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Genereller Nutzen vom Lenkeranschlag

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heiha
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Genereller Nutzen vom Lenkeranschlag

Beitrag von heiha »

Hallo zusammen,
hier mal ein generelles Thema zu Lenkeranschlag. Ich habe mich in den letzten Wochen mit dem Umbau der Gabel meiner CB205G und CJ360T beschäftigt. Mein Grundgedanke war, die Optik etwas aufzulockern, eine schöne, gelochte, große Bremsscheibe zu haben und natürlich durch einen größeren Standrohrdurchmesser Stabilität dazu zu gewinnen. Aufgrund der Optik (und des Preoses) wurde aber bewusst keine UpSideDown Gabel verwendet. Grundsätzlich war der Gedanke, den Gabelumbau so zu gestalten, dass dieses einfach und sehr schnell erfolgen kann und auch jederzeit wieder zurück gebaut werden kann.
20251217_001108.jpg
Grundsätzlich wie man sieht, ist das Projekt gut voran gekommen und jetzt komme ich zum eigentlichen Thema dieses Beitrags:
Der Lenkanschlag und die hier zugrunde liegenden Winkel bei der neuen Gabeln sind komplett unterschiedlich und es war klar, dass ich an meinen Rahmen nichts abscheiden werde. Also muss der Anschlag an der unteren Gabelbrücke der modernen Gabel angepasst werden. Abgesägt war dieser gleich, aber nach der Finalisierung muss dieser wieder ran. Ich werde das entweder mit horizontalen Schrauben realisieren, dann sieht es aber jeder und weiß, dass da zwei Löcher mehr in der Gabelbrücke sind, oder ich nehme die originalen, abgesägten, bohre die von unten an und befestige die mit einer "unsichtbaren" Schraube und verspachtel das alles gut. Das Beste meines Erachtens wäre natürlich eine schöne Schweißnaht ( ... darf er das?). Egal...
Jetzt stelle ich mir aber die Frage, wie fest muss dieser Anschlag überhaupt sein und wird dieser den gefordert. Da ich immer versuche sehr günstige Teile zu kaufen, unter anderem auch bei den Tanks, musste ich feststellen, dass alle Tanks immer an der gleichen Stelle Dellen hatten. Und zwar an der Stelle, wo sich der Tank und die Standrohre treffen. Somit stelle ich mir die Trage, wenn es in den 70er und 80er Jahren jemand auf die Straße gelegt hat, hat der Lenkeranschlag in den seltensten Fällen den Tank oder was auch immer geschützt. Dann bleibt also nur noch der "normale" Betrieb übrig. Beim Ein- und Ausparken. Beim Fahren ist es sehr unwahrscheinlich, überhaupt in die Nähe des Anschlags zu kommen.
Das heißt für mich, die Festigkeit des Anschlags wird durch den "normalen" Betrieb definiert, beim Parken mal dagegen zu schlagen.
Oder wie seht Ihr das?
heiha
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Freewheelin
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Re: Genereller Nutzen vom Lenkeranschlag

Beitrag von Freewheelin »

Natürlich soll die Gabel nirgendwo anstoßen!
TÜV- technisch wird halt drauf geachtet daß man sich beim Volleinschlag nicht die Finger klemmt! :dontknow:
Lieben Gruß 🌈

Crishan

ManniP
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Re: Genereller Nutzen vom Lenkeranschlag

Beitrag von ManniP »

Nicht nur der Lenkanschlag ist hier eine Herausforderung. Die alten Möhren haben eine deutlich andere Lenkgeometrie als modernere Motorräder. Wenn ich mir anschaue, wie gering der Abstand zwischen Lenkachse und Standrohr ist, wird das auf einen gigantischen Nachlauf hinauslaufen. Vergleich mal die Maße mit den originalen Gabelbrücken.

Stolle1989
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Re: Genereller Nutzen vom Lenkeranschlag

Beitrag von Stolle1989 »

Das stimmt, man sollte schon den Versatz der Brücken im Auge behalten und wie Manni prinzipiell sagt, weniger Versatz = mehr Nachlauf. Das wird dann unhandlicher bis zu fährt richtig kacke.

Aber ungeachtet dessen, dein Lenkanschlag sollte schon halbwegs stabil sein. Wenn Jemand mal den Lenker mit etwas Schwung gegen den Anschlag knallt sollte der nicht abbrechen oder verbiegen. Bei der Kiste jetzt vll nicht zwingend, aber auch wenn man mal heftiges Lenkerschlagen hat sollte der Anschlag standhalten.

Im Falle eines Unfalls hingegeben ist es ok wenn er nachgibt. Wenn er zu stabil ist kann es einem dann wiederum das Gegenlager am Rahmen verbiegen oder oder.
Also das Teil ist kurz gesagt nicht als Sturzschutz gedacht.

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DonStefano
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Re: Genereller Nutzen vom Lenkeranschlag

Beitrag von DonStefano »

Das sehe ich auch so, wie der Manni.
Sieht grenzwertig aus, aber stell sie dazu mal unaufgebockt auf den Boden.
Vielleicht ist es ja der Bildperspektive geschuldet...

http://www.svrider.de/Homepage/Bilderga ... 530262.png
Get over it!

Das Fahren und das Singen, dass kann man nicht erzwingen!

heiha
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Re: Genereller Nutzen vom Lenkeranschlag

Beitrag von heiha »

Hallo zusammen,
hier geht ja richtig was los. Vielen, vielen Dank.
Das ist nicht nur ein optischer Effekt, die "neue" Gabel hat einen kleineren Achsversatz. Somit ist das mit dem Vorlauf ein Problem. Vor allem kommt ja noch dazu, dass ich ein 18" Rad verbaue und die Gabel mit einem 17" gepaart war. Da ich den Achsversatz nicht anpassen kann, muss ich über den Lenkkopfwinkel durch Kippen des Motorrads nach vorne korrigieren.
Aber daher plan ich das ja auch als Plug'n'Drive. Wenn es dann nicht funktioniert, kommt die Gabel nur zur Show rein oder landet im Gebrauchtteileverkauf (ohne Lenkeranschlag)
Gruß heiha

heiha
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Re: Genereller Nutzen vom Lenkeranschlag

Beitrag von heiha »

Freewheelin hat geschrieben: 22. Jan 2026 Natürlich soll die Gabel nirgendwo anstoßen!
TÜV- technisch wird halt drauf geachtet daß man sich beim Volleinschlag nicht die Finger klemmt! :dontknow:
Hallo Freewheelin, das ist ja super. Auf die Idee wäre ich gar nicht gekommen. Dann werde ich mal schauen, welcher Abstand sich beim Original ergibt und das dann übertragen.
Klasse und Danke für den Hinweis.
heiha

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