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Ultraschallbad und Stahlwolle

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Vergaseronkel
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Re: Ultraschallbad und Stahlwolle

Beitrag von Vergaseronkel »

TortugaINC hat geschrieben: 3. Feb 2026 So wie du das formulierst könnte man denken das Kavitation der Todfeind wäre. Tatsächlich basiert der Reinigungseffekt des Bades auf Kavitation.
Nein, kann man nicht denken, wenn man alles liest. Ich bin darauf eingegangen, dass in dem (hoffentlich) KI-Text die Rede davon war, dass das Ultraschallgerät selbst nichts kaputt machen kann, sondern nur falsche Chemie.

Das Kavitation den mechanischen Reinigungseffekt erledigt, hatte ich ebenfalls erklärt, weil andernfalls gern einfach von "Vibrationen" gesprochen wird.

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TortugaINC
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Re: Ultraschallbad und Stahlwolle

Beitrag von TortugaINC »

mrairbrush hat geschrieben: 4. Feb 2026 Nur haben die Blasen da andere Dimensionen und es wird kochendes Wasser und enormer Druck erzeugt. Kann man mit den Microbläschen nicht vergleichen.
Ist der selbe Effekt, nennt sich Kavitation. Ein Containerschiff braucht von Europa an die Westküste Amerikas 5 Wochen. Insgesamt sind die 20 Jahre und länger im Betrieb.
Leg mal einen Vergaser 5 Wochen ins Bandelin Marken-Ultraschallbad und guck was davon übrig geblieben ist.

@Vergaseronkel: Ist schon recht.
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Vergaseronkel
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Re: Ultraschallbad und Stahlwolle

Beitrag von Vergaseronkel »

TortugaINC hat geschrieben: 3. Feb 2026 Das Ding bei Kavitationsblasen ist, dass man die sehen kann. Man muss doch nur ein Test-Bauteil ins Bad werfen und gucken, in welchem Bereich des Beckens sich homogen Blasen bilden. Würde mich wundern, wäre ich der einzige Hobbyschrauber der mit nem Chinagerät Vergaser gereinigt hat ohne das dieser explodiert oder in Flammen aufgefangen wäre.
Kavitationsblasen in einem Ultraschallgerät sind ca 3nm klein und implodieren in weniger als einer Millisekunde. Wenn Du das sehen kannst, herzlichen Glückwunsch. :wink:

Niemand hat was von explodieren geschrieben, auch nichts von Flammen. Vielleicht bist Du nur angepisst, weil ich Dein Ultraschallgerät schlecht gemacht habe. Aus meiner Sicht stelle ich lediglich fest, dass es für Vergaser ungeeignet ist. Zu schwach, dabei trotzdem zu hohe Gefahr für unkontrollierte Leistungsspitzen. Diese Gefahr kann man mit bloßem Auge NICHT sehen, der Folientest ist leider auch nur ein Anhaltspunkt, weil ohne die Technologie zur homogenen Verteilung des Schallfelds im Reinigungsmedium, erzeugt das eingelegte Reinigungsgut viele Refektionen, genau das kann zu so heftigen Leistungsspitzen führen, dass Material abgetragen, regelrecht aufgefressen wird.

Und ja, es gibt unzählige Hobbyschrauber, die damit arbeiten. Habe ich ebenfalls nicht bestritten. Wenn der Vergaser nicht zu sehr verschmutzt ist, dann kann er ggf sauber aus dem Chinakracher rauskommen. Trotzdem besteht ab dem ersten Reinigungsgang die Gefahr, etwas zu zerstören. Genau darauf weise ich hin.

Nochmal gerade raus gefragt....wenn ich diese Gefahr kenne, sollte ich die unbequemen Fakten dann für mich behalten? Nur damit niemand Kaufreue empfindet?

oldsbastel
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Re: Ultraschallbad und Stahlwolle

Beitrag von oldsbastel »

Vergaseronkel hat geschrieben: 4. Feb 2026 Und ja, es gibt unzählige Hobbyschrauber, die damit arbeiten. Habe ich ebenfalls nicht bestritten. Wenn der Vergaser nicht zu sehr verschmutzt ist, dann kann er ggf sauber aus dem Chinakracher rauskommen. Trotzdem besteht ab dem ersten Reinigungsgang die Gefahr, etwas zu zerstören. Genau darauf weise ich hin.

Nochmal gerade raus gefragt....wenn ich diese Gefahr kenne, sollte ich die unbequemen Fakten dann für mich behalten? Nur damit niemand Kaufreue empfindet?
Heimwerkergebastel ist immer ein Problem. Die Heimwerker sind aber auch in den Instandhaltungen großer Firmen unterwegs. Das erlebe ich öfter auch bei meinen Kunden. Mitunter kann ich nur schreiend weglaufen.

Es muss aber nicht zwigend Bandelin sein. Ich habe ein EMAG-Gerät, das auch ganz wunderbar funktioniert. Leider ist das Gerät aber vom Volumen her für eine komplette Anlage zu klein, so dass ich die Vergaseranlagen zerlegen muss. Da aber auch das kleine Gerät schon alles andere als ein "Schnäppchen" war, ist das okay. Dafür brauche ich es dann doch zu selten.

