Suzuki» Umbau meiner GS

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clemens93
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Suzuki» Umbau meiner GS

Beitrag von clemens93 » 12. Mai 2017

Nachdem ich schon seit gut über einem Jahr stolzer Besitzer einer GS500E Bj. 1991 bin, habe ich schon diverse faszinierende Umbauten der GS in diesem Forum gesehen.

Nun habe ich über den vergangenen Winter mein eigenes Projekt (allererster Umbau überhaupt!) begonnen. Vorallem haben mich die Umbauten in Richtung "Cafe Racer" sowie "Scrambler" inspiriert, weswegen ich meine Suzuki ebenfalls derart umbauen möchte. Allerdings habe ich ebenfalls feststellen müssen, dass die GS500E sich für einen typischen Cafe Racer eher wenig eignet, daher würde ich meinen Umbau eher in die Schublade "Oldscool" bzw. "Vintage" verfrachten. Da ich bereits schon viele Arbeiten hinter mir habe, werde ich nach und nach chronologisch auf alle Schritte eingehen und soweit möglich mit Fotos hinterlegen. Da ich erst seit kurzem Mitglied in diesem Forum bin und es auch meine allererste Mitgliedschaft in einem Forum überhaupt ist, wäre ich euch über jegliche Hilfestellung meiner Beiträge oder Kritik sehr dankbar. :beten:

Zuerst möchte ich damit beginnen, wie meine Suzuki ursprünglich ausgesehen hat (Bilder unten) und welche Arbeiten ich noch vor dem Start meines Umbaus erledigt habe.

Vor meinem Projekt war es mir erstmal wichtig, dass meine GS technisch läuft. Ich musste innerhalb des letzten Jahres leider immer wieder feststellen, dass meine Suzuki bei meinen Vorbesitzern doch mehr gelitten haben muss, als ursprünglich angenommen.
Neben routinemäßigen Wartungsarbeiten (Bremsbeläge, Ölwechsel, etc.) hatte ich folgende Probleme:
- Benzinhahn war defekt
- Ein Vergasermembram war verschlissen
- Ein Anschlagstutzen in einem Vergaserdeckel wurde beim Entdrosseln vergessen
- Ventilspiel hat nicht gestimmt
- Eine Zündspule war defekt
- Airbox war stark defomiert, wodurch an den Stutzen zum Vergaser Falschluft angezogen wurde
- Kraftstoffschläuche waren teilweise extrem rissig
- Dichtungen im Vergaser waren beschädigt
- Vergaser war nicht synchronisiert

Seit ich die Probleme behoben habe, läuft die GS wirklich super. Lediglich hat man ab und zu das Gefühl, dass in manchen Drehzahlenbereichen kurzzeitig kein Gas angenommen wird. Außerdem ist das Kerzenbild auf meinem linken Topf (in Fahrtrichtung) sehr weiß, auf dem rechten Topf doch sehr schwarz. Ich bin mir nicht sicher, ob diese Sachen durch die oben genannten Probleme verursacht worden sind, oder ob unerkannte Probleme dafür verantwortlich sind. Ich habe jedenfalls den Eindruck, dass die Maschine gut läuft.

Für meinen Umbau habe ich mir folgende Punkte überlegt:

- Rahmenänderung (Kürzung in Absprache mit dem TÜV, Loop anschweißen)
- Andere Sitzbank
- Neuer Auspuff (TÜV sagt, nur Auspuff mit Zulassung für GS wird abgenommen)
- Neue Blinker und neues Rücklicht
- Elektrik unter dem Sitz verlegen
- Neuer Front- und Heckfender
- Progressive Federn und ggf. Federmanschetten
- Neuen Lenker (Stummel, M-Lenker, etc. noch nicht festgelegt)
- Diverse Lackierarbeiten (Tank, Rahmen, Felgen, etc.)
- Neue Tachoinstrumente (sollten möglichst kleiner sein, als die der GS)

Ich werde nach und nach alle Arbeiten, die bis jetzt schon erledigt worden sind inkl. Fotos hochladen.

