BnB 2019 - Bakker TZ und Yamaha RD für den grossen Gold Cub

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Karsten
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Re: BnB 2019 - Bakker TZ und Yamaha RD für den grossen Gold Cub

Beitrag von Karsten » 23. Jun 2019

Hast recht, sie machen ja alles doppelt so schnell.....und solange es keine Dreitakter werden ist es fein.

Bambi
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Re: BnB 2019 - Bakker TZ und Yamaha RD für den grossen Gold Cub

Beitrag von Bambi » 24. Jun 2019

Jau,
wie man das früher über meine MZ sagte: Ansaugen, verdichten, klemmen ...
Schöne Grüße, Bambi
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zippi
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Re: BnB 2019 - Bakker TZ und Yamaha RD für den grossen Gold Cub

Beitrag von zippi » 26. Jun 2019

Hallo Ralf

Danke :mrgreen: .


Hallo Peperoni13

Schön das dir der bericht gefällt.
Es darf, meinet wegen, auch ohne zeitstress gehen :grin: .
Kurz vor dem durchdrehen bin ich ständig, das einzige was mich daran hindert ist, das ich vorher wahnsinnig werde :grinsen1: .


Hallo Karsten

Ja, habe weniger schrauben müssen als letztes jahr, es läuft in die richtige richtung.
Zu 2takter machen alles doppelt so schnell, wenn es auf der strecke auch doppelt so schnell geht ist alles gut :grin: .


Hallo Volker

2takter bedürfen schonmal mehr aufmerksamkeit, trozdem hat die 4takt fragzion dieses jahr schraubermässig mächtig aufgeholt, dazu später mehr :wink: .


Hallo Sven

Genau, richtig, so ist es.


Hallo Bambi

3takt ist der erste schritt zum 4takt :wink: .
Nee erlich den 3. takt brauch kein mensch.

grüsse zippi

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Re: BnB 2019 - Bakker TZ und Yamaha RD für den grossen Gold Cub

Beitrag von zippi » 26. Jun 2019

...fortsetzung

Mir ist nicht nur warm sondern schon heiss, die TZ leider noch kalt, anfahren daher gefährlich, extreme absauf gefahr.
Merke beim kommen lassen der kupplung, wenn ich jetzt die kupplung weiter kommen lasse, auch mit noch soviel gas, wird sie mir verrecken.
Taste mich, mit scheifender kupplung, langsam bis zur boxenausfahrt vor, fuss auf den boden und beherzt das gas aufziehen, kupplung langsam kommen lassen, bis zum absaufgefühl, kupplung wieder leicht ziehen, die TZ rollen lassen und erneut versuchen. Irgentwann habe ich eingekuppelt und die fahrt kann losgehen.
Erste runde bis 9000 U/min zum warm werden, nächste runde dann bis 10 000 U/min und in der dritten schauen wir mal was geht.
Nicht vergessen, die temperatur im auge behalten.
Die TZ läuft richtig gut, meine wenigkeit leider noch nicht.
Bin erlich überfordert, mit der leistung des motors sowie der bremsen und den ganzen schalten.
Beim ersten mal bremse antippen falle ich gefühlt über den lenker, der motor geht mir zweimal beim anbremsen aus, da ich mit dem runterschalten nicht hinterher komme.
Beim beschleunigen rast die drehzahl andauernt ans limit, auch zu lahm beim schalten.
Es ist schon ein echter sprung von der RD 250 auf die TZ, ca. doppelt soviel leistung bei fast gleichen gewicht.
Bin mir sicher das ich langsamer als mit der RD unterwegs bin, doch die TZ läuft einfach gut und das potential ist zu erkennen, wenn ich es auf die kette bekomme.

fortsetzung folgt...

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Re: BnB 2019 - Bakker TZ und Yamaha RD für den grossen Gold Cub

Beitrag von zippi » 27. Jun 2019

...fortsetzung

Fange an mich an das fahren mit der TZ zu gewöhnen. Da die überforderung b.z.w. das stresslevel sinkt, kann ich mich langsam auf das fahren konzentrieren.
Am ende des runs folge ich Dirk, #391 Ducati MH 900, da ist der run auch schon zuende.
Soweit alles gut, die wasser temperatur hielt sich trotz leichten wasser verlust, hohen aussentemperaturen und wenig geraden, im OKen bereich. Die entscheidung, mit welchen moppet ich in qualifying/rennen gehen möchte, ist schon zu gunsten der TZ ausgefallen wärend ich zu meinem pavilion rolle.
Auch wenn ich noch nicht richtig mit ihr klar kam, hat der run mit der TZ richtig spass gemacht, der rest wird schon kommen.

