goodbridge gemacht hat. Ist schon echt bequem, wenn man schnell mal nen Anschluss ändern oder ne Leitung kürzen kann.
Gruß aus de Palz
Werner

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BoNr2
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Re: Stahlflexbremsleitungen selber anfertigen...

Beitrag von BoNr2 »

exakt @Werner

Tommy80
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Re: Stahlflexbremsleitungen selber anfertigen...

Beitrag von Tommy80 »

Muss das Thema hier mal ausbuddeln. Hab mit dem Thema noch keinerlei Erfahrung, weil meine bisherigen Kisten son neumodischen Quatsch wie Scheibenbremsen nicht hatten.
Hab bei mir auch solche geschraubten Stahlflex an meiner Kawa. Durch den M Lenker und kürzere Gabel sind die jetzt aber viel zu lang.
Bei meinem Low Budged Konzept würde ich es ganz charmant finden die alten noch guten Leitungen weiter zu verwenden. Im Endeffekt ist das ja nur eine Art Schneidringverschraubung.
Spricht etwas dagegen (ausser den aktuellen Richtlinien) die weiter zu verwenden? Ich mein....wenns im Rennsport hält? :dontknow:
Saubere Arbeit vorausgesetzt natürlich.

Womit sich mir gleich eine Frage stellt. Wie schneidet man denn am allerbesten das Drahtgeflecht?

VG Thomas
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wimmerma
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Re: Stahlflexbremsleitungen selber anfertigen...

Beitrag von wimmerma »

Wenn ich diese Video ansehe, dann vermute ich eine schnelldrehende, diamantbesetzte Trennscheibe.
Uniflex nennt das Trennmesser.
Ride on!

Marcus

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obelix
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Re: Stahlflexbremsleitungen selber anfertigen...

Beitrag von obelix »

Tommy80 hat geschrieben: 9. Aug 2025Ich mein....wenns im Rennsport hält?
Das ist immer so ein Argument, das mal so gar ned zieht:-) Im Rennsport werden die Teile regelmässig inspiziert, sind auf kurze Hochleistungseinsätze ausgelegt und grundsätzlich nicht für den Gebrauch auf der Strasse ausgelgt.

Klar - wieso sollen die ned halten, ist ja keine Raketenwissenschaft.
Nur fehlt Dir halt der Nachweis zum Material UND der Nachweis der Montagekorrektheit. Sprich - der Prüfer kann Dir ned ansehen, ob Du das sorgfältig und fachgerecht zusammengebaut hast oder ob Du schlichtweg zu doof bist, sowas sauber zusammenzuschustern.

Auaf dem Kringel landest halt im Kies, wenn das Ding auseinanderrutscht. Auf der Strasse kegelst u.U. ne Mami mit Kinderwagen vom Zebrastreifen. Oder ne Omi mit Ihrem Rollator.

Ich kenne Beispiele, wo eben dieses "Rennsportargument" zu gaaaanz schlechten Ausgängen geführt hat und bei nem SACHVERSTÄNDIGEN Prüfer erweckst damit ned unbedingt den besten Eindruck:-)

Bessere Vorgehensweise - such ne passende Leitung MIT Gutachten, die bekommst i.d.R. problemlos eingetragen, auch wenn die meinetwegen für ne Harley oder sonstwas vergutachtet wurde. Oder lass Dir von nem Hersteller eine Leitung nach Mass anfertigen, die kommt dann auch mit ner Bescheiinigung und wird damit problemlos abgenommen.

Sollte auch bei lowest Budget machbar sein. Einmal Pizzeria mit der besseren Hälfte einsparen, dann passts wieder:-)

Gruss

Obelix
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Palzwerk
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Re: Stahlflexbremsleitungen selber anfertigen...