Bis dahin wünsche ich euch erstmal ein schönes Wochenende!
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clemens93
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Motorrad:: Suzuki GS 500 E Bj. 1991

Re: Umbau meiner GS

Beitrag von clemens93 » 13. Mai 2017

Zuerst ging es natürlich an das Zerlegen meiner Suzuki. Da es mein erstes Motorrad war, welches ich komplett zerlegt habe und ich viele Fotos zwecks Dokumentation gemacht habe, hat das Zerlegen gut zwei Tage in Anspruch genommen. Ich habe alle Schrauben und Teile schön geordnet und beschriftet in Tüten gepackt.
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clemens93
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Re: Umbau meiner GS

Beitrag von clemens93 » 13. Mai 2017

Anschließend habe ich mich dem- in meinen Augen- wohl größten Teil des Umbaus gewidmet: dem Heckumbau.

Mein Plan war es das Heck zu kürzen und mittels einem Loop zu versteifen. Das ganze Vorhaben ist im Vorfeld bereits mit dem TÜV besprochen worden.
Für den Loop habe ich mir eine technische Zeichung erstellt, nach welcher dann in einer nahegelegenen Werkstatt der Loop gefertigt worden ist (siehe Bild). Zusätzlich habe ich die Strebe des Sitzbankschlosses entsprechend angepasst und als Versteifung wieder angeschweißt. Die in Fahrtrichtung linke Halterung der Soziusfußraste habe ich komplett abgeflext. Die rechte Halterung habe ich wegen der Befestigung des Auspuffes allerdings nicht entfernt. Auf den Bildern ist bereits der neue Heckfender mit dem neuen Rücklicht und Kennzeichenhalter zu sehen (erstmal mit Klebeband befestigt, Bilder folgen noch).
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clemens93
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Re: Umbau meiner GS

Beitrag von clemens93 » 13. Mai 2017

Für meine neue Sitzbank habe ich mir als Grundplatte ein thermoplastisches PVC gebastelt, welches sich mit einem Heiluftföhn schön an den Rahmen anpassen lässt. Leider ist mir während meiner Arbeit aufgefallen, dass die Batterie der GS oberhalb des Rahmens etwas hinausragt. Aus den abgeflexten Teilen meines hinteren Rahmens habe ich mir eine Verstrebung über der Batterie konstruiert, damit man später nicht direkt auf der Batterie sitzt. Auf den Bildern könnt ihr erkennen, dass ich die Sitzbank im Bereich der Batterie ausgespart habe. Der Karton wurde dann von einer verklebten Konstruktion von PCV- Verschnitt ersetzt. Für mich macht die Grundplatte trotz der Verklebung einen sehr stabilen Eindruck. Außerdem habe ich den neuen Heckfender soweit befestigt.

An dieser Stelle würde ich mich wirklich wahnsinnig über erstes Feedback freuen!
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Bambi
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Re: Umbau meiner GS

Beitrag von Bambi » 13. Mai 2017

Hallo Clemens,
mit diesem Modell hast Du Dir ja keine leichte Aufgabe gestellt. Durch die recht spezielle Rahmenform gibt einem die GS 500 schon einiges zu knabbern. Technisch und von der Zuverlässigkeit her ist die kleine GS über jeden Zweifel erhaben!
Ich finde, Dein hinteres Schutzblech hängt optisch ein bißchen tief (techn. dürfte der Platz ausreichen, zumal Du Dich ja auch schon mit Deinem Prüfer beraten hast). Vielleicht könnte man es entweder durch Trennen oder mittels Dengeln um die Querversteifung des Rahmen 'schmiegen', so daß es mittig und hinten noch ein paar cm höher käme. Das ist aber letztlich auch eine Frage des eigenen Geschmacks ...
Hinsichtlich Sitzbank und Batterie: Gerade bei Änderungen an der Bank sollte einem solchen Punkt größte Beachtung schenken. Ich hatte an meiner Meriden-Triumph, die von Haus eine 'anderthalb-sitzige' Bank hat, eine Zeitlang die zwei-sitzige Bank einer Nachfolgerin montiert. Die auch eine größere Batterie und dafür eine Delle im Sitzblech hat. Das hat auf längeren Strecken dermaßen von unten auf den Blasenbereich gedrückt, es war einfach nicht auszuhalten. Bei scrambler-mäßig aufrechter Sitzhaltung. Mit flacherem Lenker stelle ich mir das noch schlimmer vor. Mir ist dann später die Bank einer Vorgängerin zugelaufen, seitdem ist wieder alles in Ordnung.
Jedenfalls hast Du mit der Änderung des Sitzes die Chance, einen großen Schritt hin zu einer besseren Optik zu tun. Die originale ist, einer möglichst niedrigen Sitzhöhe geschuldet, eine der hässlichsten Serienbänke die ich je gesehen habe.
Schöne Grüße, Bambi
'Find me kindness, find me beauty, find me truth' (Dreamtheater aus 'Learning to live')