Dirk #391 ist mein nachbar und der besitzer der ersten startmaschine die ich mit der TZ beim BnB 2019 bemüht habe.
An dieser stelle ein Dank an dich .daumen-h1:
Halte auf dem weg zum pavilion kurz an, sag ihm das ich ihn von hinten aufgenommen habe.
Nach dem wir aus den stramplern sind verspreche ich ihm das video zu schicken.
(Denke an dich Dirk, ein bischen geduld, dann schick ich es dir, inc, renn video.)
Snapshot_18.png
Zeit zum essen.
Will mir auf die schnelle was am stand beim Racecafe Londonbus kaufen.
Die schlange ist mir aber zu gross, da mache ich mir schnell selber was.
Zum glück lässt sich strom finden.
Pfanne auf den herd, steak rein, schön blutig geht schnell.
Nach dem braten mit pfefer und saltz gewürst fertig ist die mahlzeit.

Nun ging es nochmal an die TZ.
Kerzenbild kontrolieren, sieht gut aus.
Denke mir, da fummel ich die ganze zeit mit den vergasern rum, und nix läuft, dann schiess ich mit den VM34 Mikunis ins blaue und direkt ist alles pervekt :stupid: .
OK der schuss war, zugegebener massen, nicht ganz so ins blaue, schlieslich bin ich sie ja schonmal mit einem 4kanal zylinder gefahren und der unterschied zum nun verbauten 6kanal ist nicht so gross.

Weiter geht es mit dem wasserleck, die zeit für eine richtige lösung gibt es an der strecke nicht, also irgentwie dichtfrickeln, noch mehr band.
Tanken, wasser nachfüllen.
Ups, da geht aber viel wasser rein, soviel hab ich doch nicht verloren ? Oder. Die temperatur war am ende des runs noch OK, schaun wir mal in der quali, habe ja auch nochmal nachgedichtet, beruhige ich mich.
Schiebe die TZ wieder zur startmaschine in die boxengasse.
Überlege ob ich sie 45min vor der quali 20min warmlaufenlassen solte, wie die profis früher.
Entscheide mich aber dafür 20min vor der quali sie anzuschmeissen, warmlaufen lassen und direkt auf die strecke zu fahren.

Es kommt dann ganz anders als geplant.
Die quali vor unserer fällt aus. Aufgrund eines unfalles auf der strecke. Es ist zum glück nichts schlimmes passiert, doch es muss, aus sicherheitsgründen, ein hubschrauber kommen.
Die zeit verrinnt, kein hubschrauber weit und breit.
Dann ist der hubschrauber plötzlich, wie aus dem nichts, da.
Die grossen caferacer stehen am vorstart, keiner weiss wie lange es dauern wird, bis die strecke wieder freigegeben wird und ob unsere quali dann noch statfindet.

Da die TZ ja immer was brauch, bis sie anfahrbereit ist, entschliesse ich mich sie, auf verdacht, zu starten.
Das übliche prozedere, iiiiisch, bremm, bremm, umstehende leute sagen da läuft was aus, aber diesmal sahen die gesichter irgentwie dramatischer aus :wow: und lassen vermuten, das es sich nicht um das übliche leck handelt.
Jemand zeigt auf einen wasserschwall der links aus dem zylinderkopf pumpt.
Die TZ ausgehen lassen, ein blick, eine schraube fehlt.
Diese schraube erfüllt keinen erkennbaren sinn, ausser das sie die dortige schraubenöffnung, im zylinderkopf, dessen sinn mir auch verborgen ist, verschliesst.
Da es noch keine endgültige information gibt, ob die quali stattfindet oder nicht, lauf ich zum pavilion und hohle die RD.
Zurück in der boxengasse, kommt die info, das die quali auf abends verschoben wird.

fortsetzung folgt...
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Re: BnB 2019 - Bakker TZ und Yamaha RD für den grossen Gold Cub

