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Sidecar» Yamaha» Nannos SR500 Gespann

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nanno
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Re: Yamaha» Nannos SR500 Gespann

Beitrag von nanno »

Das schwierigste am ganzen KBT-Umbau hat eigentlich nix mit dem Umbau selber zu tun: Bei ca. 0 Grad einen rund 25 Jahre alten Metzeler ME77 ab- und einen 18 Jahre alten Michelin Sirac auf-ziehen. Lustigerweise war der Michelin die größere Herausforderung, weil er ein 4.10x18 und damit eigentlich ein bissi zu breit für die Felge ist.

(Und nein, in Ö gibts kein Höchstalter für Reifen, sie dürfen nur keine Risse etc. haben.)
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nanno
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Re: Yamaha» Nannos SR500 Gespann

Beitrag von nanno »

Alles zusammengebaut, vorne die Winterfelge eingebaut, aber dann entdeckt, dass ich mir für die Typisierung dort den Tacho-Antrieb ausgeborgt hab. Lt. meinen E-Mails hab ich aber irgendwo einen Reparatursatz dafür...
IMG_7009.jpeg
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IMG_7011.jpeg
Ach und warum ich so motiviert bin, was das Gespann betrifft - so sah die Einfahrt zur Werkstatt vor ein paar Tagen aus:
IMG_6947.jpeg
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scrambler66
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Re: Sidecar» Yamaha» Nannos SR500 Gespann

Beitrag von scrambler66 »

Bin schon auf die Bilder von unterwegs gespannt :grin: Der Sirac war ein toller Enduroreifen, schade, das es den nicht mehr gibt.
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nanno
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Re: Sidecar» Yamaha» Nannos SR500 Gespann

Beitrag von nanno »

*räuspertsichleise* Jaja, lang, lang ists her...

Gestern noch hinten den Schlauch getauscht, vorne einen neuen Tachoantrieb in die Nabe eingebaut und jetzt sollten wir bereit sein.
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nanno
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Re: Sidecar» Yamaha» Nannos SR500 Gespann

Beitrag von nanno »

29280km:
* heute noch einen Wellendichtring 55x75x10 zur Abdichtung eingebaut
* nach Linz zur Wohnung überstellt

Und hier kommt ein Problem. Ein erfreuliches Problem. Und zwar: ich hab mind. 10 km/h Höchstgeschwindigkeit dazugewonnen. :wow:

Ich hab eine vorsichtige Hypothese (und eine Frage an die SR/XT-Fahrer):
* der alte Kettenblattträger war schon gut ausgeschlagen und hat sich definitiv verkantet, kann das wirklich 3-4PS fressen?
* andere Änderungen sind die Winterreifen, wobei der hintere vermutlich etwas weniger Abrollumfang hat als der Avon Sidecar, den ich im Sommer fahre - eben mit dem Effekt, dass ich da irgendwo das berühmte bissl über so ein Drehmoment-Tal drüber komme und es halt jetzt ganz genau passt, weil mit den Winterreifen dreht er einfach weiter bis weit über 6000 U/min. (Da hab ich dann abbrechen müssen, was ca. 120 km/h entsprochen hat)

Drum meine Frage, gibt ja ein paar SR-Fahrer hier: Frisst der KBT wirklich soviel Leistung?
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mic
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Re: Sidecar» Yamaha» Nannos SR500 Gespann

Beitrag von mic »

Hallo
Ich fahre eine XT und kann dazu nur sagen, dass wenn den Träger ausgeschlagen ist und die Kette an den Seiten der Ritzel schleift, reduziert sich die Leistung auf jeden Fall. Ich hatte anfangs auch nicht so darauf geachtet und bin einfach gefahren. Die Zeit für eine neue Kette und Ritzel stand an und da bemerkte ich das Spiel vom Kettenblatträger. Geholfen hat da ein dünner Blechstreifen um das Spiel erst einmal zu reduzieren aber ist nichts auf Dauer und neue Industrielager sind jetzt verbaut. Wenn ich jetzt das Moped schiebe, fühlt es wesentlich leichter an und fährt sich auch wieder zügiger. Ist halt eine Schwachstelle bei den 500ern und die XT hat da sogar noch einen Schmiernippel der bei der SR eigentlich fehlt. Den Umbau bittet Kedo an und ein paar aus den Foren oder auch der Ulli aus den Kleinen Anzeigen.

