Ich finde, es gibt da weder richtig noch falsch und Neid kenne ich zum Beispiel überhaupt nicht. "Neid" ist in meinen Augen die ehrlichste Form der Anerkennung und Bewunderung.
Es hat halt auch nicht jeder die Möglichkeit, sich ein Moped umzubauen, egal ob er gekaufte Teile dranschraubt oder sich seine Teile selbst anfertigt.
Wichtig ist doch, dass jeder Spaß an seinem(!) Umbau haben soll und die Wege dorthin eben unterschiedlich sind. Je nachdem, welche Möglichkeiten jemand hat. Und wer es selber nicht kann, der darf es sich auch machen lassen. Der eine investiert seine Zeit und arbeitet an seinem Umbau, der andere arbeitet dafür, dass er ihn bezahlen kann.
Das einzige, was ich wirklich kritisiere ist die Einfältigkeit und, dass am Anfang fast jeden Umbaus der Griff zur Flex steht und sich in diesem Punkt die meisten Umbauten gleichen wie ein Ei dem anderen.
Natürlich muss ein Customizer in erster Linie die Wünsche seiner Kunden bedienen und natürlich darf es auch eine moderne Interpretation des Caferacers sein, aber da hätte ich als Customizer auch an mich selbst den Anspruch, wirklich individuelle Einzelstücke zu fertigen und eben nicht nur dem Mainstream zu folgen und ein Moped zu bauen nach dem Motto "kennst Du eine, kennst Du alle".
Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Kunde, der für teures Geld einen Umbau in Auftrag gibt, etwas dagegen hat, wenn er dafür ein Moped bekommt, das sich nicht nur in der Farbe von anderen unterscheidet.
Ich hab gerade gestern eine Seite gesehen, wo es um den Umbau der Honda GB350S geht. Und
die Vielfalt, die man dort sieht, gibt es bei jedem Moped.
Aber wenn ich mir schon auf
der Videovorschau ein abgeschnittenes Heck und ein seitlicher Kennzeichenhalter an einem "Caferacer" entgegen strahlt, dann bin ich schon bedient, weil am Ende genau das dabei herauskommt, was Klischees bedient und dem Mainstrem folgt.