Beitrag von zippi » 11. Jul 2019

...fortsetzung

Habe so zeit mich um die fehlende schraube zu kümmern.
Nicht ganz einfach das unterfangen. Es handelt sich um eine 10mm feingewindeschraube.
Nach vielen suchen findet sich, in Davids allerlei schraubenkeksdose, eine.
Vermutlich diente sie als bremssattel schraube, sie ist zu lang und hat kein durchgehendes gewinde. Somit kommt kürzen nicht in frage.
Brauche nun eine distanzhülse. Zwei passende kupferringe, als dichtungen, finden sich in meiner schraubenkiste.
Als distanzhülse wird eine M12 mutter auserkoren.
Wenn das mal dicht wird :roll: .
Erst kupferscheibe dann die M12 mutter sowie die zweite kupferscheibe auf die schraube geschoben.
Das schraube, hülsenkonstruct mit schraubensicherrung eingesetzt.
Nochmal wasser auffüllen, starten, wasserkreislauf entlüften, fertig.

Die neue schraube hält dicht, ganz im gegensatz zum verschraubten temperaturgeber, der immer noch leckt.
So gibt es nochmal klemtnerband um die besagte stelle.
Tanken, luftdruck checken, fertig ist die TZ für das qualifying.
Die RD ist in der boxengasse geblieben, so brauch ich nicht zum pavilion laufen, falls wieder was schief geht.
Zudem ist der plan beide moppets in der quali zu fahren.
Mache mit David aus, das ich auf der start/zielgerade die hand hebe, als zeichen das ich in die box komme zum mopet wechsel.

Es ist soweit, ab in den strampler, die TZ auf die startmaschine.
Diesmal geht alles glatt, nur der temperaturgeber leckt immer noch.
Werde auch mehrmals von beistehenden darauf hingewiesen :steinigung: .

Als die temperaturanzeige sich regt, die anzeige fängt esrt bei 40grad an, paddel ich mit der TZ bis ganz nach vorne in der boxengassse.
Hier holt jemand, wegen des wasserautrittes, den Ölbeauftragten hinzu.
Der hat sofort die lage durchblickt und bleibt völlig cool, kurze halbfrage an mich:
Du fährst doch ohne zusätze.
Mit reinen gewissen kann ich mit ja antworten und das thema ist erledigt.

Mitlerweile ist die TZ auf betriebstemperatur.
Hoffe das die quali vor uns bald zuende ist, sonst wird sie mir im stand zu heiss.
Es geht dann rechtzeitig los, keine hitzeatacke für den motor.

Qualifiyng:

Zur boxenausfahrtlinie rollen, einmal fuss auf den boden, die zielgerade runterschauen und ab in die inlap.
Locker fahren zum reifen aufwärmen aber auch nicht zu locker sonst werden sie ja nicht warm.
Fühle mich schon viel vertrauter mit der TZ.
Bin gut positioniert, quasi wie aleine auf der strecke, das bleibt auch so für den rest des qualifiyings.
Kann mich voll auf meine gänge und linie konzentrieren.
Ab geht es auf die erste fliegende runde.

Was spritzt mich den da an, es regnet doch nicht. Denke ich als mir ein paar tropfen wasser auf das visier kommen.
Da fällt mir ein, das ich die wassertemperatur im auge behalten muss.
Schau direkt auf die anzeige, alles gut.
Doch es war einer der dümsten stellen auf dem kurs um auf irgentwelche instrumente zu schauen.
In der schnellen rechtslinks kombination, die in die öffnende rechtskurve, die auf die gegengerade führt, mündet, schaue ich auf das instrument.
Prommt verpasse ich den eingang in die öffnende rechtskurve.
Mache kurz die lenkung auf, schneide ein stück der rechtskurve über die wiese ab und komme ganz unaufgeregt wieder auf die strecke zurück.
So nun nur noch temperaturcheck auf der geraden.

Die herkunft des wassers, auf meinem visier, ist jetzt auch klar.
Das kühlwasser steigt zwischen queksilbersäule und gummiisolierung bis zum instrument hoch und treufellt mir von dort ab und zu auf das visier.
So habe ich den wasserverlust wenigstens im auge :oops: .

Fange an die gänge zu sotieren, welcher gang wo sinn macht.
Am ende habe ich ein vorläufiges konzept, mit dem ich die restlichen runden fahre.
Steiger mich von runde zu runde und werde richtig warm mit der TZ.

