Es funktioniert doch. Mich hätte nur interessiert wie gut, sprich ob jemand Erfahrungen damit hat.
Welex hat ja bereits darauf geantwortet, allerdings mit Sand. Da hätte ich aber eher Bedenken wg. Feuchtigkeit und Verklumpung.
caferacer-forum.de - Das Forum für Petrolheads, Garagenschrauber, Ölfinger, Frickelracer und Alteisentreiber
Hat jemand Erfahrung mit Wuchtperlen?
- mrairbrush
- Beiträge: 5892
- Registriert: 18. Feb 2019
- Motorrad:: Honda XBR, Triumph Bonneville
- Wohnort: Rötenberg
- Kontaktdaten:
-
Raureif
- Beiträge: 449
- Registriert: 7. Mär 2018
- Motorrad:: Rau Z1000J GPZ 500 S GPZ 750UT GPZ 1100UT KTM RC8 KTM Superduke1290
Re: Hat jemand Erfahrung mit Wuchtperlen?
Der Reifen, also das was sich dreht, bleibt aber immer der gleiche. Und somit auch seine Unwucht, sofern er überhaupt eine nennenswerte hat. Egal ob du bei Schnee oder Trockenheit fährst. Deshalb macht ein dynamisches Auswuchtsystem keinen Sinn. Bei der Waschmaschine ist das was anderes. Das was sich dreht, die Trommel, wird von Mutti jeden Tag anders befüllt. Der Winkelschleifer bekommt alle paar Minuten eine andere Scheibe verpasst. Wenn du vor jeder Fahrt andere Reifen aufziehst würde es am Auto auch Sinn machen.mrairbrush hat geschrieben: 7. Feb 2026 Welche Risiken? Wenn Kügelchen einen Reifen schaden würde wäre das sicher längst verboten.
Das Risiko besteht darin, dass die Glaskugeln, oder was immer man da reinkippt, ständig im Reifen hin und her fliegen. Das könnte dauerhaft den Innenlayer des Reifens beschädigen.
Wenn du jetzt z.B. bei Conti anrufst und denen sagst, dass du ein halbes Kilo Sand, Glas oder sonst was in den Reifen schütten willst, (das sind die Angaben aus deinem Link) was für eine Antwort würdest du dann erwarten?
Gruß
Rr
Zuletzt geändert von grumbern am 7. Feb 2026, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Vollzitat
Grund: Vollzitat
- mrairbrush
- Beiträge: 5892
- Registriert: 18. Feb 2019
- Motorrad:: Honda XBR, Triumph Bonneville
- Wohnort: Rötenberg
- Kontaktdaten:
Re: Hat jemand Erfahrung mit Wuchtperlen?
Gute Idee, werde mal bei Conti anfragen ob ihre Reifen so empfindlich sind. Bin gespannt welche Antwort ich erhalte. Anfrage gerade gestellt. Denke das ich nächste Woche Antwort bekomme. Werde bei anderen Herstellern die gleiche Anfrage starten. 
- mrairbrush
- Beiträge: 5892
- Registriert: 18. Feb 2019
- Motorrad:: Honda XBR, Triumph Bonneville
- Wohnort: Rötenberg
- Kontaktdaten:
Re: Hat jemand Erfahrung mit Wuchtperlen?
Tests gibt es wohl schon.
https://app.cyberimpact.com/clients/173 ... _DE_v2.pdf
Ein logisches Argument dagegen habe ich gefunden. Die Fliehkräfte bei hohen Geschwindigkeiten werden u.U. so hoch das die Kügelchen nicht mehr wanderen können. Bei einigen gab es wohl über 170km/h flattern.
https://app.cyberimpact.com/clients/173 ... _DE_v2.pdf
Ein logisches Argument dagegen habe ich gefunden. Die Fliehkräfte bei hohen Geschwindigkeiten werden u.U. so hoch das die Kügelchen nicht mehr wanderen können. Bei einigen gab es wohl über 170km/h flattern.
-
Raureif
- Beiträge: 449
- Registriert: 7. Mär 2018
- Motorrad:: Rau Z1000J GPZ 500 S GPZ 750UT GPZ 1100UT KTM RC8 KTM Superduke1290
Re: Hat jemand Erfahrung mit Wuchtperlen?
Da bin ich auch mal drauf gespannt.
Gruß
Rr
Re: Hat jemand Erfahrung mit Wuchtperlen?
