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Erfahrung mit Dichtmitteln zwischen Ansaugstutzen und Kopf? - Kawasaki Z 400B

Technische Fragen und Antworten, Tipps und Tricks für Profis und Bastler
Zettchen
Beiträge: 3
Registriert: 7. Jan 2026
Motorrad:: Kawasaki Z400 B, Bj. 1978

Erfahrung mit Dichtmitteln zwischen Ansaugstutzen und Kopf? - Kawasaki Z 400B

Beitrag von Zettchen »

Schönen Abend!

nachdem ich schon längere Zeit still im Forum mitgelesen habe, hier mal mein erster eigener Thread.

Dabei kurz zur Rahmensituation: Ich heiße Sebastian, bin aus der Nähe Stuttgart und fahre eine 78er Kawasaki Z 400B (die entdrosselte Version mit 36 PS). Den Winter nutze ich aktuell, um die Optik ein wenig anzupassen und ein paar Baustellen abzuarbeiten.

Dazu gehören die Ansaugstutzen zwischen Vergaser und Zylinderkopf. Die Dinger sind bereits im Sommer aufgrund von Rissen neu gekommen (Nachfertigungen, da die Originalteile meist genauso rissig und steinalt sind, wie die auszutauschenden Teile), allerdings habe ich nach wie vor das Gefühl, dass speziell bei hoher Temperatur und höheren Drehzahlen die Stutzen an der Auflagefläche vom Kopf nicht optimal abdichten. Die Seite zum Vergaser hin scheint gut dicht zu sein.

Die Stutzen sind ohne einen separaten O-Ring oder eine Papierdichung zum Motor hin. Sie dichten lediglich durch ihre Auflagefläche ab, wozu auch zur Unterstützung am Innenrand der Auflagefläche eine kleine "Lippe" in den Stutzen eingefertigt ist. Das ganze steht und fällt aber quasi mit der absoluten Planheit sowohl vom Stutzen als auch von der Auflagefläche am Kopf. Deswegen habe ich mir überlegt, ob hier eine zusätzliche Abdichtung mit einer dünnen Schicht geeigneter Dichtmasse zwichen Kopf und Stutzen sinnvoll wäre.

Zunächst hatte ich an Dirko HT Rot gedacht. Da das Zeug aber scheinbar nicht benzinfest ist, bin ich davon vorerst abgerückt. Dementsprechend wäre meine Frage, ob jemand idealerweise an einer Z (die Z 750-Twins haben meines Wissens nach alle das gleiche System) oder auch allgemein schonmal sowas versucht hat und konkrete Dichtmittel (am besten nicht komplettaushärtend) empfehlen kann. Im Netz findet man natürlich zig theoretisch funktionierende Produkte, meist aber leider ohne wirkliche Erfahrungsberichte.

Verweise auf bereits existierende Threads, die ich bisher nicht gefunden habe, sind gerne erwünscht! Ebenso gerne Hinweise, falls meine Idee hier totaler Schwachsinn ist :wink:

Bis dann und LG,
Sebastian

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mrairbrush
Beiträge: 5842
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Motorrad:: Honda XBR, Triumph Bonneville
Wohnort: Rötenberg
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Re: Erfahrung mit Dichtmitteln zwischen Ansaugstutzen und Kopf? - Kawasaki Z 400B

Beitrag von mrairbrush »

Hast mal Dichtigkeitprüfung gemacht?
Ich verwende auschließlich Hylomar. Hat immer alles funktioniert.
https://hylomar.com/product/hylomar-adv ... lation-hv/
https://hylomar.com/product/hylomar-aerograde-ultra/
Und das wird wohl das beste dafür sein.
https://hylomar.com/product/hylomar-lmf/

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Scirocco
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Registriert: 18. Jan 2020
Motorrad:: Kawasaki Z1B 1975 US Re-Import

Re: Erfahrung mit Dichtmitteln zwischen Ansaugstutzen und Kopf? - Kawasaki Z 400B

Beitrag von Scirocco »

Bei neuen Ansaugstutzen ist eine erhabene Dichtlippe einvulkanisiert die eigentlich zum ZK Ansaugkanal dichtet.
Natürlich kann man zusätzlich mit Dichtmittel (Hylomar Blau dauerplastisch) montieren, muß man aber nicht . Dirko HT Rot ist Benzin, Öl und Säurefest (Silikonbasis) und sollte aber allgemein sparsam aufgetragen werden bei Planflächen. Bei deiner Bedarfsmenge reicht eine kleine Tube Hylomar Blau.

https://hylomar.com/product/hylomar-m/
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TortugaINC
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Motorrad:: DR500, Ducati

Re: Erfahrung mit Dichtmitteln zwischen Ansaugstutzen und Kopf? - Kawasaki Z 400B

Beitrag von TortugaINC »

