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Erfahrungen Keyster Dichtsätze

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R0ADRUNN3R
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Erfahrungen Keyster Dichtsätze

Beitrag von R0ADRUNN3R » 22. Okt 2016

Moin die Herren,

Ich habe mir grade zwei Ersatz-Vergaser für meine '76er CB250G besorgt. Die würde ich mir gerne schön aufbauen, um dann 1:1 mit den aktuell verbauten zu tauschen, dann das gleiche Spiel nochmal.
Jetzt bin ich auf der Suche nach guten Dichtsätzen. Nach ein wenig Recherche werden die Keyster-Dichtsätze ( also sowas hier http://www.ebay.de/itm/331453343150?_tr ... EBIDX%3AIT ) ja zuhauf angeboten.

Wie ist denn da die Qualität von diesen Repro-Angeboten? Kann man das verbauen oder ist das Murks? Eine wirkliche Alternative ist mir allerdings nicht über den Weg gelaufen :dontknow: Sowas hier http://www.ebay.de/itm/Honda-CB-250-G-V ... XuGQGytFYw ist ja auch als Repro gekennzeichnet...

Wäre für Tipps, Tricks und Erfahrungen sehr dankbar!
JL

Schraubnix

Re: Erfahrungen Keyster Dichtsätze

Beitrag von Schraubnix » 22. Okt 2016

moin

Ich habe keine Guten Erfahrungen mit diesen Rep. Sätzen gemacht .

Die Form der Düsennadeln weichen z.T. ziemlich ab von der der Original Nadeln , gleiches gilt für die Düsen .

Die O-Ringe sind Qualitativ auch nicht dolle .

O-Ringe suche ich mir selber im Netz ( aus Viton ) .

Düsen und Düsennadeln verwende ich die alten Originalen weiter , abgesehen von der Düsennadel findet hier eh kein Verschleiss statt , es sei denn im Vergaser hats mal Ordentlich oxidiert .

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Arnold
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Re: Erfahrungen Keyster Dichtsätze

Beitrag von Arnold » 22. Okt 2016

Hallo,

ich habe da ebenfalls schlechte Erfahrungen gemacht.
Habe mal für eine Triumph Speed Triple dort einen Vergaser-Dichtungssatz gekauft und montiert.
Nach einem halben Jahr lief die Speed Triple nicht mehr korrekt... nach dem Zerlegen des Vergasers zeigten sich mehrere schwarze Streifen und kleine Stücke im Vergaser. Von den verbauten O-Ringen war keiner mehr an Ort und Stelle bzw. überhaupt noch sichtbar anwesend... die waren wohl nicht Benzinfest und hatten sich in kurzer Zeit verdünnisiert.

Bei den O-Ringen von Topham ist mir sowas noch nicht passiert.

Grüße Thomas

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ricardo
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Re: Erfahrungen Keyster Dichtsätze

Beitrag von ricardo » 22. Okt 2016

Mit den O-Ringen im Speziellen keine Probleme, aber Düsen oder Nadel anders als original geformt, Nadelventile länger/kürzer als original, Gummikappen auf den Nadelventilen die es lieben im Sitz festzukleben und nicht aufzumachen, alles schon gehabt.
Kauf die Reparatursätze und tausche nur was offensichtlich verschlissen ist, und wirklich neu muss. Erfahrungsgemäß sind besonders die Vergaser vom G-Modell ziemlicher Mist, idealerweise baut man auf Mikuni VM28 um, Jan von Klassikkustoms kann Dich da beraten, der hat schon mehrere umgebaut - allesamt mit sehr gutem Ergebnis.

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R0ADRUNN3R
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Re: Erfahrungen Keyster Dichtsätze

Beitrag von R0ADRUNN3R » 22. Okt 2016

Na das deckt sich ja mit meinen Erfahrungen aus dem Oldtimer-Bereich... Habe ich fast schon so erwartet.
Dass die Düsen hinüber sind erwarte ich jetzt mal nicht unbedingt, da die neuen Vergaser im Großen und Ganzen keinen allzu schlechten Eindruck machen. Ins Ultraschallbad kommt alles sowieso einmal bevor es wieder zusammen und ans Motorrad kommt.
Damit bleiben nur die O-Ringe, die es in guter Qualität zu erneuern gilt!

@ Schraubnix: Vielen Dank für den Tipp mit dem Viton. Dass ich da nicht jeden x-beleibigen O-Ring nehmen kann war mir klar, aber was da nun passend ist, soweit habe ich noch nicht recherchiert. Hättest du womöglich eine Auflistung welche Größen ich benötige? Leider ist nichts mehr vorhanden, was als Vergleich dienen könnte... Gerne auch per PN

@ Thomas: Schöne Sch****, das muss natürlich nicht sein :roll: Habe mich mal bei Topham auf der Homepage umgeschaut, die haben da schon ein paar zur Auswahl. Mal checken welche Größen ich genau brauche. Danke für den Tipp!

