Ich denke, es hat alles seinen Platz und wird auch den passenden Kunden finden.
Grundsätzlich empfinde ich es als begrüßenswert, Assistenzsysteme auch in die Motorräder zu integrieren. Mein Pkw hat z.B. Automatik, Abstandsregeltempomat etc. Man muss seine Fahrweise schon bewusst an die Technik anpassen und ab und zu für sie mitdenken, aber ich finde es dennoch insgesamt sehr komfortabel.
Der ein oder andere sollte sich mal Vollbremsungen mit Integralbremse inkl. ABS und ohne antun. Im Gegensatz zum Pkw steht ein Motorrad mit ABS (auf der Straße) in der Regel deutlich eher!
Ansonsten steht es jedem Bauern frei, weiterhin zu konsumieren, was er bereits kennt. Bei mir scheitert es schlichtweg an den finanziellen Möglichkeiten, mir ein Motorrad mit all den angenehmen Kinkerlitzchen anzuschaffen.
In diesem Sinne, viel Spaß beim Selber-Fahren!
Viele Grüße,
Jan

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Assistenzsysteme - oder kurz vor dem autonomen Motorrad?
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Honda CBX750, Bj 86
Re: Assistenzsysteme - oder kurz vor dem autonomen Motorrad?
Naja:
Idee1:
https://www.motorradonline.de/recht-ver ... 06430.html
Idee2:

Die Gefahr besteht m.E. eher darin, daß man das Gefühl für mögliche Gefahren verliert/ignoriert z.B. mit hoher Geschwindigkeit in eine unübersichtliche Kurve rein, Kurvenassistent/-ABS wirds schon richten. Ist beim Auto genauso.
Gruß
Jürgen
Re: Assistenzsysteme - oder kurz vor dem autonomen Motorrad?
Ich finde es super! Wenn etwas nicht angenommen wird, wird es über kurz oder lang aussterben aber warum soll man etwas vor der Markteinführung schlecht reden?
Yamaha hat mit der Niken ein Motorrad mit zwei Vorderrädern gebaut. Braucht man das? Keine Ahnung. Finde ich es super, dass Yamaha sich was traut und neues ausprobiert? JA!
Ich durfte im Mai auf einer nagelneuen 1200 GS sitzen und hatte auch Vorurteile bzgl. Kreuzfahrtschiff etc. War aber totaler Unsinn. Lässt sich super easy handeln und nach dem ganzen Schnickschnack wie z.B. Schaltassistenz war ich fast ein wenig demotiviert an einem alten Motorrad zu schrauben.
Ich begrüße jeden technischen Fortschritt.
Yamaha hat mit der Niken ein Motorrad mit zwei Vorderrädern gebaut. Braucht man das? Keine Ahnung. Finde ich es super, dass Yamaha sich was traut und neues ausprobiert? JA!
Ich durfte im Mai auf einer nagelneuen 1200 GS sitzen und hatte auch Vorurteile bzgl. Kreuzfahrtschiff etc. War aber totaler Unsinn. Lässt sich super easy handeln und nach dem ganzen Schnickschnack wie z.B. Schaltassistenz war ich fast ein wenig demotiviert an einem alten Motorrad zu schrauben.
Ich begrüße jeden technischen Fortschritt.
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- Hux
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Re: Assistenzsysteme - oder kurz vor dem autonomen Motorrad?
Natürlich basteln die da an allem möglichen, aber ich rechne nicht damit, dass in den nächsten 10 Jahren Motorräder rauskommen, die in der Kurve abbremsen, wenn sie merken, dass man zu schnell ist und es den Fahrer dabei nicht auf die Fresse haut. :D
Ich denke auch so, der große Unterschied zw. Auto-Moped und Auto-Auto ist, dass man beim Auto losgelöst von der Fortbewegung seine Zeit anders verbringen kann. Frühstück, Zeitunglesen, Arbeiten, Schlafen - wie im Zug. Sich mit dem Motorrad fahren zu lassen und dabei Emails zu schreiben ist einfach sinnfrei und es wird auch keinen Markt dafür geben.