Wie gut funktioniert ein Gipsbein bei ner Malariainfektion?mrairbrush hat geschrieben: 7. Feb 2026 Es funktioniert doch. Mich hätte nur interessiert wie gut, ...
Naja, wie gesagt, bei ner laufenden Flex die du frei in die Luft hälst funktioniert's gut,
bei nem Fahrzeugrad, das mit viel Kraft (Gewicht) gegen den Untergrund gedrückt wird, funktioniert's schlecht. Beides prinzipbedingt.
Die Frage "wie schlecht?" lässt sich am besten beantworten mit "viel schlechter als
konventionelles Wuchten mit fest positionierter Wuchtmasse".
Da du aber "wie gut" gefragt hast: "Perfekt, solange sich das Rad nicht dreht!"
- mrairbrush
- Beiträge: 5892
- Registriert: 18. Feb 2019
- Motorrad:: Honda XBR, Triumph Bonneville
- Wohnort: Rötenberg
- Kontaktdaten:
Re: Hat jemand Erfahrung mit Wuchtperlen?
Das glaube ich nun ehrlich gesagt nicht da diese Technik in vielen Bereichen erfolgreich ist. Würde es nicht taugen wären alle schon pleite die solche Dinge anbieten. Die Technik wird seit 1997 erfolgreich z.B. bei LKWs eingesetzt und diese Räder stehen auch nicht still.
Kein Bereich überlebt 29 Jahre wenn die Technik nix taugt. Im Motorradbereich sind es bereits rund 20 Jahre. Kann sein das statisches Auswuchten besser ist, aber darum geht es nicht. In mittleren Geschwindigkeitsbereichen 80-150km/h ist es fast genauso wirkungsvoll wie statisches Auswuchten wie aus dieser Untersuchung (Seite 5) hervorgeht.
https://app.cyberimpact.com/clients/173 ... _DE_v2.pdf
Schon merkwürdig das immer gleich alles kaputt geredet werden muss nur weil es sich abseits des Üblichen bewegt.
Wenn jemand einen Reifendienst betreibt kann ich das akzeptieren. Dem geht ja richtig Geld durch die Lappen wenn plötzlich jeder ganz einfach seine Reifen ohne teure Maschinen auswuchten kann. Was die drückende Kraft gegen den Untergrund damit zu tun hat ist mir nicht klar. Das würde sich auch bei statischen Gewichten auswirken weil sich die Unwucht bzw. der Einfluß des Gewichtes durch das auseinanderpressen des Reifen genauso verlagert. Man nennt das wohl auch Aufstandspunkt ("Latsch"). Latsch bezeichnet die geometrische Schwerpunktverschiebung durch Einfederung. Die Geometrie des Reifens verändert sich.
Wo sind denn die Ingenieure hier die Dynamische Rollradius-Änderung sicher besser erklären können?
Statische Gewichte passen sich bei Reifenabnutzung nicht an. Eine Verschiebung gibt es schon bei Laufleistung von 3000km.
Da ist z.B. ein Autoreifen noch recht gut, beim Motorrad je nach Drehmoment am Hinterrad schon bald fällig. Also dort nicht sonderlich relevant.
Die Aussage "Perfekt, solange sich das Rad nicht dreht!" ist zu einfach.
Kein Bereich überlebt 29 Jahre wenn die Technik nix taugt. Im Motorradbereich sind es bereits rund 20 Jahre. Kann sein das statisches Auswuchten besser ist, aber darum geht es nicht. In mittleren Geschwindigkeitsbereichen 80-150km/h ist es fast genauso wirkungsvoll wie statisches Auswuchten wie aus dieser Untersuchung (Seite 5) hervorgeht.
https://app.cyberimpact.com/clients/173 ... _DE_v2.pdf
Schon merkwürdig das immer gleich alles kaputt geredet werden muss nur weil es sich abseits des Üblichen bewegt.
Wenn jemand einen Reifendienst betreibt kann ich das akzeptieren. Dem geht ja richtig Geld durch die Lappen wenn plötzlich jeder ganz einfach seine Reifen ohne teure Maschinen auswuchten kann. Was die drückende Kraft gegen den Untergrund damit zu tun hat ist mir nicht klar. Das würde sich auch bei statischen Gewichten auswirken weil sich die Unwucht bzw. der Einfluß des Gewichtes durch das auseinanderpressen des Reifen genauso verlagert. Man nennt das wohl auch Aufstandspunkt ("Latsch"). Latsch bezeichnet die geometrische Schwerpunktverschiebung durch Einfederung. Die Geometrie des Reifens verändert sich.
