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Bremsflüssigkeit Haltbarkeit

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sven1
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Re: Bremsflüssigkeit Haltbarkeit

Beitrag von sven1 » 9. Mai 2020

Hallo Sven,
Laie hätte ich jetzt die Viskosität in Verdacht.
Aber wenn Baumaschinen und Kettenbagger hydraulisch betrieben werden können, warum keine Bremse?
Grüße

Sven
Nichts ist so beständig, wie die Veränderung.
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Bollermann
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Re: Bremsflüssigkeit Haltbarkeit

Beitrag von Bollermann » 9. Mai 2020

Weiß ich jetzt auch nicht; ich bin ja auch nur Wald- und Wiesenchemiker mit dem Schwerpunkt "faserverstärkte Kunststoff".
Wikipedia schreibt allerdings dazu, daß die hygroskopischen Eigenschaften durchaus gewünscht sind, um freies Wasser in Tröpfchenform in der Flüssigkeit zu vermeiden.
https://de.wikipedia.org/wiki/Bremsfl%C3%BCssigkeit
So ganz schlau werde ich aus dem Artikel mit teilweise widersprechenden Aussagen aber auch nicht.

Vor allem, weswegen man nicht einheitlich auf DOT 5 umschwenkt, wenn man dadurch alle Nachteile von DOT 3 und 4 vermeiden kann und diese 5er durch die Silikonbasis ja wohl auch mit den üblichen Dichtringen kompatibel ist.

Vielleicht weiß da jemand mehr.

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nanno
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Re: Bremsflüssigkeit Haltbarkeit

Beitrag von nanno » 9. Mai 2020

Das Problem mit Dot5 war zumindest früher, dass die meisten Dichtgummis davon angelöst wurden. Und hast du einmal ein paar Tropfen vom dem Glykol-basierten Zeug drin gehabt, werden die Dichtungen definitiv aufquellen. Also auch Dot5 ist nicht die eine Lösung für alles. (Leider!)

D.h. eine Umrüstung geht nur mit Total-Austausch aller Komponenten (Dichtungen, evt. sogar Leitungen) und bei vielen älteren Mopeds weiß man dann nicht, ob die Nachbau-Gummis DOT5-tauglich sind. (Ich hab aber auch vor ein paar Jahren schon mal drüber nachgedacht...)
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sven
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Re: Bremsflüssigkeit Haltbarkeit

Beitrag von sven » 9. Mai 2020

Bollermann hat geschrieben:
9. Mai 2020
Wikipedia schreibt allerdings dazu, daß die hygroskopischen Eigenschaften durchaus
gewünscht sind, um freies Wasser in Tröpfchenform in der Flüssigkeit zu vermeiden ...
Ja, darauf wollte ich hinaus. Der schlechteste Fall wäre ja ein Tropfen
reines Wasser unten in der Zange, weil dann die Bremse schon bei 100°C
Flüssigkeitstemperatur versagen würde. Dagegen hilft die Hygroskopizität,
aber bedingt die nicht auch, daß sich das Wasser schneller und besser ver-
teilt und daß deswegen die Messung im Ausgleichsbehälter eben doch zu-
verlässig ist?

Gruß
sven
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Re: Bremsflüssigkeit Haltbarkeit

Beitrag von zippi » 9. Mai 2020

Hallo
DerTüv in Österreich misst die siedetemperatur, die werden auch nur eine probe aus dem behälter nehmen oder wie soll das laufen?
Bremsfüssigkeit komplett ablassen, aufkochen, wenn noch in ordnug wieder einfüllen :lachen1: .
Oder wenn in ordnung geben sie dir ne neue dose dot3 und ein Pikel, wenn nicht gibt es keine neue dose dot3 und auch kein Pikel :lachen1: .

grüsse zippi

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Re: Bremsflüssigkeit Haltbarkeit

Beitrag von hellacooper » 9. Mai 2020

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Re: Bremsflüssigkeit Haltbarkeit

Beitrag von Ratz » 9. Mai 2020

sven hat geschrieben:
9. Mai 2020
Dagegen hilft die Hygroskopizität,
aber bedingt die nicht auch, daß sich das Wasser schneller und besser ver-
teilt und daß deswegen die Messung im Ausgleichsbehälter eben doch zu-
verlässig ist?
Sehe ich genauso und denke damit ist auch das "Mysterium Bremsflüssigkeit" komplett entschlüsselt. :mrgreen:
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Re: Bremsflüssigkeit Haltbarkeit

Beitrag von BonsaiDriver » 9. Mai 2020

Ratz hat geschrieben:
9. Mai 2020
...damit ist auch das "Mysterium Bremsflüssigkeit" komplett entschlüsselt.
Moin

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Re: Bremsflüssigkeit Haltbarkeit

Beitrag von zippotech » 9. Mai 2020


7Fifty

Re: Bremsflüssigkeit Haltbarkeit

Beitrag von 7Fifty » 9. Mai 2020

Bambi hat geschrieben:
5. Mai 2020
Und ich hätte gedacht, daß Bremsflüssigkeit im Kunststoffbehälter sicherer aufgehoben wäre als im Metallbecherchen.
Also ich war heute in der Garage und bin im Medizinschrank auf eine angebrochene Dose Bremsbrühe gestoßen. Es ist eine Blechdose.

Ganz ohne Sinn oder Unsinn von Meßgeräten oder Wechselintervallen zu unterstellen, bemühe ich zum Thema Lagerung mal eine Analogie aus dem Bau-Bereich:

Bei der Ertüchtigung der Gebäudehülle und der damit zusammenhängenden (Wasser-)Dampfdiffusionsfähigkeit wird unterschieden zwischen Dampfbremsen und Dampfsperren. Die dazu aussagekräftige Größe ist der sd-Wert: wasserdampf-diffusionsäquivalente Luftschichtdicke (Einheit: Meter). Ich kürze mal ab: Je höher dieser Wert, desto wasserdampf-undurchlässiger.

Eine gewöhnliche, handelsübliche Dampfbremse ("Plastikfolie") hat einen sd-Wert von ~150m. Ich meine mich zu erinnern, das Alufolie mit den höchsten sd-Wert (iirc > 1500m) aufweist, also einer Dampfsperre gleich kommt.

Sollte also die angebrochene Rest-Dose eine aus Kunststoff sein, wäre es vielleicht die Überlegung wert, sie in Alufolie einzupacken. Nachmessen kanns dann ja jeder selbst - spätestens seit diesem Thread und dank Fernost hat ja nun jeder so ein Ding und kann es nun jederzeit in irgendwelche Dosen und Bremsflüssigkeitsbehälter halten, ja sogar am Orte des Teilehändlers eine Probe ziehen. Letztere Option bitte ich als kleinen Scherz zu verstehen - ich hoffe, das macht keine Schule... :)

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