Moin
ich weis nicht, ob es hier rein gehört, lege aber wie immer Wert auf eure Meinung/Hilfe, weil ich damit bereits wiederholt gut "gefahren" bin: ich möchte mir eine Photovoltaikanlage mit Speicher auf mein Werkstattdach ca. 50m² mit Süd/Westausrichtung (eher südlicher) installieren lassen. Hat jemand dazu Erfahrung oder kann einen Betrieb im Raum Bremen empfehlen? Vielen Dank für Erleuchtung und schon jetzt ein feines Wochenende, Marcus
PV mit Speicher machts Sinn, wenn Du den Strom selber verbrauchen möchtest. Nur die Einspeisung ist uninteressant (11 cent/kWh).
Aber beachte bitte das Dein Unterfangen wirtschaftlich völlig unattraktiv ist, denn
- Deine PV-Anlage wird auf 70% gedrosselt, wenn Du ins Netz einspeist (50% ohne Speicher - bei uns in Bayern)
- Du Deinen selbst erzeugten Strom noch versteuern musst (nicht zu den 11 cent als Einspeisevergütung, sondern zu Bezugspreis, also ca. 30 cent pro kWh was eine Frechheit ist).
- Eine eigene (weitere) Steuererklärung für die PV-Anlage gemacht werden muss (auch wenn Du selbstständig bist und schon eine Steuernr. hast)
Energiewende ist also vom Staat nicht wirklich gewollt.
Habe es bei uns aus ökologischen Gründen trotzdem gemacht (9.9 kW plus 11,2 kWh Tesla-Speicher) und betreibe damit auch unsere Wärmepumpe (als Einzählerlösung) und bin zufrieden damit. Irgendwo müssen wir ja mit Umweltschutz mal anfangen und nicht nur wie die Politiker alle reden.
Wenn die E-Autos bezahlbar werden, ist das eine weitere gute Möglichkeit etwas zu tun und das Fahrzeug in die Ladestruktur mit zu integrieren.
Ich möchte hier nur mein bescheidenes Wissen aus Erfahrungen im Bekanntenkreis und als Elektrofuzzi weitergeben.
Elektrik und Elektronik unterliegen auch dem Verschleiss. Insbesondere Schmutz, Hitze und Kälte setzen den Modulen zu. Sonnenstrahlen treffen die Verkabelung. Auch die von "UV reistenten" Kabeln. Wechselrichter unterliegen ebenfalls dem Verschleiß. Auch Akkumulatoren und deren Steuerungen.
Schmutz auf den Modulen verringert die Leistung.
Es gibt regional wohl Bestimmungen zur Netzeinspeisung und Anlagen mit informationspflicht gegenüber den Netzbetreibern oder halt als Gewerbe etc.
Solche Systeme sind sicherlich eine tolle Sache. Ich traue der aktuellen Akkutechnologie nicht. Mit dem Wechselrichter Batterieladegeräte betreiben und dann vllt. lieber in die gute alte Autobatterie laden. Dann mit günstigen Camping-Wandlern ggf. Zurückwandeln.
Im Bekanntenkreis vor ca. 10 Jahren hatten sich eine Familie eine Anlage von Rattenfängern verkaufen lassen. Schnell schnell noch Sonntags abends den Vertrag schließen wegen der Förderungen. Die Module aus Indien, die Wechselrichter aus China. Das Dach marode, da hätte kein seriöses Unternehmen auch nur einen Halter montiert. Jetzt ist alles ausgefallen. Die Versicherung war mir Gutachtern da und sagt - kein fachgerechter Einbau. Abbezahlt ist die Anlage noch nicht. Das deutsche Vertriebsunternehmen gab es schon ein Jahr nach dem Vertrag nicht mehr. Der Hersteller der Module aus Indien kann kein Englisch mehr. ;)
Wie lange und wie viel Energie man für die Investition der Anlage Energie vom Netzbetreiber hätten ziehen können. Und wie ökologisch es war/ist die Module und Wechselrichter in Indien und China hergestellen zu lassen und jetzt hier zu entsorgen? Uff! Keine Ahnung!