Gruß Micha

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nanno
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Re: Sidecar» Yamaha» Nannos SR500 Gespann

Beitrag von nanno »

Danke für deine Einschätzung Micha - Zum Umbau an sich: ich hab den Umbau grad selber gemacht - Bilder usw. folgt morgen. Bei meiner früheren XT und auch beim ersten SR-Gespann war der KBT definitiv nicht so fertig wie bei der jetzigen... ich bin nur überrascht, dass es SO VIEL ausmacht.

Wobei ich mich definitiv nicht drüber beschweren werde ;-)
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nanno
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Re: Sidecar» Yamaha» Nannos SR500 Gespann

Beitrag von nanno »

DAS ist ein SR500 Kettenblattträger - dieses Setup hat so toll funktioniert, dass man sich bei der nur wenig später erscheinenden XT600 gleich mal entschlossen hat, dass grundlegend zu ändern und zwar so, dass es so gemacht ist wie bei jedem anderen Motorrad mit Kette, sprich ein Kugellager und eine Distanzbuchse im Kettenblattträger und gut ist.

Im Original funktioniert das so: die beiden Halbmonde clipsen unter einen Bund (siehe zweites Bild) rein und halten den Kettenblattträger axial in Position, dann stapelt man noch eine Abdeckscheibe (silber, mit Löchern) drüber und hält das ganz mit einem Sprengring. Klingt im Prinzip gut und wenn alles wirklich maschinenbauerisch 0-Spiel hätte, wäre es eine saubere, Verschleiß-freie (oder zumindest sehr Verschleiß-arme) Lösung. Praktisch ist da aber auch ein Ruckdämpfer mit von der Partie, d.h. so oder so bewegt sich das alles.

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Der Nabenstump im Bild ist von einem (verhältnismäßig) guten Rad, typischerweise sind die beiden Flächen glattpoliert, weil der Kettenblattträger wie eine liegende 8 taumelt.

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Die Idee wie ich das angehe ist nicht von mir und auch nicht neu, ich baue mit einem 6006er Lager den 600er Kettenblattträger nach.

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Eine ausreichend große Drehbank vorrausgesetzt, ist die Aufgabe eher simpel. Der Teufel steckt vorallem bei ausgeschlagenen Kettenblattträgern im Detail, weil es keine/kaum saubere Bezugsflächen gibt über die man von hinten spannen kann. Fairerweise muss man sagen: hier war es nicht so schlimm und es hat sich recht zügig hinklopfen lassen.

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Die originale Bohrung war vermutlich mal 52mm, das 6006er Lager hat 55mm und ist 13mm hoch. Macht mans richtig, hat man eine schöne Presspassung, ich bin beim ersten Anlauf gleich ein bissl übers Ziel hinaus und hab einen beinahe perfekten 55.00mm Schiebesitz mit Phase außen angedreht. Aber für sowas gibts Lagerkleber. Das kratzt mehr am Ego als alles andere.

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Die Distanzhülse hab ich mir aus einem Stück 55mm Edelstahl 1.4305 Rundmaterial "rausgebissen". :mrgreen: Die Eigentliche Hülse ist 30mm hoch, mit einem Teil 14mm hoch und auf 30.00-30.02 abgedrehten Teil und einer Durchgangsbohrung von 17.1-17.2mm.

Die beiden Bilder unterhalb sind dann wieder die Art von Ergebnis, die den kleinen Ingenieur in meinem Kopf sehr, sehr glücklich machen. Vorallem weil ich das alles ohne DRO oder sonstige Tricks auf einer recht ausgelutschten Matra aus den späten 1940ern gedreht habe.

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... und weil ich es nicht glauben konnte, gleich mal mit dem Kettenblattträger ausprobiert.

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Und das ist das "eigentliche" Geheimnis der ganzen Konstruktion und zwar schaut die Buchse ein bissl übers Lager hinaus, womit sie sich schön übers Radlager abstützt und das 6006er Lager wird nur korrekt belastet.

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Lustigerweise werden die meisten Leute sagen, dass das Arbeiten am Kettenblattträger der schwierige Teil ist, aber der Teil wo ich wirklich Angst hatte, war das Modifizieren des Hinterrads. (Hier bitte das folgende mit der original-Stimme von Samuel L. Jackson lesen: "It's time to get medieval on this f*ckers *ss.) Achtung, nix für zart besaitete.

