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Mini-Drehbank

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Statler
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Mini-Drehbank

Beitrag von Statler »

Moin.

Manchmal bin ich von mir selbst sehr beeindruckt. Als gelernter Industriekaufmann ohne jegliche handwerkliche Ausbildung ist es mir im Lauf der Jahre gelungen, im eigenverwalteten Selbstoptimierungsverfahren meine Fähigkeiten gewaltig zu erweitern. Heutzutage kann ich zum Beispiel Schrauben abreißen, Bohrer abbrechen, Gewinde vernudeln, präzise Läufer und komplexe Orangenhäute lackieren, schief sägen und sogar zwei Stücke Metall völlig unförmig so zusammenbraten, dass sie bei der kleinsten Belastung wieder auseinanderfallen.
Vermutlich bin ich einer jener Kandidaten, denen von helikopternden Eltern in Kindergarten und Grundschule heutzutage sehr schnell das Attribut "hochbegabt" umgehängt wird.
Als ob das alles nicht genug wäre, treibt mich die Gier nach immer neuen Qualifikationen zur Erweiterung meiner Fertigungstiefe dazu, mich jetzt der Metallbearbeitung zu nähern. Konkret trage ich mich mit dem Gedanken, mir eine Mini-Tischdrehbank zuzulegen. Ich weiß, dass die Hardcore-Metaller unter euch über sowas die Nase rümpfen, aber eine "richtige" Drehbank steht aus mehreren Gründen erst mal nicht zur Debatte. Deswegen meine Frage:

Hat jemand von euch mit den kleinen 240V-Drehbänken von Proxxon, Güde, Optimum & Co. Erfahrungen gemacht und kann auf dieser Grundlage einen Tipp abgeben?

Danke & Gruß,
Markus

oldsbastel
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Re: Mini-Drehbank

Beitrag von oldsbastel »

Maschinenbauer müssen vor der Drehbank aus einem Klotz erstmal einen Würfel feilen, aus dem Würfel dann eine Kugel, dann wieder einen Würfel, dann wieder eine Kugel ... bis nichts mehr übrig ist. Das wäre die Einstiegsqualifikation zur spanenden Bearbeitung ... :grinsen1:
*duckundwech*

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grumbern
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Re: Mini-Drehbank

Beitrag von grumbern »

Die nicht ganz winzigen Optimum können schon einiges, was man zur effektiven Selbsthilfe benötigt. Von den ganzen Billigmaschinen sind das noch die besten. Will man ein schaltbares Vorschubgetriebe und Leit-/Zugspindel wrd es etwas teurer, ist aber für den Anfang nicht nötig. Wichtig ist aber immer, dass man sich das Ding vor Ort anschaut und die Führungen einigermaßen spielfrei sind, sonst hat man keinen Spaß. Von dem Baumarktkram würde ich Abstand halten.
Gruß,
Andreas

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Schinder
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Re: Mini-Drehbank

Beitrag von Schinder »

oldsbastel hat geschrieben: 14. Jan 2026 Maschinenbauer müssen vor der Drehbank aus einem Klotz erstmal einen Würfel feilen, …

Da hat er doch schon den ungleichmäßig kugeligen Oktaeder draus gemacht.
Somit dürfte der zu erwartenden hohen Zerstörungsdichte mittels elektrisch
angetriebenem Gerät nichts mehr im Wege stehen.

Die daraus resultierenden kurzweiligen Geschichten
locken mir schon jetzt ein Grinserchen ins greise Gesicht.


.
Ich würde mich ja gerne entschuldigen, aber es tut mir einfach nicht leid.

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Re: Mini-Drehbank

Beitrag von mrairbrush »

Paulimot SIEG C2 soll nicht schlecht sein. Aber auch etwas teurer. Oder Proxxon PD 400.
Gibt ja hier Spezialisten die sicher mehr dazu sagen können.

Thommy
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Re: Mini-Drehbank

Beitrag von Thommy »

Ein Kumpel von mir hat eine ältere Tischdrehbank, die er gerne loswerden möchte. Ist ein russisches Fabrikat, läuft auf 240V und braucht ein wenig Zuwendung, sprich reinigen, fetten usw.
Vielleicht möchtest du ja mit was gebrauchtem anfangen.

Gruß Thommy

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nanno
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Re: Mini-Drehbank

Beitrag von nanno »

Sprichst du von der Mini-Lathe? Falls ja, Kurzfassung: genial. Langfassung: G-E-N-I-A-L . Kann alles was eine große Drehbank kann, nur in klein und weich. Außerdem mit Plastikzahnrädern im Spindelkopf, die dich vor dir selbst bewahren.

Die einzige Einschränkung bei den kleinen Drehbänken, ganz egal ob Erba, Rotwerk, etc. ist, dass man halt keine Sachen machen kann, die größer sind, als auf der kleinen Drehbank möglich. ABER man lernt um die ersten Einschränkungen herumzudenken, man lernt was es mit "Speeds & Feeds" auf sich hat und man lernt definitiv Präzision zu jagen.

Insofern, wenns um ein paar Buchserl geht oder mal eine (kurze) Welle abdrehen... absolut. Und das was du da an guten Angewohnheiten lernst, das nimmst du auf eine richtig große Drehbank mit und die macht dich auch dort zu einem besseren Zerspaner.

LG
Greg
Frei ist, wer frei denkt.

http://greasygreg.blogspot.com

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mrairbrush
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Re: Mini-Drehbank

Beitrag von mrairbrush »

Von der Orangenhaut zum Läufer ist der weg nicht weit. Ideal ist der Punkt dazwischen. :mrgreen:
Passiert aber jedem mal.

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ghill
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Re: Mini-Drehbank

Beitrag von ghill »

Hallo Markus,
was heißt denn "Mini"? Richtig mini wäre eine Uhrmacherdrehbank die aber mehr für Modellbau taugt.
Da kann ich wärmstens die EMCO Unimat 3 empfehlen. Ist ein österreichisches Fabrikat. Die gibt's für kleines Geld in den Kleinanzeigen und hat ein bombastisches Zubehörprogramm. Bei Interesse kann ich dir den Prospekt als PDF via PN zusenden.
Zwei Nummern größer gibt's von EMCO die Compact 8. Die spielt in der 70kg Klasse und hat eine Spitzenhöhe von 105 mm und 450 mm Spitzenweite. Damit kann man für's Moped schon so einiges anfertigen.
100% baugleich zur Compact 8 ist die Bullcraft MD105. Wurde auch von EMCO für einen Versandhandel unter neutralen Namen gefertigt.
Auch hier, bei Interesse kann ich dir den Prospekt via PN schicken.

Viel Erfolg!
Hilmar

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HS96
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Re: Mini-Drehbank

Beitrag von HS96 »

Servus,
Also ich hab es auch nicht gelernt und habe mir vor 5 Jahren so eine kleine proxxon md65 Drehbank gekauft. Gab's von verschiedenen Herstellern.

https://www.kleinanzeigen.de/s-anzeige/ ... 32-84-1439

Mit der Größe stößt man mit dem 80er Futter schnell an seine Grenzen. Für mich hat es für Buchsen und Kleinkram fürs Moped bisher aber immer gereicht.
Bei den kleinen Dingern ist auf jeden Fall ein stabiler Unterbau für gute Ergebnisse wichtig.
Gruß Hendrik

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