@ ricardo: Naja, die Rep-Sätze kaufe ich ansich eher ungern. Ich finde sie saumäßig teuer und wenn ja nix passt, lohnt es sich ja nicht wirklich. Wenn ich mir die O-Ringe einzeln bestelle und die originalen Düsen wiederverwende kommt im Endeffekt wahrscheinlich ein ähnlich hoher Betrag zustande wie für zwei Dichtsätze, aber wenigstens passt die Qualität!
Der Tipp mit KlassikKustoms ist gut, danke! Wollte die eh mal anhauen was die immer für Auspuffe verbauen :mrgreen: Dann frage ich auch gleich mal bzgl. der Vergaser, und wie gerne der TÜV das sieht...

Ich denke ich nehme erstmal Abstand von den Keyster ( wieso will mein PC immer "Geister" draus machen, soll mir das was sagen?!?! :grinsen1: ) und besorge mir die richtigen O-Ringe.
Allerdings tut sich da noch ein Problemchen auf: die trapezförmige Dichtung für die Schwimmerkammer. Habe diese hier gefunden http://www.ebay.de/itm/Honda-CB-350-400 ... rumLTaCITA, ist aber auch Keyster... Wo kriege ich die in guter Qualität her?

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ricardo
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Re: Erfahrungen Keyster Dichtsätze

Beitrag von ricardo » 23. Okt 2016

Auspuffanlagen an den 250/350/360er Twins sind oft die CL Anlagen der Scramblervariante, wenns die Shorty Dämpfer mit jede seite ein Endtopf sind, dann ist es die Eigenbau Auspuffanlage, die wird komplett Inhouse gefertigt, und bekommt mit den selbst konstruierten DB Killern sogar Tüv Segen - aber das ist eher Kostenintensiv (die Abnahme, nicht die Auspuffanlage). Lass' Dich da mal beraten, ich bin sicher dass du dort einen kompetenten Ansprechpartner mit jeder Menge Erfahrungen im Realitätstest hast, nicht nur Bikeexif-Ichhabdamalwasgesehen[TM].

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Re: Erfahrungen Keyster Dichtsätze

Beitrag von Arnold » 24. Okt 2016

Die Schwimmerkammerdichtungen waren übrigens das Einzige was wohl benzinfest war und sich nicht aufgelöst hatte. Von daher könnte es gut möglich sein, dass die in Ordnung sind und man die kaufen kann.

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Re: Erfahrungen Keyster Dichtsätze

Beitrag von MichaelZ750Twin » 24. Okt 2016

Servus Männer,
ich stehe kurz davor die schon besorgten Keyster-Rep.-Sätze zu verbauen.
Das o.g. liest sich ja nicht gut !

Kann es sein, dass die noch alte Gummimischungen verwenden, die unseren "neumodischen" E5-Sprit nicht vertragen ?

Bei einem Vergaserdichtsatz wäre ich nie auf die Idee gekommen, da ich es für selbstverständlich halte, aber zur Prüfung auf Benzinfestigkeit lege ich unbekannte Gummidichtungen und O-Ringe für etwa 24h in Benzin ein.
Quellen sie dabei auf, sind sie nicht benzinbeständig.
LG, Michael
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Re: Erfahrungen Keyster Dichtsätze

Beitrag von obelix » 24. Okt 2016

MichaelZ750Twin hat geschrieben:...ich stehe kurz davor die schon besorgten Keyster-Rep.-Sätze zu verbauen.
Das o.g. liest sich ja nicht gut !
So geht's mir auch. Ich hab die Dinger hier liegen und habe die gekauft, weil man eig. nur gutes hört - und jetzt lese ich diesen Thread mit einigermassen Grausen.

Nu bin ich ja mal gespannt auf das Frühjahr...

Gruss

Obelix
Neulich stieg ne hübsche, junge Frau mit grossen Brüsten zu mir in den Aufzug. Sie lächelte mich an und fragte, ob ich Ihr die zwei drücken könne. War wohl ein Missverständnis...

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ricardo
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Re: Erfahrungen Keyster Dichtsätze

Beitrag von ricardo » 24. Okt 2016

Nicht mutmaßen, einfach ausprobieren. Mit den Düsen hatte ich bisher keine großen Probleme, die klebenden Schwimmernadelventile haben sich nach einigen Monaten Betrieb gelockert, vorher war in der Startprozedur einfach gegen die Schwimmerkammern zu klopfen Pflicht. Schwimmerstand neu und präzise einstellen musst Du sowieso. Gibt Vergaser die sind da empfindlicher als andere. Ich habe das immer im eingebauten Zustand gemacht, mir aus Aluminium eine Lehre gebaut die ich unter die Schwimmer halten konnte. Hab den Schwimmerstand immer sehr knapp hoch eingestellt, damit funktioniert es bei mir am besten.

Ansonsten einfach nur ersetzen was wirklich defekt ist, und vielleicht nicht alle Komponenten mit einem Rutsch, sondern systematisch. Inbusschrauben in den Schwimmerkammern verbauen, damit man sie eingebaut aufmachen kann.

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