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mazze
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Re: Ultraschallbad und Stahlwolle

Beitrag von mazze »

Ich habe schon seit Jahren ein 15L Emag Gerät, macht wunderbar sauber mit der richtigen Lösung, funktioniert immer.
Vergaser müssen eh zerlegt werden, passen 4 große Vergaser rein , die Brücken manchmal halt nicht, bzw. die müssen da eh nicht rein.
Da reicht kalt Reiniger und dann die Messing Bürste,
Wenn sie ganz schlimm aussieht hat maschinell mit der Nylon Bürste.
Das hier so eine Wissenschaft daraus gemacht wird ist mir ein Rätsel.
Am Anfang mal etwas einlesen in die verschiedenen Reiniger, und dann testen bis man das richtige für verschiedene Materialien gefunden hat.
Manchmal hilft einfach mitdenken was da vor einem liegt.
Kann also den Hype nicht verstehen.
Ein China Bad für 150 Euro ist mit Sicherheit auch nicht schlecht. Bei einem Preis von 20 Euro würde ich stutzig werden.
Aber selbst die Chinesen wissen, wenn man auf dem Markt bestehen will muss ein Gerät funktionieren.
Ansonsten geht das nur kurz und dann ist es mit dem verkaufen vorbei

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TortugaINC
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Re: Ultraschallbad und Stahlwolle

Beitrag von TortugaINC »

Vergaseronkel hat geschrieben: 4. Feb 2026
TortugaINC hat geschrieben: 3. Feb 2026 Das Ding bei Kavitationsblasen ist, dass man die sehen kann. Man muss doch nur ein Test-Bauteil ins Bad werfen und gucken, in welchem Bereich des Beckens sich homogen Blasen bilden. Würde mich wundern, wäre ich der einzige Hobbyschrauber der mit nem Chinagerät Vergaser gereinigt hat ohne das dieser explodiert oder in Flammen aufgefangen wäre.
Kavitationsblasen in einem Ultraschallgerät sind ca 3nm klein und implodieren in weniger als einer Millisekunde. Wenn Du das sehen kannst, herzlichen Glückwunsch. :wink:
ich hab nicht geschrieben die Kavitations-Implosion sehen zu können. Ich hab geschrieben, dass man die Luftblasen sehen kann, die durch Kavitation entstehen und wie kleine Perlen auf der Oberfläche des Bauteils sind und irgendwann aufsteigen.
Oder woher denkst du kommen diese Blasen?
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mrairbrush
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Re: Ultraschallbad und Stahlwolle

Beitrag von mrairbrush »

Was hat das mit der Folie auf sich von der Du sprichst? Habe mir gerade mal das Video bei Bandelin angesehen. Sehr interessant vor allem weil die einen Laser aus unserer Region verwenden. :-)
Über ein anderes Thema habe ich gerade gelesen das Ultraschall auch Korrosion entfernt. Wird zur Reinigung vor der Konservierung bei sakralen Gegenständen eingesetzt. Da dürften die Kosten des Ultraschallgerätes vermutlich untergeordnete Rolle spielen. :mrgreen:

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FEZE
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Re: Ultraschallbad und Stahlwolle

Beitrag von FEZE »

Mein heutiger Dank geht ausdrücklich an mazze :salute:
Schaum und Silikon ersetzen Präzision!

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Vergaseronkel
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Re: Ultraschallbad und Stahlwolle

Beitrag von Vergaseronkel »

TortugaINC hat geschrieben: 4. Feb 2026 Ich hab geschrieben, dass man die Luftblasen sehen kann, die durch Kavitation entstehen und wie kleine Perlen auf der Oberfläche des Bauteils sind und irgendwann aufsteigen.
Diese Luftblasen zeigen im Grunde nur, dass Du die Flüssigkeit vorher nicht ausreichend entgast hast. Mit der Erwärmung des Wassers sinkt dessen Fähigkeit, Gase zu halten. Was Du dort siehst, lässt also keinerlei Rückschlüsse auf die homogene Verteilung des Schallfelds zu.

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Vergaseronkel
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Re: Ultraschallbad und Stahlwolle

Beitrag von Vergaseronkel »

oldsbastel hat geschrieben: 4. Feb 2026 Es muss aber nicht zwigend Bandelin sein. Ich habe ein EMAG-Gerät, das auch ganz wunderbar funktioniert. Leider ist das Gerät aber vom Volumen her für eine komplette Anlage zu klein, so dass ich die Vergaseranlagen zerlegen muss. Da aber auch das kleine Gerät schon alles andere als ein "Schnäppchen" war, ist das okay. Dafür brauche ich es dann doch zu selten.
Sei froh, dann hast Du hoffentlich noch ein EMAG aus der Zeit, als die nicht überall den Rotstift angesetzt haben. Die Geräte von Emag haben eine gute Performance und brauchbare Verteilung vom Schallfeld im Reinigungsmedium. Reinigungsleistung gutes Stück hinter Bandelin, aber durchaus brauchbar und vor allem gefahrlos. Eigentlich wäre das die Empfehlung für den Hobbyschrauber. Leider gehen die aktuellen (seit einigen Jahren) Geräte reihenweise kaputt. Kann man also leider auch nicht guten Gewissens empfehlen. Der Händler, mit dem wir zusammenarbeiten, hat diese Geräte wegen der Flut an Reklamationen aus seinem Sortiment genommen. Garantie abgelaufen, Gerät kaputt, Kunde sauer. Kann ich verstehen.

Vergaser zerlegen, also Vergaserbank trennen, würde ich sowieso generell empfehlen. Die Dichtungen der Kraftstoffleitung müssen ja irgendwann auch mal neu....

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