Beitrag von Palzwerk »

Die geschraubten Leitungen wurden wohl verboten, bzw vom Markt genommen, um zu vermeiden, dass jeder einfach wahllos selbst Leitungen anfertigt. Den Unterschied zwischen Rennstrecke und Öffentlicher Straße hat Obelix ja schon ganz gut dargestellt. Wenn verschraubte Leitungen z.B. von Goodridge eingetragen sind gilt ein Bestandsschutz. Ich persönlich würde in diesem Fall um Leitungen zu kürzen diese mit einem geeigneten Werkzeug wie einer Kabelschere am nicht bezeichneten Ende passend abschneiden und das Fitting neu montieren. Weil ich weiß, wie die Abdichtung und die Zugfestigkeit der Verbindung zustande kommen und auf was es bei der Montage ankommt. Ich werde allerdings niemanden dazu auffordern, das auch zu tun und so eine Arbeit auch nicht für andere durchführen.
Die meisten aaS haben auch kein Problem mit einer Serienleitung eines anderen Mopeds.
Gruß aus de Palz
Werner

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obelix
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Re: Stahlflexbremsleitungen selber anfertigen...

Beitrag von obelix »

Eins finde ich bei der ganzen Geschichte witzig.
Um die flxiblen Leitungen wird ein Riesen-Bohei veranstaltet.
Aber keine Sau fragt nach irgendwelchen Zertifikaten, Gutachten oder Befähigungsnachweisen bei den starren Leitungen:-)

Bei mir hat ein Prüfer genau einmal versucht, an neuen Bremsleitungen rumzumäkeln. Die sind ja aus Kupfer, das ist verboten!!!
Hmmm... Das sind originale Leitungen vom Hersteller, bestellt beim Vertragshändler und geliefert aus dem Zentrallager... Oh?!?

:wink:
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TortugaINC
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Re: Stahlflexbremsleitungen selber anfertigen...

Beitrag von TortugaINC »

Palzwerk hat geschrieben: 9. Aug 2025 Die geschraubten Leitungen wurden wohl verboten, bzw vom Markt genommen, um zu vermeiden, dass jeder einfach wahllos selbst Leitungen anfertigt.
Funktioniert bei den noch erhältlichen Varioflexleitungen im Prinzip auch:
https://www.kawaschrauber.de/shop/show_ ... S=gvnffocl

Ist sicherlich etwas mehr Plug an Play, aber letztlich baut man die Leitungen trotzdem selber zusammen. Das Problem wird eher die Produkthaftung sein. Bei einer Reklamation nachzuweisen das der Kunde es verbockt hat ist bei den komplett selbst gebauten schwieriger…
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Grottenschrauber
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Re: Stahlflexbremsleitungen selber anfertigen...

Beitrag von Grottenschrauber »

Die Schläuche von Zentralschmierungen sind auch geschraubt, da gehen 600bar rein, wenn die Schmierstelle zu ist.....

Gruß, Stefan

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mrairbrush
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Re: Stahlflexbremsleitungen selber anfertigen...

Beitrag von mrairbrush »

Am Auto biege ich Bremsleitungen grundsätzlich selber und Bördel die. Noch nie Probleme gehabt aber schon damit das der tolle TÜV durchgegammelte übersehen hat. Einmal eine direkt nach TÜV geplatzt und ein anders mal habe ich die Jungs bei einem Fahrzeug auf eine Schwachstelle aufmerksam gemacht an die man im Normalfall schlecht hinsehen kann aber fahrzeugspezifisch eine Krankheit ist.
Wer sollte da von Wem Gebühren verlangen?
Tortugainc: Bei der Produkthaftung müßtes dem Hersteller nachweisen das ein Mangel vorlag und dieser zu einem Schaden führte. Allerdings ist im neuen ProdHaftG eine Beweiserleichterung eingeführt worden. Schwierig ist es dennoch. In der Regel verschleppen die einfach Verfahren durch die Instanzen. Leider wurde eine mögliche Einstellung des Verfahrens bei Verschleppung zu Gunsten einer Partei vor einigen Jahren wieder abgeschafft. Hatte damals noch Glück das es die Möglichkeit gab um ein Verfahren gegen eine sehr große Firma so für mich entscheiden zu können. Deren Anwalt sagte vor einem Richter das sie das Verfahren so lange hinhalten bis mir die Luft ausgeht. War ein Fehler von ihm. :-)

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