In der richtigen drehzahl, zwischen 10 000 und 11 000, geht die TZ wie irre.
Die start/zielgerade mit leicht schwebenden vorderrad langzubeschleunigen kickt mich total.

Es macht soviel spass das ich jede runde denke, ach eine runde kannst ich noch fahren, bevor ich auf die RD umsteige.
Nun hebe ich endlich die hand, zum zeichen für David, das ich in die box komme. Zuspät die schwarzweiss karierte flage weht, die quali ist vorbei.

Rolle breit grinsend zu meinem pavilion, ähh wo ist er?
Snapshot_19.png
Da liegt er, was ist passiert?
Es ist den ganzen tag schon recht windig, ich wuste auch, das es in der nacht zuvor so windig war, das einige pavilions davon geflogen sind.
Meiner blieb davon unbehelligt, doch nun hat es meinen pavilion getroffen.
Zum glück stand die RD in der boxengasse

fortsetzung folgt...
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Re: BnB 2019 - Bakker TZ und Yamaha RD für den grossen Gold Cub

Beitrag von zippi » 16. Jul 2019

...fortsetzung

So kanns gehen, eine stange war gebrochen.
David kommt mit meiner RD, die ich in der boxengasse gelassen hatte, "ich hab da was gefunden".
Krame einen ständer für die RD hervor und wir beginnen mit drei Besuchern, die spontan mithelfen und unser nachbar Lukas den pavilion wieder aufzubauen.
Meine regenräder und zwei räder von Lukas dienen nun als füsse, die gebrochene stange wird mit einem 20cm nagel sowie klebeband geschiehnt.
20190609_141044 klein.jpg
Nach dem aufbau gab es eine runde :prost: für alle.
An der stelle, danke an die drei spontanen Helfer, an David, der immer zur stelle ist wenn es gerade brennt und an Lukas der nicht nur seine räder zur verfügung stellt sondern auch das ganze wochenende als streckenposten in der hitze schmort :clap: .

Wo alles wieder steht, gehe ich ins infield etwas zu essen holen, bratkartoffel mit schweinesteak.
Dann die TZ für den nächsten einsatz gerüstet, tanken, kerzenbild checken, wasser nachfüllen, sonst scheint alles in ordnung geblieben zu sein.

Gegenüber meines pavilions geht etwas merkwürdiges vorsich. Da wird doch tatsächlich ein motor zerlegt, das ist doch mein job.
Beim näheren hinsehen ist es sogar ein skandal. Es ist ein 4 zylinder 4takt motor der dort in einzelteilen auf dem tisch liegt.
Als ich nach schleifpapier für dichtflächen gefragt wurde dachte ich mir noch nichts dabei, doch nun erkenne ich die zusammenhänge.
Das Classic Superbike Team hat glück im unglück, eine losgerappelte schraube ist in den steuerketten schacht gefallen, hat die steuerkette geschrottet so das alles andere heile geblieben ist.
So wird für die jungs die nacht zum tag, steuerkette wechseln.

Mache mich, kurz vor einsezender dunkelheit, mit einem bier bewaffnet auf eine runde spreewaldring zu fuss.
Die stellen die mir noch nicht so passen, will ich mir mal genauer anschauen.
In der Teichkurve, die öffnende rechts auf die gegengerade, treffe ich auf eine gruppe besucher, die auch über den kringel laufen.
Einer erklärt den andern wie schnell man wo ist, " hier 120, am pöller 140, am nächste 160, dann 180"
Kann mir die frage nicht verkneifen, woher er das wüste, GPS messung?
Nein er schaue ständig auf den tacho, fährt auch nur zum spass ab und zu mal hier, hat aber gerade kein motorrad mehr.
Lasse das mal so stehen.
Mit einem von der truppe entwickelt sich ein nettes gespräch, wir bummeln noch ein paar meter zusammen. Dann verlasse ich die gruppe und gehe weiter, zu meinen problemzonen.
Als ich um den kurs bin ist es bereits dunkel, schaue noch bei Ralf vorbei. Noch ein bischen geplaudern, dann geht es zurück zu meinen pavilion.
David ist noch in feier laune, holt sich noch ein bier und geht nochmal zu der band b.z.w. dahin wo die band gespielt hatte.
Tja, die band habe ich wohl voll verpasst.
Ich gehe nun doch noch an die video analyse, gänge zählen, GPS daten u.s.w..
Als David wieder kommt bin ich immer noch wach.
Irgentwann schlaf ich dann doch.