clemens93
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Motorrad:: Suzuki GS 500 E Bj. 1991

Re: Umbau meiner GS

Beitrag von clemens93 » 21. Mai 2017

Hallo Bambi,

danke für deine ausführliche Meinung! :)

Zwecks dem Schutzblech bin ich sowieso noch am überlegen, ob ich es im Bereich des Federbeins noch deutlich kürze.

Und wegen der Sitzbank, die mache ich eher gegen Ende, wenn ich weiß wieviel ich aufpolstern muss/kann. Aus diesem Grund habe ich bis dahin noch ein wenig Zeit mir evtl. alternative Umsetzungsmöglichkeiten zu überlegen. Ich hoffe, dass ich mit ordentlich Polster drauf hinkomme, dass sie bequem wird.

LG Clemens

clemens93
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Re: Umbau meiner GS

Beitrag von clemens93 » 28. Mai 2017

Ich hatte leider bis heute keine wirkliche Zeit an meinem Umbau etwas voranzutreiben, da ich seit dem 15. Mai bei BMW ein Praktikum begonnen habe.

Unten seht ihr allerdings ein Foto von den meisten Teilen, welche ich in der Zwischenzeit Pulverbeschichten hab lassen. Die Teile sind auch bereits schon wieder in meiner Garage und warten im Grunde genommen nur darauf, wieder zu einem Motorrad zusammengebaut zu werden.
IMG_20170321_153411.JPG
Auch mein Rahmen ist bereits in matt schwarz lackiert. Folgende Arbeiten werde ich dann wohl jetzt eher stückchenweise am Wochenende durchführen müssen:

- Lenkkopflager erneuern
- Schwingenlager erneuern
- Frontfender anpassen
- Neuen Tacho installieren
- Progressive Gabelfedern verbauen
- Motordeckel inkl. neuer Dichtungen verbauen
- Neue Reifen inkl. neuem Kettensatz verbauen
- Sitzplatte bepolstern und bespannen
- Einige Schrauben und Kleinteile neu bestellen, da diese beim Projekt kaputt gegangen sind

Für viele hier im Forum ist es vielleicht als erfahrene Schraube relativ leicht, die Listen oben schnell abzuarbeiten. Mir fehlt allerdings bei vielen Punkten die nötige Erfahrung. Gerade beim Wechsel der Lager habe ich noch einige Bedenken, da ich so etwas noch nie gemacht habe. Daher würde ich diese Arbeiten evtl. mit einem Bekannten aus einer Werkstatt durchführen.

Wenn das alles getan ist, hoffe ich natürlich, dass die Maschine wieder einwandfrei funktioniert und ich beim TÜV nach vorheriger Absprache keinerlei Probleme mit der Zulassung habe.

Ich halte euch natürlich auf dem Laufenden!
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Ebossa
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Motorrad:: Suzuki GS 500 E(bossa)

Re: Suzuki» Umbau meiner GS

Beitrag von Ebossa » 15. Nov 2017

Clemens!
Sehr stark was du da fabriziert hast bislang, gefällt mir gut! Das Batterieproblem hättest du mit einer handelsüblichen, etwas kleineren, ich meine 9Ah, lösen können. Die ist dann ein paar Zentimeter kleiner (in der Höhe) und bereitet somit keine Probleme, habe ich in meiner so verbaut.

Sehr cool dass du den normalen Lenker auf der GS drauf hast, macht meiner Meinung nach einiges her. Gerade wenn man in Richtung Scrambler gehen will.
Weiter so und immer her mit den Bildern! :)

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