Für die Anwendung passen die genannten Dichtmittel.
Generell ist aber zu beachten, dass Dichtmittel auf Silikonbasis nicht dauerhaft resistent gegen Benzin sind. Entgegen der Artikelbeschreibung einer Shops taucht bei der Seite des Herstellers (Elring) Benzinresistenz nicht auf. Hab da leider schon Lehrgeld zahlen müssen.
Hylomar basiert auf Polyurethan und kann das. Nur falls mal einer einen Benzinhahn oder einen Vergaser abdichten will…
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Bambi
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Wohnort: Linz/Rhein

Re: Erfahrung mit Dichtmitteln zwischen Ansaugstutzen und Kopf? - Kawasaki Z 400B

Beitrag von Bambi »

Heftig willkommen, Sebastian!
Und hallo zusammen,
was haltet Ihr von der Überlegung aus etwas stärkerem, weichem Dichtungspapier eine Dichtung zu schneiden? Etwas Ähnliches habe ich vor vielen Jahren bei meiner Triumph gemacht um den Vergaser thermisch ein bisschen vom heißen Zylinderkopf zu entkoppeln.
Schöne Grüße, Bambi
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Scirocco
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Motorrad:: Kawasaki Z1B 1975 US Re-Import

Re: Erfahrung mit Dichtmitteln zwischen Ansaugstutzen und Kopf? - Kawasaki Z 400B

Beitrag von Scirocco »

Da bedarf es keiner zusätzlichen Papierdichtung, außer du hast extreme unebene Dichtflächen und Spaltmaße.
Thermisch entkoppeln tut der Gummi Ansaugstutzen.
Hylomar ist definitiv auch die bessere Alternative. Easy on and easy off, und keine permanente rote "Silikon Orgie" die ich schon mehrfach erlebt habe und säubern musste !
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Zettchen
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Registriert: 7. Jan 2026
Motorrad:: Kawasaki Z400 B, Bj. 1978

Re: Erfahrung mit Dichtmitteln zwischen Ansaugstutzen und Kopf? - Kawasaki Z 400B

Beitrag von Zettchen »

Vielen Dank Schonmal!

Hylomar hätte ich da. Weiß grad nicht aus dem Stehgreif welche "Version", werde ich aber morgen bei Tageslicht mal überprüfen :) ist aber ansonsten auch schnell besorgt.
Silikonbasis ist auch bei Dirko HT das Problem auf dem Papier, wobei das mit dem Auflösen bei der geringen Expositionsfläche im Ansaugkanal vermutlich nicht so schnell geht, wie wenn man das Zeug im großflächigem Dauerkontakt mit Benzin (bspw. am Tank) verwendet.

Dichtigkeitsprüfung war diesbezüglich btw. auch etwas uneindeutig. Bei hoher Motortemperatur nach ca. 50 Km Fahrt sprang der Motor mal ein- zweimal auf Bremsenreiniger an der Dichtfläche an, aber danach nichtmehr. Ich vermute, dass sich die Undichtigkeit nur sporadisch je nach Temperatur und Drehzahl (bzw. Ansaugdruck) ergibt. WENN Sie denn tatsächlich von dort kommt, aber sicher ist sicher.

LG
Sebastian

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Bambi
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Re: Erfahrung mit Dichtmitteln zwischen Ansaugstutzen und Kopf? - Kawasaki Z 400B

Beitrag von Bambi »

Hallo Scirrocco,
daran hatte ich jetzt nicht mehr gedacht. Das Hosenrohr meiner Meriden-Triumph ist aus Alu ...
Schöne Grüße, Bambi
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sven1
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Re: Erfahrung mit Dichtmitteln zwischen Ansaugstutzen und Kopf? - Kawasaki Z 400B

Beitrag von sven1 »

Wenn sich die „Undichtigkeit“ erst bei warmen Moror zeigt, evtl. die Schrauben nach dem Warmfahren noch einmal gleichmäßig nachziehen?
Reduziert die Menschen nicht immer nur auf ihr Aussehen, lasst euch doch auch mal von ihrem Charakter enttäuschen.

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Jan
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Re: Erfahrung mit Dichtmitteln zwischen Ansaugstutzen und Kopf? - Kawasaki Z 400B

Beitrag von Jan »

Also normal braucht man das nicht extra abdichten. Ich mache es aber immer mit K2 Hochtemperatursilikon, hauchdünn, vorher gründlich säubern und entfetten. Bei den Replikastutzen sollte man manchmal die Bohrungen 0,5mm aufbohren, wenn man schon merkt, dass sich die Schrauben verspannen, sonst drückt der Stutzen sich einen "Bauch". Auch spielen die Schellen eine größere Rolle, vor allem wenn sie schon unrund sind. Nehme eigentlich deswegen immer neue.
Leider habe ich es schon 2, 3x erlebt, dass die Z400/440 Köpfe einen kleinen Riss von zu starkem Anziehen der Ansaugstutzenschrauben bekommen. Dadurch ziehen sie dann Nebenluft, oft schwer zu erkennen. Würde daher den Kanal auf jeden Fall prüfen (wenn du hast rot-weiss Prüfung machen).

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