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Re: BnB 2019 - Bakker TZ und Yamaha RD für den grossen Gold Cub

Beitrag von zippi » 26. Jul 2019

...fortsetzung

Nachtrag zu Samstag:

Die analyse ergab, das die TZ zwar super abgeht, in der richtigen drehzahl, ich die power aber noch nicht richtig einsetze.
Bin aus den kurven raus zu spät am gas oder nicht in der richtigen drehzahl, an einigen stellen müsste ich noch eine spitzere linie wählen um früher das gas aufziehen zu können.
Positiv ist, in der Quali war ich mit der TZ bereits eine sekunde schneller als mit der RD unterwegs.
Das reichte zwar nur für den 12. Startplatz, doch bei 24 qualifikanten immer noch im mittelfeld.
Die zahl der starter im CRGC hat sich gegeüber dem vorjahr verdoppelt, letztes jahr hatte ich keine zeit gefahren und hatte den 12. b.z.w. letzten startplatz.

Sonntag:

Aufstehen, frühstücken und fahrerbesprechung.
Dann ab auf die strecke, warmup mit der TZ, die letzte gelegenheit nochmal was auszuprobieren.
Bin ganz gut unterwegs, experimentiere nicht mit den gängen rum, fahre die gangwahl der quali, versuche in meinen problemzonen die erkenntnisse der streckenbesichtigung in eine bessere linie umzusetzen.
Bin insgesamt recht zufrieden, das gefühl für die TZ wird immer selbstversteändlicher und die technik spielt auch mit.

Nach dem warmup die TZ zum pavilion gebracht, letzter check und fertig machen für das rennen.
Kerzenbild check, tanken, wasser nachfüllen, der verlust hält sich in überschaubaren somit versuche ich nicht es noch besser hinzubekommen.
Nun schaue ich mir die TZ nochmal ganz genau an, ob irgentetwas sich losgerappelt hat oder sonstiges.
Es finden sich promt ein paar dinge. Mein rechter entschalldämpfer hängt nur noch an einer von drei schrauben, der ausgleichbehälter der hinteren bremse ist aus der halterung gerappelt, die lasche/der haken am tank über die die gummis, die den tank befestigen, gespannt sind, ist umgebogen, beim zurückbiegen bricht sie ab.
Also, ein paar neue schrauben für den schalldämpfer, den ausgleichbehälter mit tape in der halterung gesichert, ein paar löcher in die führungsbleche unter dem tank gebohrt und mit kabelbindern den tank an den rahmen gezurrt.

Jetzt ist auch schon zeit um die TZ wieder in die boxengasse zu schieben, die RD stelle ich sicherheitshalber wieder dazu, es kann ja immer was schiefgehen.
Noch eine kleinigkeit essen, viel trinken und schon geht es im strampler richtung boxengasse.
Dort mache ich mit David noch einen letzten trockendurchlauf, für die maschinenübergabe beim Le Mans start.

Dann wird es zeit die TZ zu starten, auf die startmaschine, alles geht glatt, TZ läuft, keine panischen gesichter um mich rum schonmal nicht schlecht.
Die TZ wird langsam warm, die temperaturanzeiger regt sich, jetzt könnte ich losfahren, doch die boxengasse ist noch geschlossen.
Es dauert noch länger, die temperatur der TZ steigt langsam über 80grad. Jetzt sollte es losgehen, denn nun steigt die temperatur schnell an.
Es dauert noch, werde ein bischen nervös, bei welcher temperatur mache ich die TZ wieder aus ?
Der temperaturanzeiger ist zum glück noch nicht bei 100 angekommen als die boxengasse endlich öffnet.
Keiner will schnell rausfahren, alle möchten nicht zu lange in der startaufstellung stehen, damit die reifen nicht wieder abkühlen beim warten.
Möchte eigentlich am liebste auch als letzter in die startaufstellung kommen, doch ich muss fahren damit die TZ nicht überhitzt b.z.w. wieder runterzukühlt.
Es wird für mich eine sehr untypische warmuplap. Normaler weise fahre ich spät raus und fahre dann eine "schnelle" runde in die startaufstellung, damit die reifen auch richtig warm sind. Diesemal bummel ich erstmal um zeit zu gewinnen, versuche trotzdem genug kurvengeschwindigkeit aufzubuen damit die reifen warm werden, den letzten teil der strecke fahre ich nochmal schneller, lasse mich dann, die letzten meter, zeitintensiv in die startaufstellung rollen.
David empfängt mich, übergebe ihm die TZ und laufe auf die andere streckenseite rüber, ready for race.