Ich denke auch so, der große Unterschied zw. Auto-Moped und Auto-Auto ist, dass man beim Auto losgelöst von der Fortbewegung seine Zeit anders verbringen kann. Frühstück, Zeitunglesen, Arbeiten, Schlafen - wie im Zug. Sich mit dem Motorrad fahren zu lassen und dabei Emails zu schreiben ist einfach sinnfrei und es wird auch keinen Markt dafür geben.
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Re: Assistenzsysteme - oder kurz vor dem autonomen Motorrad?
Wehret den Anfängen. Wenn es erst mal da ist, geht es nicht mehr weg :-Pwarum soll man etwas vor der Markteinführung schlecht reden?
Dazu sage ich besser nichtsLässt sich super easy handeln und nach dem ganzen Schnickschnack wie z.B. Schaltassistenz war ich fast ein wenig demotiviert an einem alten Motorrad zu schrauben.

- Kaffeepause
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Re: Assistenzsysteme - oder kurz vor dem autonomen Motorrad?
also das selbst fahrende Moped von Honda, finde ich gar nicht so verkehrt. Hat ein bisschen was von Luky Luke, einfach nach seinem Motorrad rufen und schon kommt Jolly Jumper angerollt bzw hinterher gerollt.
Wenn der Metzger sich mal einen Salat macht, ist er lange noch nicht ein Gärtner....
Bonnie T140V : viewtopic.php?f=57&t=239
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Re: Assistenzsysteme - oder kurz vor dem autonomen Motorrad?
Hallo zusammen,
Jan schrieb 'Man muss seine Fahrweise schon bewusst an die Technik anpassen und ab und zu für sie mitdenken, aber ich finde es dennoch insgesamt sehr komfortabel.'
Genau das ist für mich die Krux: Mein Fahrzeug übernimmt fast die ganze Zeit die Verantwortung für mich, übergibt sie mir aber wenn es richtig kritisch (ethisch) wird. Z.B. nehme ICH den Weg an die Mauer oder in die Horde Schulkinder die unvermittelt vor's Fahrzeug läuft. Dieses Dilemma gibt es beim selbstfahrenden Auto bereits und die Ethik-Kommissionen diskutieren darüber.
Und dann bin ich für diese Situation nicht mehr trainiert und reaktionsschnell genug weil ich mich vom Können meines Fahrzeugs habe einlullen lassen ... Ein Freund erzählte kürzlich, daß er sich wunderte, daß seine frisch-verführerscheinte Tochter nicht mit seinem Auto anfahren konnte. Bis ihm dämmerte, daß sie auf einem Auto mit Anfahr-Assistenz gelernt hatte. Sicher parkt ein selbst-einparkendes Auto besser ein als die meisten Fahrer (ich nehme mich da ausdrücklich mit ein!!!), aber man verliert seine Kompetenz, sein Können.
Noch ein blödes Beispiel? In den letzten 5 Jahren vor dem Vorruhestand hatten wir auf der Dienststelle selbstspülende Urinale. Ich weiß nicht, wie oft ich das Spülen vergessen habe wenn ich woanders 'ging'!?
Ich bleib' bei Andreas: Ich gebe mein Bestes und das immer wieder. So bleibe ich im Training! Ich hoffe, daß ich den Tag nicht erleben muß an dem ich damit daneben liege. Vor allem nicht, wenn es Andere treffen würde. Aber siehe oben: wahrscheinlich würde mir der Selbstfahrer dann ohnehin die Verantwortung übertragen. Dann bleibe ich lieber immer hellwach!
Ich weiß und bin damit einverstanden, daß jedes durch solche Techniken gerettete Leben zählt. Trotzdem fürchte ich die Grauzone ...
Ketzerische Grüße, Bambi
Jan schrieb 'Man muss seine Fahrweise schon bewusst an die Technik anpassen und ab und zu für sie mitdenken, aber ich finde es dennoch insgesamt sehr komfortabel.'
Genau das ist für mich die Krux: Mein Fahrzeug übernimmt fast die ganze Zeit die Verantwortung für mich, übergibt sie mir aber wenn es richtig kritisch (ethisch) wird. Z.B. nehme ICH den Weg an die Mauer oder in die Horde Schulkinder die unvermittelt vor's Fahrzeug läuft. Dieses Dilemma gibt es beim selbstfahrenden Auto bereits und die Ethik-Kommissionen diskutieren darüber.