Ausgangslage:

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2. Lager und Wellendichtring raus:

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Wellenstumpf mit der Flex kürzen und dabei das verbliebene Radlager als Ziel für die korrekte Tiefe verwenden. :wow:

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Der Trick dabei ist, man muss nur zwischen 0 und weniger als 1mm Überstand treffen und das kann man hinfeilen oder sogar vermutlich einfach mit einer Schruppscheibe auf der Flex hinputzen. Es muss auch nicht perfekt gleichmäßig oder sonst was sein. Eine Speichenradnabe könnte man ausspannen und auf der Drehbank überdrehen oder auf der Fräse planfräsen und auch wenn beides RICHTIG wäre, nötig ists nicht. Weil -0/+0.99mm kriegt man auch von Hand hin.

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Bis hierher findet man das als Anleitung im SR-Forum oder auf der Seite vom Buchelli-Projekt. Aber auch wenn ich mich Anfangs drüber geärgert hab, dass ich 55mm Rundmaterial als Ausgangsbasis genommen habe, jetzt kam mein kleiner Glücksmoment und zwar gibt es einen Wellendichtring nach DIN mit 55x75x10 und zusammen mit ein bissl Lagerfett ist da jetzt kein Raum mehr für Wasser oder Salz, dass versucht das 6006er Lager von außen kaputt zu machen.

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Passt - alles fertig, einen uralten Michelin Sirac hinten aufziehen, alles zusammenbauen und fertig, richtig? RICHTIG? (vorn ists ein Metzeler Tourance übrigens)

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Falsch. In Durchschlag we trust.

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Örks. Das kommt davon wenn man einen Winter lang durchfährt und das Hinterrad nicht herraußen hat.

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Selbstverständlich gibt es in diesem Zusammenhang überhaupt keinen Grund, warum man drauf hinweisen sollte, dass die Achsmutter ein M16x1.5 Gewinde hat und man aufpassen sollte, dass die Achsmutter weit genug aufgeschraubt ist um keine Gewinde zu ruinieren.

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Reifen drauf.

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Alles Gut? Nein, irgendsoein Depp hat vor zwei Jahren zum Typisieren den Tachoantrieb aus dem Vorderrad geklaut, weil er beim anderen Vorderrad komplett verschlissen war.

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Und weil ich das mit dem Wellendichtring nicht gleich gemacht hab, hab ich jetzt noch die Möglichkeit gehabt, diese sonst absolut unerreichbare Schraube vom Kettenschutz zu ersetzen, was dazu geführt hat, dass das Moped mit einem Schlag viel weniger nach katastrophalem Motorschaden/Getriebeschaden klingt.

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Und dann bleibt nur noch zu sagen: In Braaaaaaaaaaaaaaaaaaaaap we trust.



Originaltext (as usual): https://greasygreg.blogspot.com/2023/12 ... ocket.html
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Bambi
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Re: Sidecar» Yamaha» Nannos SR500 Gespann

Beitrag von Bambi »

:wow:

Hallo Greg, hallo zusammen,
den Achsen-Anblick kenne ich: letztes Jahr war am Big-Gespann plötzlich ca. ein halbes Dutzend Speichen 'hinnisch'. Beim Wechsel auf's Reserverad hatte ich Schwein: ein paar gezielte Schläge mit dem Gummihammer lösten das Problem der festsitzenden Achse zum Glück ...
Nach dem Polieren mit Stahlwolle und großzügigem Einfetten 'flutscht' die Achse wieder wie neu. 'Großzügig' muß man hier 'großzügig' interpretieren: bei viel zuviel Fett findet es auch den Weg in die Bremstrommel. Also Obacht, Bambi!
Schöne Grüße, Bambi
'Find me kindness, find me beauty, find me truth' (Dreamtheater aus 'Learning to live')

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nanno
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Re: Sidecar» Yamaha» Nannos SR500 Gespann

Beitrag von nanno »

Bisher hat bei mir auch der Gummihammer gereicht, dieses Mal nicht so ganz und ich war schon müde und hab nicht so recht mitgedacht und dann mal kräftig draufgenusst, blöd nur, dass die Mutter nur noch 2 Gänge weit aufgeschraubt war.

Eine Erklärung für die Mehrleistung hab ich zwischenzeitlich auch schon gekriegt: ein 4.10x18 hat einen niedrigeren Querschnitt als ein 4.00x18 (man lernt nie aus) und insgesamt ist der Abrollumfang um rund 4% geringer als bei den Avons. Klar, mit einer 4% kürzeren Übersetzung geht ordentlich was weiter... (Plus all die anderen Rahmenbedingungen im Moment, die alle zusammen sicher nicht schaden - Kettenblattträger der tut was er soll, Vergaser der dank kalter Luft ein bissl magerer läuft, frisch montierte Reifen, d.h. mit ordentlich Druck drauf usw...)
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