Cafe Racer Gold Cup Rennen:

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Re: BnB 2019 - Bakker TZ und Yamaha RD für den grossen Gold Cub

Beitrag von zippi » 2. Aug 2019

Hallo

Ich bitte um entschuldigung, das ich so lange mit dem bericht gebraucht habe. BnB 2019 ist nun schon länger her und in unserer kurzlebriegen welt von heute schon wieder ein alter hut, hoffe ihr habt trozdem noch intresse.

...fortsetzung

Positioniere mich, auf der anderen seite der start- und zielgeraden, so, das ich geradeaus zur linken seite (meine aufstiegsseite) der TZ laufen kann, mein laufweg geht somit schräg über die fahrbahn.
Dann merke ich das Georg (#361), der mit seiner Moto Guzzi LM ein startplatz vor mir steht, auf der falschen seite von mir ist, so würden wir kolidieren auf dem weg zu unseren mopets.
Vergewisser mich ob ich richtig liege:
Zu welchen motorrad willst du? ,
Zu der Guzzi, und du?
Snapshot_40 klein.png
Dann müssen wir die plätze tauschen, sonst kolidieren wir,
Ja,
Steigst du auch von links auf?,
Ja,
Lass uns ein stückchen vor rücken, dann können wir schräg über die fahrbahn geradeaus zu unseren "aufstiegepunkt" laufen.
OK.
Wir wünschen uns noch gegenseitiges glück.

Die startaufstellung steht soweit, da muss Volker (deralte) seine Ducati (#403) leider defekt ins infield schieben :( .
Ein letzter check des starthelfers, dann läuft er, mit der mütze winkend, ins infield.

1. Runde:

Der start ist freigegeben.
Wir starren alle auf den mann mit der fahne (wenn die fahne fällt gehts los), die fahne fällt, alle inc. mir kommen gut weg.
Bin auch schnell am/auf dem moppet, übernehm das gas von David, kupplung ziehen, einen gang rein und losfahren.
Bis dahin nicht so schlecht, Georgs start war zwar besser aber dafür das starten nicht so meine sache ist.

Sehe die stehenden mopets und freue mich schon an allen vorbeizurauschen, doch irgentwie komm ich nicht aus dem quark, habe noch nicht voll eingekuppelt und würge mit der kupplung rum.
Das dauert zu lange der vorteil ist dahin.

Jochen mit seiner BMW R80 (#549) und Thomas auf Honda CB 500 (#231) fahren rechts an mir vorbei.
Komme zwar kurz an, die noch stehenden, Michael (#676 Kawasaki Z 750) und Paul Gerhard (#156 Triumph Thunderbird Sport) vorbei, doch Michael (#676) kommt sofort links wieder vor.
Gerhard (#156) und Michael (#804 Rickman Honda "Rudi") ziehen im paraleflug ebenfalss links vorbei wärend sich rechts zeitgleich eine weitere Honda vorschiebt.

Zu viert geht es auf die erste kurve zu.
Auf der bremse setze ich mich dann gegen Michael (#804) sowie gegen die Honda rechts von mir durch und biege hinter Gerhard (#156), als 13ter in in die erste kurve ein.

Vor mir hat sich eine schöne perlenkette vormiert, so fahren wir bis auf die gegengerade.
Auf der gegengerade wird Jochen (#549) von der meute ,einschliesslich mir, ausbeschleunigt.

Es geht auf die rechts kehre zu.
Attackiere Gerhard (#156) aussen auf der bremse, komme nur auf gleiche höhe versuche dann Gerhard (#156) ausenrum in der rechtkehre anzugreifen.
Nebeneinander fahren wir durch die kurve, merke am beschleunigungspunkt, das ich für den gang zu wenig drehzahl habe, bis ich runter geschaltet habe ist Gerhard (#156) ein paar meter weg und Michael (#804) schiebt sich rechts vorbei.