Wo sind denn die Ingenieure hier die Dynamische Rollradius-Änderung sicher besser erklären können?
Statische Gewichte passen sich bei Reifenabnutzung nicht an. Eine Verschiebung gibt es schon bei Laufleistung von 3000km.
Da ist z.B. ein Autoreifen noch recht gut, beim Motorrad je nach Drehmoment am Hinterrad schon bald fällig. Also dort nicht sonderlich relevant.
Die Aussage "Perfekt, solange sich das Rad nicht dreht!" ist zu einfach.
Re: Hat jemand Erfahrung mit Wuchtperlen?
Danke für deine ausführliche und gelassene Antwort!
Ehrlich gesagt kenne ich diese Technik schon lange, aber ich hab' noch nie gesehen,
dass sie irgendwo angewendet würde, außer im Werbematerial der Hersteller. Aber
gut, das muß nichts heißen, im LKW-Sektor kenn' ich mich nicht aus ...
Das Argument, dass es die Anbieter schon lange gibt lässt imho keine Rückschlüsse
auf die Qualität zu. Es gibt in vielen Bereichen (z.B. Hifi, Gesundheit, ...) eine Nische
für esoterische Produkte. Speziell im KFZ-Technik Sektor wurde jahrelang sogenannter
"Energieklanglack" angeboten, dessen Wirkung nach bloßem Auftragen auf die Zünd-
spule absolut fantastisch sein sollte. Darüber würdest Du laut lachen. Soetwas lässt
sich auch bei wenig Nachfrage lange anbieten, es erfordert ja keine besonderen In-
vestitionen (ähnlich wie die Glaskügelchen).
Auch dein vorheriges Argument, dass wenn die Perlen gefährlich, sie auch verboten
wären ist für mich nicht stichhaltig. Es ist in Deutschland so einiges Gefährliches nicht
verboten, da fallen Dir selbst Beispiele für ein.
Zur verlinkten "Untersuchung": das ist nicht dein Ernst, das ist einfach nur vergleichende
Werbung!
Damit will ich nicht sagen, dass die den Wuchtperlen bzw. des Autobalancings von
Metabo zugrundeliegende Idee esoterisch sei, überhaupt nicht, das ist kein Voodoo,
sondern basiert auf solider newtonscher Mechanik. Leider wird das von den Herstellern
nicht richtig erklärt. Das ist in Worten auch nicht so einfach, aber ein
Teil davon sollte einleuchten: solange die Bahn, von der die Kugeln mitgenommen
werden und entlang der sie sich bewegen können (z.B. die Innenseite der Lauffläche
des Reifens), solange diese Bahn genau um ihren Mittelpunkt rotiert (der Reifen also
rund läuft), solange wirkt die Fliehkraft einer Kugel genau senkrecht zu dieser Bahn
und hat keine Komponente, die sie längs dieser Bahn an eine andere Stelle bewegen
kann. Im Umkehrschluß: damit sich die Kugeln an einer bestimmten Stelle sammeln
und damit die vorhandene Unwucht des Rades kompensieren können, muß ihre
Bahn "eiern". Bei einer laufenden Flex mit Scheibe mit Unwucht ist das der Fall und
das kannst du spüren, wenn du sie locker in der Hand hälst: das Ding vibriert, und
das bedeutet u.a., dass die Scheibe nicht mehr um ihre vorgesehene Achse rotiert,
sondern um einen Punkt Richtung ihres Schwerpunkts. Und dadurch ist die Voraus-
setzung für den Autobalancer erfüllt, die Kugeln bewegen sich jetzt zum Punkt des
größten Abstands vom Drehpunkt, also weg vom Schwerpunkt und tragen damit
zum Auswuchten bei. Beim Autoreifen ist das aber anders, das Fahrzeuggewicht
drückt ihn an die Straße und erzwingt damit seinen Rundlauf, so dass die Kugeln
nicht wirken können.
Soviel dazu. Jetzt ein anderes Argument: wenn besagtes Prinzip beim Auto zu-
friedenstellend funktionieren würde, warum hat dann kein Hersteller Räder ent-
wickelt, bei denen es ähnlich wie bei der Metabo-Flex integriert ist? Das würde
alles vereinfachen, und die Reifenhersteller könnten auch nicht meckern, weil die
Perlen oder Kugeln gar nicht mehr mit dem Reifen in Berührung kämen!