Und dann bin ich für diese Situation nicht mehr trainiert und reaktionsschnell genug weil ich mich vom Können meines Fahrzeugs habe einlullen lassen ... Ein Freund erzählte kürzlich, daß er sich wunderte, daß seine frisch-verführerscheinte Tochter nicht mit seinem Auto anfahren konnte. Bis ihm dämmerte, daß sie auf einem Auto mit Anfahr-Assistenz gelernt hatte. Sicher parkt ein selbst-einparkendes Auto besser ein als die meisten Fahrer (ich nehme mich da ausdrücklich mit ein!!!), aber man verliert seine Kompetenz, sein Können.
Noch ein blödes Beispiel? In den letzten 5 Jahren vor dem Vorruhestand hatten wir auf der Dienststelle selbstspülende Urinale. Ich weiß nicht, wie oft ich das Spülen vergessen habe wenn ich woanders 'ging'!?
Ich bleib' bei Andreas: Ich gebe mein Bestes und das immer wieder. So bleibe ich im Training! Ich hoffe, daß ich den Tag nicht erleben muß an dem ich damit daneben liege. Vor allem nicht, wenn es Andere treffen würde. Aber siehe oben: wahrscheinlich würde mir der Selbstfahrer dann ohnehin die Verantwortung übertragen. Dann bleibe ich lieber immer hellwach!
Ich weiß und bin damit einverstanden, daß jedes durch solche Techniken gerettete Leben zählt. Trotzdem fürchte ich die Grauzone ...
Ketzerische Grüße, Bambi
'Find me kindness, find me beauty, find me truth' (Dreamtheater aus 'Learning to live')
-
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- Motorrad:: Le Mans 3,TT 600R, MT01, XJR 1300, Hayabusa, XT600, XT 600 Tenere
Re: Assistenzsysteme - oder kurz vor dem autonomen Motorrad?
Eines Tages in ferner Zukunft werden sich die Assistenzsysteme anfangen zu überlegen,
wie der letzte und größte Risikofaktor auch noch zu eliminieren ist - der Mensch.
Spätestens dann sollten wir anfangen wieder das Hirn zu benutzen -
nicht nur beim Fahren.
Gruß
Frank
wie der letzte und größte Risikofaktor auch noch zu eliminieren ist - der Mensch.
Spätestens dann sollten wir anfangen wieder das Hirn zu benutzen -
nicht nur beim Fahren.
Gruß
Frank
Re: Assistenzsysteme - oder kurz vor dem autonomen Motorrad?
……….….wenn es bis dahin nicht vertrocknet ist, das Gehirn.
Wer schnell handeln will, muß schnell denken können und das erfordert Training.
S.
Wer schnell handeln will, muß schnell denken können und das erfordert Training.
S.
Das gebohrte Loch ist das Titan des kleinen Mannes...................
- Endert
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Re: Assistenzsysteme - oder kurz vor dem autonomen Motorrad?
Die Technik gleicht, bei Bedarf, einfach Defizite des Fahrers aus - daran ist doch nichts verwerflich. Wer es nicht mag, schaltet es ab und wer heimlich probiert und es gut findet kann es beibehalten. Meine Bikes haben ganz genau: nichts.
Übrigens, auf die Nagelneue Ducati kannst du ohne Weiteres einen Fahranfänger/in von einer 125er setzen, er/sie wird mit Sicherheit lebendig aus der Einfahrt kommen und anschließend auch wieder zuhause eintrudeln, gerade weil die Assistenz einiges glattbügelt und komfortabel macht.
Übrigens, auf die Nagelneue Ducati kannst du ohne Weiteres einen Fahranfänger/in von einer 125er setzen, er/sie wird mit Sicherheit lebendig aus der Einfahrt kommen und anschließend auch wieder zuhause eintrudeln, gerade weil die Assistenz einiges glattbügelt und komfortabel macht.
mit besten Grüßen
Endert #76
Love it, change it or leave it.
Honda CX 500 Eurosport Umbau
Honda CB 350/400 Four Umbau
BMW K100 RS Umbau
Endert #76
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