Der plan ist klar, aus der nächsten langen links gut rauskommen und dann auf der bremse zur langsamsten stelle, eine linkskehre, den konter setzen.
Komme so gut aus der langen links, das die TZ der Rickman Honda schon in der leichten rechtsbiegung, vor der linkskehre, innen durchflutscht.

Gehe vor Michael (#804) durch die linkskehre. Versuch mich, beim rausbeschleunigen möglichst mittig auf der strecke zu plazieren um keinen konter/angriff zu bekommen.

Vor mir zeigt Gerhard (#156) an Dirk (#391 Ducati MH 900) wie es geht, Gerhard setzt sich innen neben Dirk und biegt zu erst in die links/rechts kombi ein.

Bin an Dirks (#391) heck dran, durchs omega, immer rechts, in die links.
Nach der links will ich mich bei Dirk (#391), für die rechtskurve, die auf die start- zielgerade führt, innen reinstellen.
Bin gut plaziert, doch habe zuwenig drehzahl, selbst bei vollgas komme ich nicht neben die MH 900, so muss ich mich hinter ihr einsotieren.
Jetzt eben beim rausbeschleunigen auf der geraden, laufe in der kurve zu früh auf Dirk auf, muss einmal kurz das gas lupfen, schon reicht es nichtmehr für einen angriff, nichtmal auf der bremse am ende der geraden.

2. Runde

Habe als nächsten angriffspunkt das ende der gegengeraden auserkoren, doch in der öffnenden rechtskurve auf die gerade bin ich zu vorsichtig mit dem gas, die gruppe vor mir springt mir ein weing weg, ein teil mache ich auf der bremse wieder gut.
Beim rausbeschleunigen, aus der rechtskehre am ende der geraden, verliere ich wieder, zu wenig drehzahl, Michael (#804) geht promt wieder an mir vorbei, diesmal links.
Zeit die gangwahl aus der quali zu überdenken.
Mein vorhaben, das gleche spiel nochmal wie in der 1. runde.
Schalte diesmal ein gang zu wenig runter, komme nicht raus aus der langen links, muss runterschalten, situation vorbei.
Versuche es auf der bremse zur linkskehre, es wird knapp, ich muss zurückstecken.
Folge Michael (#804) in das omega, hoffe das er die kleine lücke zu der gruppe zufährt.
Will mich nach dem omega, wie in der runde zuvor bei Dirk (#391) probiert, vor der letzten rechts, innen reinstellen.
Diesmal hab ich ein bischen mehr drehzahl, komm auch fast neben Michael (#804), mehr aber nicht.
Dann halt auf der geraden, komme ganz gut weg, Michael, mit seiner schnellen Rickman, aber auch.

3. Runde

Am ende der start- zielgeraden bremse ich mich innen rein und gehe vor Michael (#804) in die rechts/linkskombi.
Er hält aussen dagegen und hat in der links die bessere innenlinie.
Halte aussen dagegen, bin aber wiedermal im falschen gang, einmal runterschalten, situation...

Nun reicht es mir, es wird jetzt mit brutaleren drehzahlen in die kurve gegangen, sagt eine stimme in mir und weiss auch an welchen stellen ich von meinem ursprünglichen gängekonzept abrücken werde.

Es folgt die links/rechts schickane, schliesse zu Michael (#804) auf und ziehe, in der öffnenden rechts innen an Michael vorbei.

Ab auf die gegengerade, hoch bis in den 6. gang, jetzt 4mal runterschalten, in den 2. statt in den 3., beim rausbeschleunigen in den 3., das geht schon viel besser.

Schliesse wieder zur gruppe auf.
Michael (#676 Kawasaki Z 750) ist nun am ende der gruppe.
Komme einigermasen aus der langen links, es reicht um mir Michael (#676) auf der bremse zur rechtskehre zu schnappen.

Merke wie sich die renngeister in mir jetzt richtig wach und hungrig sind :twisted:

Vor mir ist jetzt Georg (#361 Moto Guzzi LM).
Der Plan, hinter Georg (#361) durch das omega und dann zum dritten mal versuchen mich innen vor der letzten rechtskurve reinzustellen.
Laufe in der vorherigen links früher als geplant auf die Guzzi auf, muss das gas kurz lupfen, ziehe nach aussen raus und mache das gas wieder auf. Diesmal funktioniert es, komme vor der letzten rechts innen neben Georg (#361) und nehme die kurve vor ihm.