Warum werden Werkzeuge (Fräser, Schleifscheiben), Kurbelwellen, Elektromotoren
Turbinenräder noch konventionell ausgewuchtet (was teuer und aufwendig ist), wenn
man mit einem Autobalancer einen vergleichbaren Effekt erzielen könnte?
Ok, probier's aus, kost' ja nicht die Welt!
Viele Grüße
Sven
Ehrlich gesagt kenne ich diese Technik schon lange, aber ich hab' noch nie gesehen,
dass sie irgendwo angewendet würde, außer im Werbematerial der Hersteller. Aber
gut, das muß nichts heißen, im LKW-Sektor kenn' ich mich nicht aus ...
Das Argument, dass es die Anbieter schon lange gibt lässt imho keine Rückschlüsse
auf die Qualität zu. Es gibt in vielen Bereichen (z.B. Hifi, Gesundheit, ...) eine Nische
für esoterische Produkte. Speziell im KFZ-Technik Sektor wurde jahrelang sogenannter
"Energieklanglack" angeboten, dessen Wirkung nach bloßem Auftragen auf die Zünd-
spule absolut fantastisch sein sollte. Darüber würdest Du laut lachen. Soetwas lässt
sich auch bei wenig Nachfrage lange anbieten, es erfordert ja keine besonderen In-
vestitionen (ähnlich wie die Glaskügelchen).
Auch dein vorheriges Argument, dass wenn die Perlen gefährlich, sie auch verboten
wären ist für mich nicht stichhaltig. Es ist in Deutschland so einiges Gefährliches nicht
verboten, da fallen Dir selbst Beispiele für ein.
Zur verlinkten "Untersuchung": das ist nicht dein Ernst, das ist einfach nur vergleichende
Werbung!
Damit will ich nicht sagen, dass die den Wuchtperlen bzw. des Autobalancings von
Metabo zugrundeliegende Idee esoterisch sei, überhaupt nicht, das ist kein Voodoo,
sondern basiert auf solider newtonscher Mechanik. Leider wird das von den Herstellern
nicht richtig erklärt. Das ist in Worten auch nicht so einfach, aber ein
Teil davon sollte einleuchten: solange die Bahn, von der die Kugeln mitgenommen
werden und entlang der sie sich bewegen können (z.B. die Innenseite der Lauffläche
des Reifens), solange diese Bahn genau um ihren Mittelpunkt rotiert (der Reifen also
rund läuft), solange wirkt die Fliehkraft einer Kugel genau senkrecht zu dieser Bahn
und hat keine Komponente, die sie längs dieser Bahn an eine andere Stelle bewegen
kann. Im Umkehrschluß: damit sich die Kugeln an einer bestimmten Stelle sammeln
und damit die vorhandene Unwucht des Rades kompensieren können, muß ihre
Bahn "eiern". Bei einer laufenden Flex mit Scheibe mit Unwucht ist das der Fall und
das kannst du spüren, wenn du sie locker in der Hand hälst: das Ding vibriert, und
das bedeutet u.a., dass die Scheibe nicht mehr um ihre vorgesehene Achse rotiert,
sondern um einen Punkt Richtung ihres Schwerpunkts. Und dadurch ist die Voraus-
setzung für den Autobalancer erfüllt, die Kugeln bewegen sich jetzt zum Punkt des
größten Abstands vom Drehpunkt, also weg vom Schwerpunkt und tragen damit
zum Auswuchten bei. Beim Autoreifen ist das aber anders, das Fahrzeuggewicht
drückt ihn an die Straße und erzwingt damit seinen Rundlauf, so dass die Kugeln
nicht wirken können.
Soviel dazu. Jetzt ein anderes Argument: wenn besagtes Prinzip beim Auto zu-
friedenstellend funktionieren würde, warum hat dann kein Hersteller Räder ent-
wickelt, bei denen es ähnlich wie bei der Metabo-Flex integriert ist? Das würde
alles vereinfachen, und die Reifenhersteller könnten auch nicht meckern, weil die
Perlen oder Kugeln gar nicht mehr mit dem Reifen in Berührung kämen!
Warum werden Werkzeuge (Fräser, Schleifscheiben), Kurbelwellen, Elektromotoren
Turbinenräder noch konventionell ausgewuchtet (was teuer und aufwendig ist), wenn
man mit einem Autobalancer einen vergleichbaren Effekt erzielen könnte?
Ok, probier's aus, kost' ja nicht die Welt!
Viele Grüße
Sven