Als Spielerei, ein paar Module - einen kleinen Wechselrichter und Speicherung in zB eine Gartenbeleuchtung zu realisieren. Vllt. Sogar eine Pumpstation, etc... Halte ich sowas dennoch für geeignet. Die Sonnenenergie zu nutzen um Wasserstoff ausnwasserzu erzeugen, Wasserstoff zu speichern und ggf. zu verheizen? Coole Nummer!
Der Umweltschutz ging mir heute am Allerwertesten vorbei.
Aber bei der sich abzeichnenden politischen Entwicklung ist relativ kurzfristig davon auszugehen, daß es gut ist, etwas eigenen Strom zuhause zu haben. Ob das jetzt wirtschaftlich ist oder nicht.
Wir haben noch einen alten Vertrag mit hoher garantierter Vergütung (Zahlen müßte ich nachsehen), als das noch wie jeck gefördert wurde.
Trotzdem werden wir eine Akkustation im Keller installieren, mit der die Grundversorgung (Gefriertruhe, Zisternenpumpe und Beleuchtung) sichergestellt werden kann.
Es gibt übrigens auch Module, die an der Photovoltaikanlage angeschlossen werden können und via elektrisch beheiztem Speicherkessel die Zentralheizung unterstützen können. Da bin ich gerade dran, weil das schnell zu realisieren ist und die Haltbarkeit gegenüber Akkus (wie der Vorredner schon richtig beschrieben hat) deutlich besser ist.
Beschäftige mich auch schon eine Weile damit. Aber für mich hat es den Eindruck das es nicht um Umweltschutz geht sondern ums Geld verdienen. Bis vor einiger Zeit durfte man noch bis 5kw einspeisen und selber verbrauchen. Nun sind es nur noch 600W. Ist die Förderung abgelaufen verdient nur noch der Versorger. Selbstgenutzer Strom muss versteuert werden. In Akkus einzuspeisen ist bei heutiger Technologie unwirtschaftlich. Sehen die Anbieter natürlich anders. Längere Garantien übernehmen sich dennoch nicht.
Will man einen energietechnischen Umbau müssen erst Freiräume geschaffen werden das es für jeden interessant wird und nicht nur für Betreiber riesiger Anlagen die nur durch Subventionen und Steuerabschreibungen Gewinne haben.
In Brandenburg wurden ca. 400 WKA abgeschaltet weil die Förderung ausgelaufen ist und sie deshalb nicht wirtschaftlich sind.
Elektrolyse ist derzeit auch noch nicht rentabel als Speicher.
Machen muss man etwas bei steigenden Energiepreisen, das ist klar. Nur bei Einsparungen zahlt man derzeit nicht drauf.
Aus Erfahrungen aus der Flut in der Eifel empfehle ich ein kleines Aggi für zu Hause. Volltanken und 2 extra 10l Kanister daneben stellen. Das ist eine überschaubare Investition und funktioniert. Bypass fürs Haus ist mit Verlängerung oder etwas Geschick auch über die Hauselektrik zu machen. Damit kommt man hin bis die Menschen eh zur Plünderung greifen.
Komplett autonom nur mit Photovoltaik ist natürlich schon ein Ziel, was nicht ohne erhebliche Kosten machbar ist.
Da halte ich für sinnvoller, die Anlage nur unterstützend einzusetzen. Mit Schwerpunkt auf elementare Sachen wie z.B. den Kühlschrank/Truhe.
Wenns natürlich nur um etwas Licht und vielleicht noch einen zu ladenden Akkuschrauber geht, ist das natürlich was anderes.
Da gibt es schon jetzt preisgünstige Lösungen.
Paar Quadratmeter werde ich wohl auch aufs Dach werfen damit die Grundlast etwas gesenkt wird, es war auch erst ein Speicher geplant zumal es genug bei Ebay gibt zb aus geschlachteten hybrid. nur hat man mir von den Brand Beschleunigern abgeraten und die dafür taugen sind einfach noch zu teuer.
Man muss auch erstmal abwarten was sich da noch ändern wird, ich kenne aus der Nachbarschaft einige die würden die Anlage am liebsten auf einen stück mit den Traktor herunterziehen