4. Runde

Vor mir ist wieder Dirk (#391).
Am ende der gegengerade bremst Dirk (#391) die Honda von Thomas (#231) aus.
Bin jetzt hinter Thomas (#231).
Folge ihm durch die lange links mit dem üblichen plan, nach der links ausbeschleunigen oder auf der bremse zur langsamen links kehre vorbeigehen.
Komme wiederholt einen gang zu hoch aus der langen links.

Vor der langen links, schalte ich einen gang mehr hoch, seitdem ich die rechtskehre zuvor in einem gang niedriger anfahre wird die TZ deutlich schneller auf dem stück zur langen links.

Reagiere diesmal noch schnell genug, runterschalten, vollgas, es reicht um Thomas (#231) vor der linkskehre auszubremsen.

Folge Dirk (#391) dicht durch das omega, mit der gleichen idee wie die runden zuvor.
Versuche mich wieder vor der letzten rechts innen neben Dirk (#391) zu schieben.
Am ende der links zuvor lasse ich mich raustreiben um aussen schonmal daneben zu kommen, doch es geht abermals nicht auf.
Dann auf der start- zielgeraden.
Meine ganze konzetration lege ich auf den optimalen beschleunigungspunkt.
Diesmal passt alles, komme super aus der rechts und kann in der mitte der geraden an der Ducati MH 900 vorbeifahren.

5. Runde:

Zu dem nächsten, Paul Gerhard (#156), ist eine kleine lücke.
Schaffe es sie bis zum ende der gegengeraden sie zuzufahren.

Folge ihm in die lange links, nach der meine atacke kommen soll.
Habe einen gang mehr runtergeschaltet als letzte runde, beschleunige gut aus der kurve und fahre, noch kurz vor der kleinen rechtsbiegung, rechts an Gerhard (#156) vorbei.

Ab durch die linkskehre, möglichs mittig halten beim rausbeschleunigen um konter zu vermeiden.
Biege ins omega, gebe hackengas, das erste mal ist freie bahn vor mir.
Als ich auf die start- zielgerade einbiege, sehe ich meinen vordermann.
Jens (#594) verschwindet mit seiner Laverda 1000 in die ersten rechts nach start- ziel.

6. Runde

Der grosse abstand zu Jens (#594) demotiviert mich ein wenig.
Eine innere stimme sagt zwar "los, den kriegst du noch", doch als ich in die rechts nach start- ziel einlenke, merke ich, das mein körper der stimme nicht mehr glaubt.
Vermisse ein wenig den biss und die spannung wie die runden zuvor.

Die freie bahn könnte ich nutzen um noch ein bischen an meinen problemzonen zu feilen und so meine rundenzeiten zu verbessern.
z.b. bei der öffnenden recht auf die gegengerade, habe dort immer noch keinen vernüftigen vollgaspunkt, bin mir sicher das ich hier 2017 mit der TZ viel eher das gas voll stehen gelassen habe.
Möchte aber dann lieber nichts neues ausprobieren b.z.w. risikeren (oder habe gerade keine eier), so fahre ich einfach meinen stiefel runter, ohne optimierung aber möglichst sauber.

7. Runde

Habe den abstand zu Jens (#594) nicht entscheidend verkürzen können, dazu das letzterundeschild, die mutivation ist genzlich weg.
Die innere stimme ruft noch vergeblich, "komm, noch eine fabelrunde, dann hast du ihn", schenke ihr aber keinen glauben mehr und fahre unaufgeregt den 7. Platz nach hause.
Am ende der runde bin ich Jens (#594) dann doch ein ganzes stück näher gekommen, noch eins zwei runden hätte ich gebraucht, doch das rennen ist vorbei und ich bin glücklich.
Ins ziel gekommen, viele zweikämpfe, die TZ läuft super, was will man mehr.

Hier das komplette rennen auf video:



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Re: BnB 2019 - Bakker TZ und Yamaha RD für den grossen Gold Cub

Beitrag von theTon~ » 2. Aug 2019

Zippi, Du fackelst auch nicht lange beim Überholen! Aber jeden Fall ne sportliche Kampflinie!

Schönes Video, schöner Bericht! .daumen-h1:

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